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Rallye WM
12.03.2026

Solberg setzt sich beim verregneten Safari-Auftakt ab

Oliver Solberg hat am Donnerstagnachmittag bei der Safari Rallye Kenia die frühe Führung übernommen. Der Schwede kam mit den schwierigen Bedingungen am besten zurecht und beendete die Auftaktetappe mit einem deutlichen Vorsprung. Starker Regen verwandelte die erste Wertungsprüfung nahe Naivasha in eine schlammige Herausforderung. Die 24,35 Kilometer lange Prüfung Camp Moran erwies sich dabei als entscheidend. Oliver Solberg kam mit den schwierigen Bedingungen am besten zurecht und führte seinen Toyota GR Yaris Rally1 zu einem Vorsprung von fast einer halben Minute auf Teamkollege Elfyn Evans.

Der Schwede gab zu, dass die Bedingungen zu den unberechenbarsten gehörten, die er je erlebt hat. „Es war schon ein echtes Abenteuer“, sagte Solberg im Ziel. „Ich war etwas überrascht über die großen Abstände. Ich habe einfach versucht, einen Rhythmus zu finden und die Strecke zu lesen. Manchmal war es trocken und plötzlich hinter der nächsten Kurve wieder komplett nass.“

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Evans überstand eine besonders schwierige Prüfung und behauptete Rang zwei. Der Waliser verlor auf der Strecke seine Scheibenwaschflüssigkeit und hatte dadurch große Sichtprobleme, als Schlamm die Windschutzscheibe bedeckte. Erst ein später Regenschauer spülte den Schmutz teilweise wieder weg.

Der neunmalige Weltmeister Sébastien Ogier beendete die ersten beiden Prüfungen auf Rang drei, allerdings bereits mehr als eine Minute hinter der Spitze. Zuvor hatte er gewarnt, dass die wechselhaften Bedingungen zu großen Zeitunterschieden führen könnten.

Auch an anderer Stelle im Feld gab es Probleme. Takamoto Katsuta verlor vor der ersten Prüfung die Verbindung seiner Gegensprechanlage. Beifahrer Aaron Johnston musste deshalb mit Handzeichen arbeiten. Trotzdem lag das Duo am Ende nur 10,2 Sekunden hinter Ogier auf Rang vier. Teamkollege Sami Pajari folgte mit fast einer Minute Rückstand dahinter.

Für das Team Hyundai Motorsport begann die Rallye hingegen schwierig. Alle drei Hyundai i20 N Rally1 kämpften auf der zweiten Wertungsprüfung mit Überhitzungsproblemen, nachdem dicker Schlamm die Kühler verstopft hatte.

„Die Bedingungen waren extrem schwierig“, erklärte der auf Rang sechs liegende Thierry Neuville. „Eigentlich fehlen einem am Ende die Worte, um das zu beschreiben. Wir hatten zudem keine gute Startposition auf der Strecke und haben dadurch viel Zeit verloren.“
 
Hinzu kamen technische Probleme: „Auf der letzten Prüfung ist der Motor überhitzt. Ich glaube, alle drei Hyundai hatten dieses Problem – der Kühler war komplett mit Schlamm zugesetzt. Ich habe noch versucht, ihn vor der Prüfung zu reinigen, aber es war einfach zu viel Dreck darauf.“

Für eine positive Überraschung sorgte Jon Armstrong im M-Sport Ford World Rally Team. Bei seinem ersten Schottereinsatz mit einem Ford Puma Rally1 belegte der Ire Rang sieben und beschrieb die erste Prüfung schlicht als „nur Schlamm, Schlamm und noch mehr Schlamm“.

Teamkollege Josh McErlean hatte dagegen mit technischen Problemen zu kämpfen. Aufgrund steigender Wassertemperaturen auf der zweiten Wertungsprüfung fiel er bis auf Rang 14 zurück.

Die beiden Hyundai Motorsport-Piloten Adrien Fourmaux und Esapekka Lappi belegten die Plätze acht und neun. Die Top-Ten komplettierte Gus Greensmith, der gleichzeitig die WRC2-Wertung anführt – bei seinem ersten Einsatz mit einem Toyota GR Yaris Rally2.
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