Marco Antonelli gründete sein eigenes Rennteam 1993 unter dem Namen Antonelli Motorsport. Heute tritt die Mannschaft unter dem Namen AKM Motorsport im Kartsport, Formelsport und GT Sport an. Seit 2019 setzt das Team in verschiedenen GT-Meisterschaften Mercedes-AMG Rennfahrzeuge aus Affalterbach ein – unter anderem in der International GT Open, der Italian GT Championship und der GT Winter Series. Marco Antonelli selbst bestritt bislang 14 Rennen mit einem Mercedes-AMG GT3. In Imola erreicht AKM Motorsport einen besonderen Meilenstein: den 250. Renneinsatz mit einem Mercedes-AMG GT3. Aus diesem Anlass hat Marco Antonelli an unserer Rubrik „Drei Fragen an“ teilgenommen.
Marco, Du hast vor mehr als 30 Jahren Dein eigenes Rennteam gegründet. Was hat Dich damals zu diesem Schritt bewogen, und siehst Du Dich heute eher als den besseren Rennfahrer oder den besseren Teamchef?
„Ich würde sagen, es war eine ganz natürliche Entwicklung. Mein ganzes Leben lang war ich immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Ich war nur um Haaresbreite davon entfernt, Profirennfahrer zu werden. Irgendwann entschied ich mich jedoch, mein eigenes Team zu gründen. Angefangen haben wir 1993 mit einem Peugeot 106. Zunächst waren wir im Tourenwagensport aktiv, bevor wir später in die World Touring Car Championship (WTCC) wechselten. 2007 folgte schließlich der Schritt in den GT Sport. Seit 2019 setzen wir in verschiedenen Rennserien auf Mercedes-AMG Rennfahrzeuge, hauptsächlich den GT3. Darüber hinaus haben wir aber auch Mercedes-AMG GT2- und Mercedes-AMG GT4-Fahrzeuge. Ich spreche nicht gerne über mich selbst, aber ich denke, dass ich sowohl als Fahrer als auch als Teamchef gute Ergebnisse erzielt habe.“Warum hast Du Dich 2019 für eine Partnerschaft mit Mercedes-AMG entschieden?
„Wann immer ich GT-Rennen verfolgt habe, ist mir aufgefallen, dass Mercedes-AMG Fahrzeuge sowohl mit Profi- als auch mit Amateurfahrern konstant schnell und konkurrenzfähig waren. Mir wurde schnell klar, dass sich die Fahrzeuge sehr gut und einfach fahren lassen – genau das macht sie für den Kundensport so attraktiv. Mercedes-AMG Motorsport bietet eine hervorragende Balance zwischen Performance und Betriebskosten. Gleichzeitig gehört der Customer Racing Support weltweit zu den besten. Ich habe im Laufe der Jahre mit vielen verschiedenen Herstellern zusammengearbeitet und kann das mit voller Überzeugung sagen.“Wie siehst Du den GT Sport heute, insbesondere für junge Fahrer?
„Ich bin überzeugt, dass der GT Sport eine sehr große Zukunft hat. Zu viele Fahrer aus dem Formelsport sehen den GT Sport noch immer als das letzte Kapitel ihrer Karriere. Dabei müssen sie verstehen, dass er vielmehr der Beginn einer erfolgreichen Profikarriere sein kann. Ich bin ein großer Supporter von GT-Förderprogrammen. Jeder Hersteller sollte über ein eigenes Academy-Programm verfügen oder in ein bestehendes investieren, um junge Fahrer zu fördern, sie im GT Sport weiterzuentwickeln und echte Talente zu identifizieren.“Zum Abschluss fragten wir Marco Antonelli noch nach seinem größten persönlichen Traum für die Zukunft. Seine Antwort: „Eines Tages gemeinsam mit meinem Sohn Kimi ein Rennen zu bestreiten, wäre für mich ein wahr gewordener Traum.“
Kimi Antonelli bestritt 2023 zwei Rennen für das Team seines Vaters und feierte mit dem Mercedes-AMG GT3 direkt einen Sieg in der Italian GT Championship.





