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ROTAX MAX Euro Trophy
09.09.2026

RMC Euro Trophy vor großem Finale in Trinec – Titelkämpfe gehen in die Entscheidung

Die Rotax MAX Challenge Euro Trophy 2026 biegt auf die Zielgerade ein. Vom 9. bis 13. September 2026 gastiert die internationale Rotax-Elite zum vierten und letzten Saisonlauf auf dem Steel Ring in Trinec (CZ). Nach den Stationen in Cremona, Wackersdorf und Genk fallen in Tschechien die Entscheidungen in den Meisterschaften der Junioren, Senioren, DD2 und DD2 Masters. Insgesamt sind 187 Fahrerinnen und Fahrer für das Finale gemeldet – 35 Mini, 42 Junior, 78 Senior, 16 DD2, zwei DD2 Masters sowie 14 Teilnehmer in den beiden E20-Gastklassen.

Die Saison hatte im März mit einem gewaltigen Feld von 227 Teilnehmern in Cremona begonnen. Es folgten 207 Starter beim deutschen Gastspiel in Wackersdorf und 216 Fahrer aus 39 Nationen in Genk. Spätestens dort hatte sich der Kampf um die Titel deutlich zugespitzt.

Junioren: Babicek reist als klarer Spitzenreiter an

Die beste Ausgangslage bei den Junioren hat Zdenek Babicek (CZ / TEPZ Racing Team). Der Tscheche führt die Tabelle vor dem Finale mit 463 Punkten an und hat damit 37 Zähler Vorsprung auf Rares Pascu (CH / Dan Holland Racing) mit 426 Punkten. Dahinter folgen Martin Soltys (SK / KRK Racing) mit 415, Sebastian Clark (GB / KR Sport) mit 404 und Albert Friend (GB / Dan Holland Racing) mit 401 Punkten.

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Babicek hat sich seine Favoritenrolle mit bemerkenswerter Konstanz erarbeitet. Schon beim Auftakt in Cremona erbte er nach einer Zeitstrafe gegen den ursprünglichen Sieger den Finalsieg. In Wackersdorf legte er nach und gewann erneut. In Genk musste er sich zwar Finlay Lines und Albert Friend geschlagen geben, sammelte als Dritter aber erneut wichtige Punkte.

Pascu und Soltys befinden sich vor Trinec allerdings noch in Schlagdistanz. Gerade Soltys bewies in Wackersdorf mit der Bestzeit im Qualifying und Rang zwei im Finale, dass er jederzeit ganz vorne mitfahren kann. Friend wiederum zeigte in Genk ein besonders starkes Wochenende und wurde Zweiter. Damit ist die Junioren-Meisterschaft trotz Babiceks komfortabler Führung noch nicht entschieden.

Senioren: Reuvers unter Druck von Lloyd und Gilbert

Noch enger präsentiert sich die Situation bei den Senioren. Jeremy Reuvers (ES / Karting Club Campillos) führt mit 434 Punkten, doch Freddie Lloyd (GB / Evolution Racing) liegt mit 418 Zählern nur 16 Punkte zurück. Auch Lewis Gilbert (GB / Potenza Racing Engines) ist mit 403 Punkten weiterhin voll im Titelrennen. Dahinter folgen Bran Vanderveken (BE / Bouvin Power) mit 388 und Macauley Bishop (GB / Dan Holland Racing) mit 371 Punkten.

Reuvers war über weite Strecken der Saison der prägende Fahrer der Senior-Klasse. In Wackersdorf dominierte er das Wochenende nahezu vollständig und erbte nach einer Strafe gegen Gilbert den Finalsieg. Auch in Genk bestimmte der Spanier zunächst das Geschehen, musste sich im Finale aber in der letzten Runde Freddie Lloyd geschlagen geben.

Damit reist Lloyd mit Rückenwind nach Trinec. Gilbert darf ebenfalls keinesfalls abgeschrieben werden: Bereits in Wackersdorf überquerte er als Erster die Ziellinie, ehe ihn eine Spoilerstrafe zurückwarf. Im mit 78 Fahrern erneut stärksten Feld des Wochenendes dürfte schon jeder Punktverlust im Qualifying oder in den Vorläufen große Auswirkungen auf den Titelkampf haben.

DD2: Bezel auf Pole-Position im Titelrennen

In der DD2 führt kein Weg an Jakub Bezel (CZ / Kraft Motorsport) vorbei. Der amtierende Spitzenreiter kommt mit 474 Punkten zum Heimrennen nach Tschechien. Sein erster Verfolger ist Leonardo Baccaglini (IT / Schepers Racing Service) mit 444 Punkten, gefolgt von Patryk Donica (PL / Birel Art by KSB) mit 430 Zählern. William Norbaek (DK / RS Competition) liegt bei 409, Ragnar Veerus (EE / Kartletix) bei 400 Punkten.

Bezel steigerte sich im Saisonverlauf kontinuierlich. Beim Auftakt in Cremona wurde er Dritter. Schon in Wackersdorf folgte der erste Sieg, ehe er in Genk erneut triumphierte und damit seine Tabellenführung weiter ausbaute.

Für Baccaglini und Donica ist die Ausgangslage dennoch offen genug, um den Spitzenreiter unter Druck zu setzen. Besonders Donica zeigte in Genk mit der Trainingsbestzeit, der Führung nach den Heats und Rang zwei im Finale, dass er das Tempo für den Sieg besitzt.

DD2 Masters: Picot gegen Notarfrancesco

Bei den DD2 Masters läuft alles auf ein Duell hinaus. Nicolas Picot (FR / Nicolas Picot) führt mit 489 Punkten vor Dimo Notarfrancesco (CH / Kartteam Meier) mit 460 Punkten. Der Abstand beträgt damit lediglich 29 Zähler.

Picot dominierte die ersten beiden Veranstaltungen und war auch beim Auftakt in Cremona sowie in Wackersdorf der beste Masters-Pilot. In Genk riss seine Siegesserie jedoch: Dort nutzte Notarfrancesco die Gelegenheit und gewann, während Picot nur Vierter wurde. Damit hat der Schweizer den Titelkampf rechtzeitig vor dem Finale noch einmal geöffnet.

Mit lediglich zwei gemeldeten DD2-Masters-Fahrern in Trinec wird das Finale zum direkten Duell zwischen den beiden Titelanwärtern.

Minis ohne Meisterschaft – trotzdem stark besetzt

Auch die Mini-Klasse ist mit 35 Teilnehmern wieder stark besetzt. Eine Meisterschaft wird in dieser Kategorie aus reglementbedingten Gründen jedoch nicht ausgefahren. Entsprechend geht es in Trinec allein um den prestigeträchtigen Tagessieg bzw. ein weiteres Weltfinalticket.

Ein Name sticht dabei besonders hervor: Joshua Cooke (GB / KR Sport) gewann bereits die Finals in Cremona, Wackersdorf und Genk und ist damit auch beim Saisonabschluss einer der klaren Favoriten.

Deutsche Fahrer wollen Saison versöhnlich abschließen

Das deutsche Aufgebot fällt in Trinec überschaubar aus. Bei den Minis tritt Tim Hansler (DE / Kraft Motorsport) an, der in Genk als 21. ins Ziel gekommen war. In der Junior-Klasse vertritt Kimi Mey (DE / Kraft Motorsport) die deutschen Farben. Mey liegt vor dem Finale mit 283 Punkten auf Rang 18 der Meisterschaft.

Bei den Senioren stehen mit Sebastian Koch (DE / Daems Racing Team) und Austin Lee (DE / Strawberry Racing) zwei Deutsche auf der Meldeliste. Lee rangiert mit 303 Punkten auf Tabellenplatz zwölf, Koch mit 212 Punkten auf Rang 28.

Gerade für die beiden Senioren verlief die Saison bislang wechselhaft. In Cremona überzeugten Lee und Koch zunächst mit den Plätzen vier und elf, wurden später jedoch disqualifiziert. Beim Heimspiel in Wackersdorf schieden beide vorzeitig aus. In Genk kämpfte sich Lee nach Rang 68 im Qualifying noch bis auf Platz 16 nach vorne, während Koch den Finaleinzug verpasste.

In der DD2 ist diesmal kein deutscher Fahrer gemeldet. Dafür greift Roman Jager (DE / RS Competition) in der E20 Masters ins Lenkrad.

E20 als Gastklasse mit Grand-Finals-Tickets

Zusätzliche Spannung bringt der zweite Saisonauftritt der elektrischen Rotax E20. Die E20 Senior und E20 Masters sind in Trinec Gastklassen und Bestandteil keiner Meisterschaftswertung. Sportlich geht es dennoch um viel: Die jeweiligen Sieger können sich ein Ticket für die Rotax MAX Challenge Grand Finals 2026 in Portimão sichern.

Entscheidung am Sonntag

Nach freien Trainings am Mittwoch und Donnerstag beginnt am Freitagmittag mit dem Qualifying die entscheidende Phase des Wochenendes. Anschließend folgen die ersten Heats, die am Samstag fortgesetzt werden.

Am Sonntag wird es ernst: Ab 10:20 Uhr stehen die Prefinals auf dem Programm. Das DD2/DD2-Masters-Finale beginnt um 13:45 Uhr, E20 folgt um 14:15 Uhr und die Minis um 14:45 Uhr. Um 15:15 Uhr fällt die Entscheidung bei den Junioren, ehe um 15:45 Uhr das Senior-Finale den Schlusspunkt unter die RMC Euro Trophy 2026 setzt.

Nach drei abwechslungsreichen Saisonstationen ist damit alles angerichtet für ein spannendes Finale. Babicek, Reuvers, Bezel und Picot reisen als Tabellenführer nach Trinec – doch gerade bei den Senioren und DD2 Masters sind die Abstände klein genug, um die Titelentscheidung bis in die letzten Runden des Jahres offenzuhalten.

Alle Infos, Live-Timing und Live-Stream gibt es im Web unter www.rotaxmaxchallenge-eurotrophy.com.
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