Rallye Dakar
04.01.2026
Al-Rajhi/Gottschalk mit frustrierender "Dakar"-Etappe zu Beginn
Dabei gereit die Suche nach einem Wegpunkt zum großen Knackpunkt – Yazeed Al-Rajhi und Timo Gottschalk waren sich nicht einig über die einzuschlagende Richtung, schlugen gemeinsam den falschen Weg ein und verpassten so einen obligatorisch anzusteuernden Wegpunkt: 15 Minuten Straftzeit plus eine weitere für das einmalige Überschreiten des Tempolimits. Damit liegen Sie nun bereits 28 Minuten und 52 Sekunden hinter den Tagessiegern und ersten Gesamtführenden Guillaume de Mévius/Matthieu Baumel (BEL/FRA, Mini).
Die erste Etappe der Rallye Dakar in einer Schleife rund um Yanbu bildete eine ausgewogene Prüfung, die ohne große Herausforderungen begann und flüssiges zu fahren war. Auf überwiegend Sand und Schotter wechselten sich schnelle und sehr schnelle Passagen in Canyons mit technischeren Abschnitten ab, die sich durch die jüngsten Regenfälle verschlechtert hatten. Bei der Navigation erforderten zahlreiche Canyonwechsel und Wadis erhöhte Aufmerksamkeit. Im weiteren Verlauf führten breitere, schnellere Wadis, kurze Dünenpassagen abseits der Piste sowie ein letzter anspruchsvoller Canyon vor dem Ziel zu einem insgesamt hohen, aber konstanten Renntempo, bei dem Wachsamkeit entscheidend blieb.
Ab Montag folgen zwölf weitere Etappen, die die Gelegenheit geben, verlorenen Boden gutzumachen. Noch liegen 4.534 WP-Kilometer und damit 93,7 Prozent der Distanz vor den Teilnehmern.
Yazeed Al-Rajhi: „An einer unübersichtlichen Stelle mit vielen Canyons haben wir uns für den falschen entschieden, obwohl Timo den richtigen Riecher hatte. Wir wollten es aber dennoch probieren. Dank des Staubs der Konkurrenten haben wir zurück auf die richtige Route gefunden – allerdings zu spät. Kein idealer Start in die Rallye Dakar und ein herber Zeitverlust!“
Timo Gottschalk: „Wir hatten früh zwei Reifenschäden, bevor wir an einer kniffligen Stelle den falschen Canyon genommen haben. Zwar waren wir bald wieder zurück auf der richtigen Route, hatten aber leider den übernächsten Wegpunkt validiert und damit uns die Strafe eingefangen. Kein guter Start, aber es liegt noch viel Terrain vor uns und aufgegeben wird ganz sicher nicht. Wir werden versuchen, auf den kommenden zwölf Etappen so viel Boden wie möglich gut zu machen!“





