Tourenwagen Junior Cup
04.05.2026
Intensiver Saisonstart für Finn Wollnik
Bereits im ersten Qualifying setzte Wollnik ein klares Ausrufezeichen und stellte seinen VW up! GTI auf Startplatz drei. Im Rennen bestätigte er diese Leistung mit einem starken Start und etablierte sich sofort in der Spitzengruppe. Es entwickelte sich früh ein intensiver Dreikampf, in dem Wollnik mit präzisen Linien und konsequentem Zweikampfverhalten überzeugte. Vor allem in den schnellen Passagen zeigte er hohe Fahrzeugkontrolle und Übersicht.
Im weiteren Verlauf setzte er sich im direkten Duell durch und übernahm zwischenzeitlich die Führung – ein wichtiger Meilenstein. Doch der Druck der Konkurrenz nahm stetig zu, insbesondere durch konsequente Windschattennutzung der Verfolger. Mehrere enge Positionskämpfe waren die Folge. Zur Rennmitte kam es zur entscheidenden Szene: Im harten Zweikampf verteidigte Wollnik konsequent seine Linie, ehe es zur Kollision kam. Die Schäden an Vorderachse und Reifen führten zum vorzeitigen Ausfall.
„Am Samstag habe ich gemerkt, dass ich zu viel wollte. Der Ausfall war ärgerlich, aber solche Situationen gehören zum Lernprozess“, erklärte Wollnik.
Am Sonntag zeigte er unter schwierigen Bedingungen erneut seine Klasse. Auf nasser Strecke sicherte er sich im zweiten Qualifying souverän die Pole-Position und setzte sich insbesondere in den technisch anspruchsvollen Abschnitten deutlich ab.
Das zweite Rennen begann auf abtrocknender Strecke. Wollnik verteidigte die Führung zunächst souverän, ehe eine Safety-Car-Phase das Feld wieder zusammenschob. In der Schlussphase entwickelte sich ein intensiver Kampf um die Positionen, geprägt von Windschattenduellen und späten Bremspunkten.
Trotz kontrollierter Fahrweise kam es in der letzten Runde in der finalen Kurve erneut zu einer unverschuldeten Kollision. Wollnik wurde gedreht und fiel ans Ende des Feldes zurück.
„Der Sonntag war unter schwierigen Bedingungen gut gestartet. Umso ärgerlicher, dass ich trotz kontrollierter Fahrweise unverschuldet in eine Kollision verwickelt wurde und wichtige Punkte verloren habe“, so Wollnik.
Nachträgliche Strafen führten schließlich zu einer Wertung auf Rang acht, womit er zumindest wichtige Meisterschaftspunkte sichern konnte.
Das Wochenende zeigte deutlich: Wollnik verfügt über die nötige Geschwindigkeit, Rennintelligenz und Durchsetzungsfähigkeit für das Spitzenfeld. Gleichzeitig lieferten die intensiven Zweikämpfe wertvolle Erkenntnisse für den weiteren Saisonverlauf.
Der Fokus richtet sich nun auf das nächste Rennwochenende am Nürburgring (26.-28. Juni 2026), wo Wollnik seine Leistung in Top-Ergebnisse umsetzen will.





