Rallye WM
16.03.2026
Historischer WRC-Sieg bei der Safari Rallye Kenya
Katsuta ist der zweite japanische Fahrer, der einen WM-Lauf gewinnt – nach Kenjiro Shinozuka, der 1991 und 1992 die Rallye Côte d’Ivoire auf afrikanischem Boden für sich entschied. Außerdem ist er der zweite japanische Safari-Sieger nach Yoshio Fujimoto, der 1995 mit Toyota triumphierte, als die Veranstaltung Teil des 2-Liter-World-Rally-Cups war.
Obwohl die Safari als eine der anspruchsvollsten Rallyes der Welt gilt, hat Katsuta dort stets stark abgeliefert. Drei Podiumsplätze aus fünf Starts – darunter sein erster WRC-Podestplatz 2021 – belegen dies. Im vergangenen Jahr endeten seine Hoffnungen auf ein weiteres Podium jedoch in einem späten Ausfall.
Nach seinem zweiten Platz bei der Rallye Schweden im vergangenen Monat ging Katsuta mit Rückenwind in die diesjährige Safari-Ausgabe. Der Start verlief solide, doch am Freitagnachmittag verlor er durch zwei Reifenschäden viel Zeit. Er fiel auf Gesamtrang sieben zurück – fast zwei Minuten hinter der Spitze.
Katsuta gab jedoch nicht auf. Er konzentrierte sich darauf, die extrem anspruchsvolle Samstagsetappe ohne Probleme zu überstehen. Und tatsächlich: Während andere Fahrer – darunter auch seine bis dahin führenden Teamkollegen – auf den schlammigen und steinigen Prüfungen Probleme bekamen, arbeitete sich Katsuta nach vorn und erreichte die Mittagsservicezone als Gesamtführender. Bis zum Sonntagmorgen baute er seinen Vorsprung auf 1:25,5 Minuten vor Adrien Fourmaux (Hyundai) aus und verwaltete ihn anschließend souverän über die letzten vier Prüfungen ins Ziel. Am Ende gewann er mit 27,4 Sekunden Vorsprung.
Für Katsuta ist dieser Triumph der Höhepunkt eines langen Weges, der 2015 begann, als der ehemalige Rundstreckenpilot mit nur wenig Rallyeerfahrung in das Toyota Gazoo Racing WRC Challenge Program aufgenommen wurde.
Sein Sieg ist der sechste Safari-Erfolg für TGR-WRT in ebenso vielen Anläufen seit der Rückkehr der Rallye in den WM-Kalender 2021 und gleichzeitig Toyotas 14. Safari-Erfolg – ein neuer Rekord.
Elfyn Evans führt die Fahrerwertung weiterhin an, acht Punkte vor Solberg und elf vor Katsuta. Durch die maximalen Sonntagszähler bleibt Toyota mit 43 Punkten Vorsprung an der Spitze der Herstellerwertung.





