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Rallye WM
21.07.2026

Estland-Rallye: Zweiter WRC2-Heimsieg für Robert Virves und Jakko Viilo

Drei von drei: Nach ihren WRC2-Siegen bei der Safari-Rallye Kenia und der Akropolis-Rallye Griechenland gewannen Robert Virves und sein Beifahrer Jakko Viilo auch bei der Estland-Rallye – ihrem erst dritten nominierten Lauf in der Saison – die Kategorie. Mit einem Škoda Fabia RS Rally2 des Teams Toksport WRT führten die Lokalmatadoren bei ihrem Heimrennen ab der zweiten Wertungsprüfung die WRC2 an.

Die Estland-Rallye, die in Tartu, der zweitgrößten Stadt des Landes, ausgetragen wurde, ist eine der schnellsten Schotterrallyes in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft. Die 18 Wertungsprüfungen führten über breite, flüssige Waldstraßen mit zahlreichen großen Sprüngen sowie über engere, langsamere Abschnitte. Aufgrund des komprimierten Zeitplans der diesjährigen Veranstaltung fand am Donnerstag nicht das übliche Warm-up statt. Stattdessen wurden der Shakedown sowie alle sieben Wertungsprüfungen auf den Freitag gepackt.

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Mikko Heikkilä und sein Beifahrer Kristian Temonen waren die schnellste WRC2-Crew, die an den Start ging. Der Škoda Fabia RS Rally2 des Teams TGS Worldwide führte nach der ersten Wertungsprüfung die Zeitliste an. Doch schon wenige Kilometer später wurden die Finnen von der estnischen Crew Robert Virves und Jakko Viilo überholt. Die Lokalmatadoren setzten sich mit ihrem von Toksport WRT eingesetzten Škoda Fabia RS Rally2 nach der zweiten Wertungsprüfung an die Spitze der Kategorie und gaben diese Führung nicht mehr ab.

Doch für das einzige Team im WRC2-Feld mit einer 100-prozentigen Siegquote war es kein Spaziergang. Nach rund 100 Sonderprüfungskilometern am Freitag trennten die sechs besten Teams in der WRC2 nur zehn Sekunden. Emil Lindholm und sein Beifahrer Gabriel Morales, die sich den zweiten Škoda Fabia RS Rally2 von Toksport WRT teilten, lagen mit nur 7,8 Sekunden Rückstand auf dem fünften Platz. Mikko Heikkilä/Kristian Temonen folgten auf Platz sechs, dicht gefolgt von Patrick Enok und seinem Beifahrer Silver Simm im Škoda Fabia RS Rally2 des Teams Printsport.

Der Renntag am Samstag mit weiteren rund 150 Wertungskilometern änderte an der Situation nichts Wesentliches. Robert Virves und Beifahrer Jakko Viilo verteidigten ihre Führung in der WRC2 durch drei weitere gewonnene Sonderprüfungen. Unterdessen kletterten sowohl das finnisch-brasilianische Duo Emil Lindholm/Gabriel Morales als auch Mikko Heikkilä und Beifahrer Kristian Temonen jeweils um einen Platz nach vorn. Neu im Geschehen waren die amtierenden WRC-Junioren-Champions Mille Johansson und Johan Grönvall. Die schwedische Škoda Crew vom Team MS Munaretto überholte Patrick Enok und Silver Simm und belegte damit den sechsten Platz. Der sechste Škoda Fabia RS Rally2 in den Top-10 der WRC2 war ein weiteres Auto von TGS Worldwide. Lauri Joona und Beifahrer Antti Linnaketo erreichten das Tagesziel als Achte in der WRC2.

Robert Virves und Beifahrer Jakko Viilo verteidigten ihre Führung auch während der beiden Wertungsprüfungen am Sonntag und feierten ihren dritten WRC2-Saisonsieg. „Wahnsinn! Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Das war definitiv die bisher schwierigste Rallye meiner Karriere. Wir haben von Anfang bis Ende alles gegeben. Das ist die erste WRC-Rallye, die meine Tochter erlebt. Daher gab es für uns keine andere Option als zu gewinnen. Ein riesiges Dankeschön an Toksport WRT für eine weitere makellose Veranstaltung“, strahlte Robert Virves auf dem Podium. Es war der zweite WRC2-Heimsieg in Folge für das Duo.

Mit ihrem dritten Sieg bei ebenso vielen WRC2-Rennen kletterten Robert Virves und Jakko Viilo auf den zweiten Platz in der Gesamtwertung der Fahrer und Beifahrer. Der Sieg – und der zehnte Platz im Gesamtklassement – brachte ihnen zudem ein Preisgeld von 25.000 Euro vom WRC-Promoter als bestplatzierte estnische Teilnehmer ein.

Robert Virves/Jakko Viilo waren bei ihrem Heimspiel die bestplatzierte von fünf Škoda Fabia RS Rally2-Crews, die in die Top-10 der WRC2-Kategorie fuhren. Emil Lindholm/Gabriel Morales belegten den vierten Platz, gefolgt von Mille Johansson/Johan Grönvall auf Rang fünf. Patrick Enok/Silver Simm belegten den sechsten Platz und Lauri Joona/Antti Linnaketo rundeten mit dem siebten Platz die starken Ergebnisse der tschechischen Marke ab.

Mikko Heikkilä und Kristian Temonen hatten am Sonntagmorgen Pech: Die Finnen mussten aufgeben, nachdem bei einer harten Landung nach einem der großen Sprünge ein Stoßdämpfer gebrochen war. Auch Jan Solans und Beifahrer Rodrigo Sanjuán, die mit der Hoffnung auf einen Spitzenplatz nach Estland gekommen waren, konnten keine Punkte holen. Die Spanier überschlugen sich mit ihrem vom Team PH.Ph eingesetzten Škoda Fabia RS Rally2 während der dritten Wertungsprüfung.
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