Rallye DM
27.04.2026
Mohe und Lieber nach Fahrt im „Rallye-Irrgarten” auf Rang fünf
Allerdings kamen zwei Wertungsprüfungen im sogenannten „Rallye-Irrgarten“ auf dem IVG-Gelände – einem ehemaligen Munitionsdepot – dem heckgetriebenen Fahrzeug im Duell mit den Turbo-Allradlern der Konkurrenz nicht entgegen. Nach insgesamt 13 Prüfungen über 153 gezeitete Kilometer beendeten Mohe und Lieber die Rallye auf Rang fünf, was ohne die Berücksichtigung von Gaststartern Platz drei in der DRM-Wertung bedeutet.
„Mit der Performance bin ich ganz zufrieden, mit dem Ergebnis nicht“, zeigte sich Mohe selbstkritisch. „Im Lauf der Rallye habe ich mir zwei Dreher und einen Verbremser erlaubt, die uns gut 40 Sekunden gekostet haben – das nehme ich auf meine Kappe.“
Die „Sulingen“ hatte für den Porsche mit der Startnummer 9 sehr gut begonnen: Nach zwei Gesamtbestzeiten behaupteten Mohe und Lieber die Spitze. Fast hätten sie am Ende der Freitags-Etappe auch als Rallye- Führende übernachtet, ihr Rückstand auf den amtierenden DRM-Champion Marijan Griebel betrug nur zwei Zehntelsekunden. Dies konnte das Rallye-Paar am Samstagmorgen noch einmal zu ihren Gunsten korrigieren, dann jedoch stand die erste Passage der 23,25 Kilometer langen „Eickhofer Heide“ auf dem Programm.
„Die unheimlich engen, sehr unebenen und mitunter extrem rutschigen Wege in dem IVG-Gelände kommen dem Porsche gar nicht entgegen“, so Mohe. „Dort verlieren wir pro Kilometer fast eine Sekunde – das wussten wir und haben dort lieber versucht, den Neunelfer zu schonen. Tatsächlich sind wir erneut ohne jedes technische Problem durchgekommen. Insgesamt konnten wir uns seit dem Saisonauftakt im Erzgebirge deutlich verbessern. Da hat auch das intensive Studium unserer Onboard-Aufnahmen Früchte getragen. Speziell die Bremspunkte passen jetzt viel besser, dabei ist es schon unglaublich, wie spät wir mit den weichen Reifen bei Tempo 200 verzögern können!“
Insgesamt ist Carsten Mohe mit dem Start in die neue DRM-Saison zufrieden. „Auch dank der zweitbesten Zeit in der sogenannten ,Power-Stage‘ haben wir in Sulingen wertvolle Punkte sammelt. Ehrlich gesagt hatten wir gar nicht damit gerechnet, so weit vorne mitkämpfen und vier Gesamtbestzeiten fahren zu können – was ich aber auch meiner Copilotin verdanke. Selbst im IVG-Gelände hat sich Andrea keinen Fehler erlaubt, obwohl die Prüfungen dort für Beifahrer zur maximalen Herausforderung zählen. Unser Lernprozess mit dem bärenstarken Porsche, der im Grenzbereich schon tricky sein kann, geht weiter. Der Speed passt, jetzt müssen wir nur noch an der Konstanz arbeiten und das Ergebnis auch ins Ziel bringen.“





