Rallye WM
02.06.2026
Škoda-Pilot Emil Lindholm sammelt WM-Punkte
Die Asphaltprüfungen der Rallye Japan verfügen über einen ganz eigenen Charakter. Die einzige WRC-Veranstaltung in Asien findet in den Präfekturen Aichi und Gifu in der Nähe der Stadt Nagoya statt und bietet schmale, kurvenreiche Straßen, die oft von Leitplanken, Abgründen oder dichtem Baumbewuchs gesäumt sind. Der relativ niedrige Grip-Niveau steigert die Herausforderung nochmals. Alles andere als ideal für einen Fahrer aus Finnland, der sich eher auf schnellen und flüssigen Schotterpisten zu Hause fühlt.
„Viele langsame Kurven hintereinander. Ich finde keinen Rhythmus, der Grip ändert sich ständig. Ich kämpfe mich mehr oder weniger nur durch“, gab Emil Lindholm nach den ersten Prüfungen zu. Der ehemalige WRC2-Champion und sein brasilianischer Beifahrer Gabriel Morales fanden sich mit ihrem Škoda Fabia RS Rally2 am Freitagabend nur auf dem fünften Platz in der WRC2 wieder. Die Etappen am Samstag und Sonntag erwiesen sich als ebenso anspruchsvoll. „Wir hatten Probleme mit dem Aufschrieb. Wenn du vor jeder Kurve zögerst, verlierst du viele Sekunden. Es ist eine fantastische Rallye, aber anspruchsvoll“, fasste Emil Lindholm zusammen.
Aufgrund des Ausfalls eines vor ihnen platzierten Konkurrenten rückten sie schließlich auf den vierten WRC2-Platz vor. Zwölf Meisterschaftspunkte für Emil Lindholm in der WRC2-Fahrerwertung und für Gabriel Morales in der Beifahrerwertung stellen nur einen kleinen Trost dar. „Dieses Ergebnis war nicht das, wofür wir hierhergekommen sind. Aber schließlich müssen wir froh sein, heil angekommen zu sein“, sagte Emil Lindholm nach der Zieldurchfahrt.
Das Gleiche galt für Osamu Fukunaga und Beifahrerin Misako Saida. Die japanischen Veteranen traten in einem Škoda Fabia RS Rally2 des Teams Three Five Motorsport an. Ihr Ziel war es, Punkte in der WRC Masters Cup-Wertung zu sammeln, die Fahrern ab 50 Jahren vorbehalten ist. Ein durch einen kleinen Ausritt verursachter Aufhängungsschaden zwang sie jedoch am Samstag zur Aufgabe. Mit repariertem Auto startete das Duo am Sonntag zur letzten Tagesetappe und belegte den fünften Platz in der Masters Cup-Kategorie und den zehnten Rang in der WRC2.
Die Rallye Japan war die letzte Asphaltveranstaltung der FIA Rallye-Weltmeisterschaft 2026. Die Akropolis-Rallye Griechenland (25.–28. Juni) markiert den Beginn von sieben aufeinanderfolgenden Schotter-Events, die die zweite Saisonhälfte bilden.





