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Vincent Biard, Head of Maserati Corse, erläutert: „Project GT4 ist ein logischer Schritt in der Weiterentwicklung der Aktivitäten von Maserati Corse und vervollständigt unsere Vision für die Zukunft des GT-Rennsports. Aufbauend auf den Erfahrungen mit dem Maserati GT2 entstand dieses Projekt mit dem Ziel, das in den letzten Jahren gewonnene technische, sportliche und operative Know-how in die GT4-Klasse einzubringen – und dabei die enge Verbindung zum neuen GranTurismo zu wahren, auf dem das Rennfahrzeug basiert. Unser Ziel ist klar: Wir wollen ein Fahrzeug entwickeln, das konkurrenzfähig, zuverlässig und für Teams und Fahrer erreichbar ist. Der Entwicklungsprozess begann gerade erst, doch wir arbeiten darauf hin, zur Saison 2028 ein Fahrzeug bereitzustellen, das auf höchstem Niveau bestehen und Erfolge erzielen kann. In einem Jahr, in dem wir das hundertjährige Jubiläum des Dreizacks und 100 Jahre Maserati im Rennsport feiern, ist Project GT4 ein weiterer Baustein unserer Sportstrategie und unterstreicht die Entschlossenheit der Marke, weiter in den internationalen Motorsport zu investieren.“Projekt GT4 wurde ins Leben gerufen, um die Verbindung zwischen Rennstrecke und Straße zu stärken – ganz im Sinne der Philosophie von Maserati, die einen kontinuierlicher Austausch von Fachwissen, technischen Lösungen und Know-how zwischen Rennsport und Serienproduktion einschließt. Das Fahrzeug ergänzt das Portfolio neben dem Maserati GT2, der seit 2023 eine feste Größe im GT2-Rennsport ist, sowie dem MCXtrema. Letzterer richtet sich an einen exklusiven Kundenkreis, der sein Können auf der Rennstrecke unter Beweis stellen will.
Projekt GT4 basiert auf der Architektur des neuen GranTurismo. Das in Modena entwickelte und von den Erfahrungen mit dem Maserati GT2 inspirierte Fahrzeug vereint Leistung, italienisches Design und technologische Innovation. Es profitiert direkt von den technischen Verbesserungen und stilistischen Weiterentwicklungen der neuen Modellgeneration und überträgt deren herausragende Eigenschaften auf die Rennstrecke. Die Integration rennsportspezifischer Komponenten ergänzt und akzentuiert die neue Frontpartie, wobei die stilistische Kontinuität zum Straßenfahrzeug gewahrt bleibt.
Antriebsstrang und Karosserie des Maserati Project GT4 wurden direkt vom Straßenfahrzeug abgeleitet. Das beweist, wie nahtlos sich die Architektur des GranTurismo von der Straße auf die Rennstrecke übertragen lässt. Es trägt dazu bei, die Kosten für Betrieb und Wartung – ein zentraler Aspekt bei einem Rennfahrzeug – in Grenzen zu halten. Die Aerodynamik-Komponenten wurden nach rein funktionalen Kriterien entwickelt und fügen sich harmonisch in das Gesamtbild ein. Der Innenraum bewahrt die charakteristischen Merkmale der Armaturentafel, setzt jedoch auf eine Konfiguration, die auf maximale Ergonomie und Effizienz auf der Rennstrecke ausgelegt ist.
Die eingesetzte Technologie profitiert von den Erfahrungen, die mit dem Maserati GT2 auf der Rennstrecke gesammelt wurden. Das gewonnene Know-how in den Bereichen Abstimmung, Kalibrierung, Zuverlässigkeit und Leistung bildet ein solides Fundament. In die Entwicklung des Fahrzeugs floss außerdem das Fachwissen von Maserati Corse ein sowie die Erfahrung von Andrea Bertolini, Chef-Testfahrer von Maserati und mehrfacher GT1-Weltmeister.
Project GT4 nutzt den Nettuno 3,0-Liter-V6-Motor in Front-Längsanordnung, der über eine aus der Formel 1 abgeleitete Vorkammer-Verbrennungstechnologie verfügt. Das direkt bei Maserati gefertigte Triebwerk hat seine Vielseitigkeit, Robustheit und sein Entwicklungspotenzial auf der Rennstrecke bereits unter Beweis gestellt und erreicht in spezifischen Anwendungen eine Leistung von über 515 kW (700 PS). Das Fahrzeug besitzt Hinterradantrieb, ein direkt vom GranTurismo Trofeo abgeleitetes Fahrwerk mit einstellbaren Stoßdämpfern und Stabilisatoren sowie eine Gewichtsreduzierung von rund 400 Kilogramm gegenüber dem Straßenmodell, basierend auf einer hochoptimierten Aluminium-Plattform. Zu den speziellen Rennsportkomponenten gehören ein Frontsplitter, eine auf erhöhten Abtrieb optimierte Aerodynamik, Dive Planes vorne, eine Motorhaube mit zusätzlichen Öffnungen, eine Rennbremsanlage mit verstärkter Kühlung, ein Überrollkäfig, homologierte Sitze und Tanks sowie 18-Zoll-Räder gemäß GT4-Reglement.
Wie jeder Maserati verbindet auch Project GT4 das Streben nach Leistung mit stilistischer Raffinesse – das Ergebnis der engen Zusammenarbeit zwischen der Technikabteilung und dem Maserati Centro Stile. In diesem für die Marke so bedeutenden Jahr zeigt Maserati das Fahrzeug anlässlich seiner Enthüllung in Goodwood in einer speziellen Lackierung. Das Design zeichnet sich durch einen großen Dreizack aus, der sich vom Dach bis zum Heck erstreckt, ergänzt durch 100 kleine, in Blau gehaltene Dreizack-Symbole. Die weiße Frontpartie erinnert an einige der legendärsten Rennwagen von Maserati aus der Vergangenheit, etwa an den 420M/58 Eldorado, und interpretiert dieses Erbe mit modernem Flair neu. Die Farben Blau und Gelb verweisen zudem auf die Stadt Modena und unterstreichen, dass das Fahrzeug vollständig im Herzen des italienischen Motor Valley entworfen und entwickelt wurde.
Mit dem neuen Projekt wird Maserati einen bedeutenden Baustein zur Rennsportwelt beisteuern und zugleich seine Standards durch eine gezielte Stärkung der Präsenz im aktuellen GT-Umfeld weiter anheben. Die internationale GT4-Klasse zählt zu den am schnellsten wachsenden Segmenten im Gran-Turismo-Rennsport.
Bereits im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts spielte die Marke eine führende Rolle im GT-Rennsport, etwa mit dem legendären MC12, der die GT1-Ära dominierte. Nun strebt Maserati danach, an diese Erfolge in der GT4-Klasse anzuknüpfen – sei es mit dem aktuellen Maserati GranTurismo GT4 oder dem früheren, auf dem GranSport basierenden Maserati Trofeo Light GT4. Mit der Enthüllung von Project GT4 in Goodwood begleitet Maserati die jüngste Einführung der neuen Modellpalette und fügt einen weiteren Baustein zur Entwicklungsstrategie der Marke hinzu.







