Rallye WM
24.04.2026
Sébastien Ogier führt Toyota-Fünffachsieg an
Der neunfache Weltmeister war auf beiden gefahrenen Bergprüfungen der Schnellste und baute einen Vorsprung von 5,9 Sekunden auf Teamkollege Sami Pajari auf. Elfyn Evans folgte mit nur 0,1 Sekunden Rückstand auf Rang drei.
Oliver Solberg komplettierte die Top Vier mit 6,5 Sekunden Rückstand auf die Spitze, während der Führende vom Donnerstagabend, Takamoto Katsuta, im Toyota GR Yaris Rally1 auf Rang fünf zurückfiel.
Der Freitag begann mit der 13,13 Kilometer langen Prüfung Valleseco–Artenara, auf der Ogier Solberg um 0,5 Sekunden schlug und damit die Gesamtführung übernahm. Auf der anschließenden 21,70 Kilometer langen Wertungsprüfung Mogán–La Aldea baute er seinen Vorsprung weiter aus und distanzierte Evans um 4,2 Sekunden.
Trotz der Bestzeit auf beiden Prüfungen zeigte sich Ogier nicht vollständig zufrieden: „Die Kurven sind mit dem Toyota sehr gut, aber ich bin ehrlich gesagt noch nicht ganz glücklich mit dem Auto – oder vielleicht mit den Reifen. Es gibt noch etwas Untersteuern.“ Die zweite geplante Prüfung des Vormittags, Tejeda–San Mateo, wurde vor dem Start abgesagt. Die Teilnehmer wurden stattdessen direkt zur nächsten Wertungsprüfung umgeleitet.
Für Hyundai verlief der Vormittag deutlich schwieriger. Dani Sordo war als Sechster bester Fahrer im i20 N Rally1 bei seinem ersten WRC-Einsatz der Saison, bereits 19,2 Sekunden hinter der Spitze. Adrien Fourmaux und Thierry Neuville folgten auf den Plätzen sieben und acht, jeweils mit mehr als 26 Sekunden Rückstand.
Neuville zeigte sich besonders unzufrieden: „Die Toyota-Fahrer können die Ideallinie perfekt nutzen – ich nicht. Auf den letzten vier Kilometern habe ich das Vertrauen in die Vorderachse verloren.“
Für M-Sport Ford lag Josh McErlean nach solidem Beginn auf Rang neun. Teamkollege Jon Armstrong verlor auf der vierten Prüfung Zeit, als er einen Notausgang nutzte, und fiel auf Rang elf zurück.
Die Top-Ten komplettierte Yohan Rossel, der gleichzeitig die WRC2-Wertung anführte. Der Lancia-Pilot war auf Mogán–La Aldea 10,1 Sekunden schneller als sein Bruder Léo Rossel und baute seinen Vorsprung in der Klasse auf 10,4 Sekunden aus.





