ROTAX MAX Euro Trophy
15.03.2026
Reifenpoker entscheidet RMC Euro Trophy in Cremona
Im Feld der Minis ging es abwechslungsreich zur Sache: Nachdem der Brite Joshua Cooke (KR-Sport) die Trainingsbestzeit markiert hatte, bestimmte der Belgier Mik Klinkers (Bouvin Power) das Geschehen in den Heats. Im Prefinale meldete sich dann Austin Oman (Kartshop.ch) aus dem Vereinigten Königreich zu Wort, indem er mit einem Sieg die Pole-Position für das Finale eroberte. Auch im Hauptrennen lag er trotz zahlreicher Kämpfe auf Siegkurs, geriet dann aber in eine Kollision mit Klinkers. Profiteur war James Roots (Dan Holland Racing), der vor Joshua Cooke und Logan Rolfe (KR-Sport) einen britischen Dreifachsieg ins Ziel führte. Eine Zeitstrafe wegen eines unsportlichen Manövers kostete Roots im Nachhinein aber den Sieg, den folglich Cooke erben sollte.
Die Junioren standen den Minis in Sachen Ausgeglichenheit in nichts nach. Majus Mazinas (KR Sport) aus Litauen bestimmte das Tempo im Zeittraining, der Brite Emerson MacAndrew-Uren (Dan Holland Racing) die Vorläufe, der Schweizer Rares Pascu (Dan Holland Racing) sowie Albert Friend (Dan Holland Racing) aus Großbritannien die Prefinals. Entsprechend offen war die Favoritenfrage im Finale. Und hier sollte sich mit Kai Clarke (Strawberry Racing) ein weiterer Name ins Spiel bringen. Von Rang drei ins Rennen gegangen übernahm er früh die Spitze und verteidigte diese über einen Großteil der Distanz. Als einsetzender Regen zum vorzeitigen Rennende durch die rote Flagge führte, durfte der Brite vor dem Tschechen Zdenek Babicek (Dan Holland Racing) und dem Briten Lucca Holmes-Balac (Strawberry Racing) jubeln. Doch die Freude währte nicht lang. Eine Zeitstrafe warf den vermeintlichen Sieger im Nachhinein auf P8 zurück, wodurch Babicek als neuer Sieger feierte.
Im 110-köpfigen Feld der Senioren gaben die Briten Macauley Bishop (Dan Holland Racing) und Scott Marsch (Strawberry Racing) die Pace in der Qualifikationsphase an, indem sie sich an der Spitze von Qualifying, Heats und Prefinale abwechselten, wobei Marsch letztlich als Pole-Sitter für das Finale hervorging. Doch zum Hauptrennen wurden die Karten neu gemischt. Regenschauer stellten die Piloten vor die Qual der Wahl der richtigen Reifen. Während ein Großteil auf Slicks setzte, pokerte Slowene Nik Trobec (KSB Racing Team) und vertraute auf Regenreifen – für den von Platz drei gestarteten Kosmic-Fahrer die richtige Entscheidung. Er übernahm schnell die Führung und gewann mit rund zwei Sekunden Vorsprung vor dem Dänen Tobias Norman (RS Competiton) und dem Briten Jack West (MLC Motorsport), die ebenfalls auf profilierte Pneus vertraut hatten und das Rennen als 32. und 26. in Angriff genommen hatten. Nach dem Rennen wurden insgesamt 13 Fahrer nachträglich disqualifiziert, weil sie laut Rennleitung die blaue Flagge mit rotem Kreuz ignoriert hatten.
Die DD2-Klasse stand ganz im Zeichen von Michael Rosina (MKC Motorsport). Der Italiener musste sich bei seinem Heimspiel nur im Qualifying dem Franzosen Hugo Dupont (GKART53) geschlagen geben, bevor er Heats, Prefinale und das Finale für sich entschied. Die Ehrenplätze gingen an Landsmann Leonardo Baccaglini (Schepers Racing Service) und den Tschechen Jakub Bezel (Kraft Motorsport). Bester DD2-Masters-Pilot wurde einmal mehr Nicolas Picot (Sodi) aus Frankreich.
Unter deutscher Flagge waren acht Piloten in Cremona am Start. Bei den Junioren gelang Kimi Mey und Julian Dümmer (beide Kraft Motorsport) der Sprung ins Final. Dort konnte Mey als Neunter ein beachtliches Ergebnis erzielen, während Dümmer vorzeitig die Segel streichen musste und als 30. Gewertet wurde. Der Dritte im Bunde, Emir Siadowska (3G Racing), verpasste den Finaleinzug.
Bei den Senioren konnten die Deutschen überzeugen: Austin Lee (Kraft Motorsport) wurde im Reifenpoke-Finale bester Slick-Pilot auf Rang vier und auch Sebastian Koch (DAEMS Racing) konnte als Elfter ein starkes Ergebnis einfahren. Im Nachhinein wurden die beiden aber disqualifiziert, weil auch sie laut Rennleitung die angsprochenen Flaggensignale ignoriert haben sollen. Ihre Landsleute Noah Jansen (3G Racing) und Boris Markovic (Tony Kart) schafften es nicht ins Finale.
Der Deutsche DD2-Solist Ben Kaminski (3G Racing) komplettierte das Abschneiden der Deutschen als 17. im Finale der Schaltkarts.
Die zweite Runde verspricht aus deutscher Sicht ein echtes Highlight zu werden: Zur Saisonhalbzeit gastiert die RMC Euro Trophy vom 1. bis 3. Mai 2026 in Wackersdorf, sodass mit einer hohen deutschen Beteiligung zu rechnen sein wird.





