ROTAX MAX Euro Trophy
28.06.2026
RMC Euro Trophy läutet heiße Phase in Genk (BE) ein
Das Teilnehmerfeld verteilte sich auf die Kategorien Mini, Junior, Senior, DD2, DD2 Masters sowie die elektrischen Klassen E20 Junior und E20 Senior. Vor allem in den besonders stark besetzten Junior- und Senior-Klassen rückte die Titelentscheidung zunehmend in den Fokus. Entsprechend hoch war die Bedeutung der in Genk vergebenen Punkte, die bereits richtungsweisend für den Ausgang der Meisterschaft waren.
Bei den Minis setzte Oscar Kenney (Hunter Motorsport) die Bestzeit im Qualifying, wurde aber schon nach den Heats vom britischen Landsmann Sebastian Bearman (Sam Pollitt Racing) an der Spitze abgelöst. Letztgenannter gewann auch das Prefinale und durfte im Hauptrennen von der Pole-Position aus ins Rennen gehen. Diesen Vorteil konnte Bearman allerdings nicht ummünzen. Diesmal war es der von Platz drei gestartete Joshua Cooke (KR Sport), der das Rennen vor seinen Landsleuten Oscar Kenney (Hunter Motorsport) und Charlie Page (Kosmic) gewann. Das Vereinigte Königreich belegte die ersten 15 Positionen. Der Deutsche Tim Hansler (Kraft Motorsport) wurde 21.
Zu einem Duell entwickelte sich das Wochenende bei den Junioren. Die Briten Finlay Lines (Kosmic) und Albert Friend (Dan Holland Racing) wechselten sich von Session zu Session mit der Führungsarbeit ab. Hatte Lines im Qualifying die Nase vorn, konterte Friend nach den Heats, bevor beide im Anschluss jeweils ihr Prefinale gewannen. Die Pole-Position ging schließlich an Friend, der aber im Finale wiederum Lines Platz eins überlassen musste. Friend musste sich als Zweiter vor dem Tschechen Zdenek Babicek (Dan Holland Racing) geschlagen geben. Bester Deutscher wurde Kimi Mey (alle Kraft Motorsport) als 23. vor Teamkollege Philipp Hansler auf P26 und Emir Siadkowska (3G Racing) auf P33.
Tabellenführer Jeremy Reuvers (Karting Club Campillos) gab von Anfang an den Ton bei den Senioren an. Der Bestzeit im Qualifying ließ er fünf Siege in den Heats folgen. Da konnte er Platz zwei im Prefinale verkraften und sich dennoch die Pole-Position für das Finale sichern. Hier musste der Spanier aber das Zepter abtreten und sich mit Platz zwei hinter dem Briten Freddie Lloyd (Evolution Racing) knapp geschlagen geben. Dritter wurde der Brite Macauley Bishop (Dan Holland Racing). Für Deutschland holte Austin Lee (Strawberry Racing) die Kohlen aus dem Feuer. Zwar reichte es letztlich nur zu Platz 16, aber nach dem 68. Rang im Qualifying war damit nicht unbedingt zu rechnen. Seine Landsleute Noah Janssen (3G-Racing), Sebastian Koch (Daems Racing Team) und Jan Schwarzer (Von der Heide Motorsport) verpassten den Finaleinzug im 98-köpfigen Feld.
In der DD2-Klasse eröffnete Patryk Donica (Birelart by KSB) das Wochenende mit der Trainingsbestzeit. Auch nach den Vorläufen hielt der Pole die Spitzenposition, bevor sich im Prefinale Tabellenführer Jakub Bezel (Kraft Motorsport) zu Wort meldete und mit dem Sieg die Pole-Position für das Finale eroberte. Im Hauptrennen ließ der Tscheche dann nichts anbrennen und gewann vor Donica und dem Dänen William Kristensen (RS Competition). Der Deutsche Ben Kaminski (3G Racing) schied im Rennverlauf aus. Sieger der Masters-Wertung wurde Dimo Notarfrancesco (Kartteam Meier), der damit die Siegesserie von Nicolas Picot brechen konnte, der als Vierter sogar das Podium verpasste.
In den E20-Klassen gingen die Siege an den Spanier Marcos De Dios (Sodi) bei den Senioren und den Belgier Carl Cleirbaut (Bouvin Power) in der Masters-Wertung.
Jetzt steht für die Rotax MAX Challenge Euro Trophy eine längere Pause an. Erst vom 11. bis 13. September 2026 geht es weiter. Dann reist der Tross isn tschechische Trinec zum großen Saisonfinale.





