Sportwagen Allgemein
02.10.2026
US-Finale für Morris Schuring auf Raceway Road Atlanta
Die Rennstrecke Road Atlanta, die in den Wäldern von Braselton im Bundesstaat Georgia etwa anderthalb Stunden vom Stadtzentrum Atlantas entfernt liegt, wurde 1970 in Betrieb genommen. Im Laufe der Jahre wechselte die Rennstrecke mehrmals den Besitzer und verfiel zunehmend, bis der amerikanische Milliardär und Motorsportliebhaber Don Panoz die Anlage Mitte der 1990er Jahre erwarb und umfassend renovierte. Fasziniert von Frankreich und insbesondere von den 24 Stunden von Le Mans ließ er dort ein komplettes französisches Schloss errichten und sogar ein ganzes Weingut anlegen, obwohl alle behaupteten, der Lehmboden in Georgia sei für den Weinbau ungeeignet. Mit dem Zehn-Stunden-Rennen „Petit Le Mans“ wollte Panoz etwas von der Tradition der 24 Stunden von Le Mans in die Vereinigten Staaten bringen, und das Rennen, das traditionell am Ende der Saison stattfindet, gehört seitdem zu den wichtigsten Langstreckenrennen in den USA.
Morris Schuring kennt die 4,088 Kilometer lange Rennstrecke bislang nur aus dem Simulator, mit dem er sehr intensiv getestet hat. Seine Eindrücke sind äußerst positiv: „Vor allem der erste Sektor sieht sehr cool aus, mit nicht nur vielen Höhenunterschieden, sondern auch zahlreichen Unebenheiten im Streckenbelag. Ich denke, es ist eine ziemlich technische Rennstrecke, auf der man wirklich alles auf den Punkt bringen muss, um schnell zu sein. Das ist eine Herausforderung, auf die ich mich freue.“ Für Schurings Teamkollegen Ryan Hardwick ist der Einsatz in Road Atlanta ein Heimrennen. „Ryan kann mir zweifellos die notwendigen Details erklären“, so der Niederländer. „Auch Klaus Bachler und Mathieu Jaminet, die in der GTD-Pro-Klasse auf dem Manthey-Porsche fahren, kennen diese Strecke bereits, sodass sie ebenfalls mit ihrer Erfahrung helfen können. Das Team verfügt auf jeden Fall über das nötige Fachwissen. Und natürlich kann Ryan uns auch die schönen Ecken von Atlanta zeigen.“
„Das ist bereits mein letztes Rennen in Amerika in diesem Jahr, und dadurch wird mir bewusst, wie schnell eine Saison jedes Mal wieder vorbeigeht“, sagt Schuring. „Es ist wirklich wie im Flug vergangen! Einerseits ist es schade, dass die Saison jetzt schon wieder vorbei ist, aber ich habe sie sehr genossen und hoffe, dass ich in Zukunft noch öfter die Gelegenheit bekomme, in Amerika Rennen zu fahren! Jetzt freue ich mich erst einmal riesig auf dieses Rennen. Wir wollen wirklich um den Klassensieg kämpfen. Für das Wochenende ist etwas Regen vorhergesagt, was es noch ein bisschen spannender machen könnte, aber das sind Bedingungen, unter denen der Porsche 911 stark ist. Außerdem endet das Rennen im Dunkeln, wie in Sebring, was es ebenfalls zu etwas Besonderem macht. Ich freue mich darauf!“




