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Rallye WM
15.09.2026

Rallye Chile Bio Bío: Škoda-Pilot Robert Virves gewinnt WRC2-Challenger-Titel

Robert Virves und Beifahrer Jakko Viilo haben mit dem zweiten Platz bei der Rallye Chile Bio Bío nicht nur ihren Vorsprung in der WRC2-Gesamtwertung ausgebaut. Das Ergebnis ermöglichte ihnen außerdem, den zwölften Lauf der FIA Rallye-Weltmeisterschaft als neue Champions der WRC2-Challenger-Wertung* abzuschließen.

Da in Chile gerade der Übergang vom südamerikanischen Winter zum Frühling stattfindet, stellte das Wetter die WRC2-Crews vor zusätzliche Herausforderungen. Während der Eröffnungsetappe am Freitag wechselte der Untergrund auf den Wertungsprüfungen rund um Concepción von regennassem Schlamm am Morgen zu zunehmend trockenem und abrasivem Schotter am Nachmittag.

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Die Gesamtführenden der WRC2, Robert Virves und Beifahrer Jakko Viilo, hatten einen schwierigen Start bei ihrem Debüt bei der Rallye Chile Bio Bío. „Irgendetwas funktioniert nicht, ich weiß nicht, was. Ich habe versucht zu fahren. Aber irgendwie schaffe ich es einfach nicht, Geschwindigkeit aufzunehmen“, wunderte sich Robert Virves. Am Ende der zweiten Etappe lag der Škoda Fabia RS Rally2 auf dem zweiten Platz in der WRC2. Der Rückstand auf die späteren Sieger Yohan Rossel/Arnaud Dunand betrug jedoch fast eine Minute. „Ich habe dieses Wochenende wirklich Probleme mit dem Fahren. Irgendwie bekomme ich einfach kein Gefühl dafür“, gab Robert Virves zu. Der 26-jährige Este entschied sich für eine kluge Herangehensweise und ging keine unnötigen Risiken ein. „Unser Ziel unterscheidet sich ein wenig von dem der Crews um uns herum. Wir müssen Punkte sammeln.“

Bis Freitag und fast den ganzen Samstag über hatten ihre neuen Toksport WRT-Teamkollegen Taylor Gill und Beifahrer Daniel Brkic einen engen Kampf mit Gus Greensmith/Jonas Andersson ausgetragen. „Großartig. Diese Wertungsprüfungen ähneln denen, die wir aus Australien gewohnt sind“, sagte Taylor Gill. Als sich beim Škoda Fabia RS Rally2-Duo auf der vorletzten Wertungsprüfung der zweiten Etappe Reifenbelag ablöste, war das Duell mit den britisch-schwedischen Gegnern entschieden. „Wir sind zehn Kilometer damit gefahren. Das gehört zum Lernprozess dazu“, erklärte Taylor Gill den Zeitverlust von mehr als 30 Sekunden.

Nachdem sie vor zwei Wochen bei der Rallye Paraguay den vierten Platz in der WRC2 belegt hatten, feierten die Australier nun erneut genau denselben Platz. „Es ist einfach unglaublich“, strahlte Taylor Gill nach drei Wettkampftagen. „Der Škoda Fabia RS Rally2 lässt sich auf diesen Straßen wunderbar fahren. Wir haben so viel Spaß. Es ist großartig, mit Fahrern mithalten zu können, die schon seit Jahren in der WRC2 unterwegs sind.“

Auch im Lager des Teams CBTech Rally herrschte beste Laune. Lokalmatador Jorge Martínez Fontena und sein argentinischer Beifahrer Rubén García brachten ihren Škoda Fabia RS Rally2 auf dem fünften Platz in der WRC2 ins Ziel. Der Sieg im WRC Masters Cup ging an Miguel Granados aus Mexiko und seinen spanischen Beifahrer Marc Martí. Mit diesem Ergebnis wahrte die Škoda Fabia RS Rally2-Crew ihre Chancen auf die Titelverteidigung in der Meisterschaft für Fahrer über 50 Jahre.

Leider erreichten der Paraguayer Fabrizio ‚Fau‘ Zaldívar und sein italienischer Beifahrer Marcelo Der Ohannesian das Ziel nicht. Sie mussten ihren vom Team MZR Paraguay eingesetzten Škoda Fabia RS Rally2 bereits auf der ersten Etappe aus dem Rennen nehmen, nachdem sich das Fahrzeug überschlagen hatte.

Letztendlich zahlte sich die besonnene Herangehensweise von Robert Virves aus. Er und sein Beifahrer Jakko Viilo erreichten als Zweite in der WRC2 das Ziel. „Das ist zumindest etwas. Unser Fokus liegt auf dem WRC2-Titel. Was die Punkte angeht, ist es nicht allzu schlecht. Danke an Toksport WRT für die harte Arbeit“, kommentierte Robert Virves. Die estnische Škoda Fabia RS Rally2-Crew baute jedoch nicht nur ihren Vorsprung in der WRC2-Fahrer- und Beifahrerwertung aus. Sie sicherte sich auch beide WRC2-Challenger-Titel, wobei noch zwei weitere Rallyes auf dem Kalender stehen*.

Nach zwei Läufen in Südamerika kehrt die FIA Rallye-Weltmeisterschaft nach Europa zurück. Die nächste Veranstaltung ist die Rallye Italien Sardinien vom 1. bis 4. Oktober 2026.
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