Sonntag, 11. Oktober 2026
MXL täglich aktuell
Motorsport XLDas Motorsport MagazinShopAbo Abonnement
ROTAX MAX Euro Trophy
13.09.2026

RMC Euro Trophy 2026: Titelentscheidungen beim Saisonfinale in Trinec

Vom 9. bis 13. September 2026 stand der Steel Ring im tschechischen Trinec ganz im Zeichen des Saisonfinales der Rotax MAX Challenge Euro Trophy. Für die vierte und letzte Veranstaltung waren 172 Teilnehmer registriert: 31 Mini MAX, 39 Junior MAX, 73 Senior MAX, 16 DD2, zwei DD2 Masters sowie neun E20 Senior und zwei E20 Masters. Während bei den Junioren, Senioren und den beiden DD2-Klassen die Meisterschaft entschieden wurde, bestritten die Minis und E20-Fahrer den Czech Euro Cup ohne saisonübergreifende Titelvergabe. Besonders spannend endete die Senior-Meisterschaft: Hier standen die beiden Erstplatzierten nach dem letzten Rennen punktgleich an der Spitze.

Mini MAX: Austin Oman gewinnt vor Logan Rolfe und Joshua Cooke

Das Qualifying der 31 Minis entschied Cees Muijs (NL / Sodikart) mit einer Bestzeit von 1:13,163 Minuten für sich. Jan Wozniak (PL / KRZ Motorsport) und Joshua Cooke (GB / KR Sport) belegten die weiteren Top-3-Positionen. In den Heats verschoben sich die Kräfteverhältnisse zugunsten von Austin Oman (GB / Sam Pollitt Racing). Mit zwei dritten Plätzen und einem Sieg setzte er sich vor Muijs und Teddy Murphy (GB / Sam Pollitt Racing) an die Spitze der Zwischenwertung.

Am Sonntag bestätigte Oman seine Form mit dem Sieg im Prefinale vor Logan Rolfe (GB / KR Sport) und Cooke. In der kombinierten Wertung aus Heats und Prefinale blieb Oman damit vor Muijs an erster Stelle, während Rolfe auf Rang drei vorrückte. Auch im zehn Runden langen Finale ließ sich Oman den Erfolg nicht nehmen: Mit 0,607 Sekunden Vorsprung auf Rolfe gewann er den Czech Euro Cup. Cooke komplettierte das rein britische Podium, Muijs musste sich mit Platz vier begnügen. Ein Euro-Trophy-Saisontitel wurde bei den Minis reglementsbedingt nicht vergeben.

Junior MAX: Zdenek Babicek krönt seine Saison mit einem Heimsieg

Bei den 39 Junioren führte Sebastian Clark (GB / KR Sport) die zusammengeführte Qualifying-Wertung vor Emerson MacAndrew-Uren (GB / Dan Holland Racing) und Leo Gonzalez (CH / MKC Motorsport) an. In den Vorläufen übernahm MacAndrew-Uren mit zwei Siegen und einem zweiten Platz die Führung. Dahinter folgten Zdenek Babicek (CZ / TEPZ Racing Team), der ebenfalls zwei Heats gewann, und Branislav Rentka (SK / KRK Racing).

Anzeige
Das Prefinale A gewann MacAndrew-Uren vor Rentka und Luca Holmes-Balac (GB / Dan Holland Racing). Im Prefinale B setzte sich Babicek knapp gegen Martin Soltys (SK / KRK Racing) durch; Majus Mazinas (LT / KR Sport) wurde Dritter. An der Spitze des Gesamtrankings änderte sich dadurch nichts: MacAndrew-Uren führte weiterhin vor Babicek und Rentka.

Im Finale übernahm Babicek in der vierten Runde die Führung von MacAndrew-Uren und setzte sich anschließend deutlich ab. Nach 15 Runden gewann der Lokalmatador mit 6,308 Sekunden Vorsprung auf den Briten. Soltys arbeitete sich von Startplatz neun auf Rang drei nach vorn. Damit verabschiedete sich Babicek zugleich als Junior-MAX-Champion aus der Saison: Mit 625 Punkten lag er klar vor Soltys mit 560 und Clark mit 544 Zählern.

Senior MAX: Geraghty gewinnt das Finale, Reuvers den Titel

Mit 73 Teilnehmern stellten die Senioren das größte Feld. Freddie Lloyd (GB / Evolution Racing) sicherte sich im zusammengeführten Qualifying Rang eins vor Dovydas Gudelevicius (LT / Kraft Motorsport) und Lewis Gilbert (GB / Potenza Racing Engines). Nach den Heats behauptete Lloyd die Führung vor dem punktgleichen Gilbert. Macauley Bishop (GB / Dan Holland Racing) folgte auf Platz drei.

Im Prefinale A setzte sich Mehdi Lassoued (FR / Sodikart) vor Bran Vanderveken (BE / Bouvin Power) und Mathias Kjellerup (DK / KR Sport) durch. Das Prefinale B gewann Gilbert vor Cian Geraghty (GB / Strawberry Racing) und Tobias Normann (DK / RS Competition). Die kombinierte Wertung führte anschließend Gilbert vor Geraghty und Ties van Wijk (NL / Dan Holland Racing) an. Lloyd fiel dagegen auf Rang elf zurück.

Das Finale entschied Geraghty für sich. Nach einem kurzen Führungswechsel mit Gilbert setzte er sich ab Runde vier dauerhaft an die Spitze. Lloyd kämpfte sich von Startplatz elf bis auf Rang zwei vor und verpasste den Sieg um lediglich 0,435 Sekunden. Lassoued komplettierte das Podium, während Gilbert als Sechster ins Ziel kam.

Die Meisterschaft ging dennoch an Jeremy Reuvers (ES / Karting Club Campillos), dem im letzten Finale Rang 13 genügte. In der offiziellen Endabrechnung wurde er mit 557 Punkten vor dem punktgleichen Gilbert als Champion geführt. Lloyd beendete die Saison mit 546 Zählern auf dem dritten Gesamtrang.

DD2: Jakub Bezel holt Finalsieg und Meisterschaft

In der DD2-Klasse setzte Lenn Nijs (BE / Schepers Racing Service) mit 1:07,548 Minuten die Qualifying-Bestzeit. Patryk Donica (PL / Birel Art by KSB) und Jakub Bezel (CZ / Kraft Motorsport) folgten innerhalb der Klasse auf den Plätzen zwei und drei. Auch nach den Heats lag dieses Trio in derselben Reihenfolge vorn: Nijs gewann zwei Vorläufe und führte mit drei Strafpunkten vor Donica mit sechs und Bezel mit acht.

Im Prefinale schlug Bezel zurück und gewann vor Donica und Leonardo Baccaglini (IT / Schepers Racing Service). Für die Führung im kombinierten Ranking reichte das allerdings noch nicht: Dort behauptete sich Nijs vor Donica und Bezel. Erst im Finale übernahm Bezel in Runde drei die Spitze und gab sie bis zur Zielflagge nicht mehr ab. Baccaglini wurde mit 0,912 Sekunden Rückstand Zweiter. Donica fiel durch eine Fünfsekundenstrafe wegen der Frontverkleidung hinter den Italiener zurück, blieb aber Dritter.

Mit seinem Heimsieg unterstrich Bezel seinen Meisterschaftserfolg. Er beendete die Saison mit 634 Punkten vor Baccaglini mit 593 und Donica mit 584 Zählern. Damit entsprach das Podium des letzten Rennens zugleich den Top-3 der Gesamtwertung.

DD2 Masters: Nicolas Picot bleibt das Maß der Dinge

Bei den DD2 Masters trafen Nicolas Picot (FR / Sodikart) und Dimo Notarfrancesco (CH / Kartteam Meier) aufeinander. Picot setzte im Qualifying ein deutliches Zeichen: Als Zweiter des gemeinsamen DD2-Feldes lag er klar vor seinem einzigen Klassenkonkurrenten. Auch nach den Heats, im Prefinale und im anschließenden Gesamtranking blieb der Franzose jeweils vor Notarfrancesco.

Im Finale bestätigte Picot diese Reihenfolge. Trotz einer Fünfsekundenstrafe wegen der Frontverkleidung gewann er die Masters-Wertung als Achter des gemeinsamen Feldes. Notarfrancesco, ebenfalls mit fünf Strafsekunden belegt, wurde Gesamt-16. und Zweiter seiner Klasse. Picot sicherte sich mit 654 Punkten den Meistertitel vor Notarfrancesco mit 616 Zählern.

E20 Senior: Adam Szabo siegt nach Strafe gegen Pinheiro

Im Qualifying der Elektroklasse war Lucas Pinheiro (PT) mit 1:09,817 Minuten der Schnellste. Hinter ihm reihten sich Adam Szabo (HU) und Akos Madaras (HU / KMS Europe) ein. Nach den drei Heats führte Szabo vor dem punktgleichen Madaras und Pinheiro. Im Prefinale drehte Madaras die Reihenfolge an der Spitze um: Er gewann vor Szabo und Pinheiro und übernahm damit auch Platz eins im kombinierten Ranking vor seinen beiden Verfolgern.

Das Finale erhielt seine entscheidende Wendung durch eine Zeitstrafe. Pinheiro übernahm zwei Runden vor Schluss die Führung und überquerte die Ziellinie als Erster, fiel wegen einer nicht korrekt positionierten Frontverkleidung jedoch auf Rang fünf zurück. Den Sieg erbte Szabo vor Kristian Beke (SK / NS-Motorsport), der nur 0,238 Sekunden zurücklag. Antoni Kugacz (PL / Blue Racing) komplettierte die Top-3. Madaras wurde Sechster. Ein saisonübergreifender Meistertitel wurde in der E20-Klasse nicht vergeben.

E20 Masters: Gaston Di Bella setzt sich gegen Roman Jager durch

Das Duell der beiden E20-Masters-Piloten begann mit einem Vorteil für Roman Jager (DE / RS Competition). Im Qualifying und nach den Heats lag er vor Gaston Di Bella (AR). Im Prefinale setzte sich dagegen Di Bella vor den Deutschen. In der kombinierten Wertung blieb Jager aufgrund seiner besseren Heatbilanz dennoch vorn: Er belegte Gesamtrang zehn vor Di Bella auf Platz elf.

Im Finale hatte Di Bella erneut die Nase vorn und gewann die Masters-Wertung als Gesamtneunter. Jager wurde Gesamtzehnter und Zweiter seiner Klasse; wegen einer Bewegung vor dem Startsignal erhielt er zusätzlich fünf Strafsekunden. Auch bei den E20 Masters ging es ausschließlich um den Erfolg beim Czech Euro Cup, nicht um einen Saisontitel.

Deutsche Teilnehmer: Austin Lee in den Top-10, Kimi Mey mit Aufholjagd

Fünf deutsche Fahrer waren beim Saisonfinale vertreten. Bei den Senioren erzielte Austin Lee (Strawberry Racing) mit Platz zehn das beste deutsche Ergebnis im großen Teilnehmerfeld. Nach Rang 13 im Qualifying lag er sowohl nach den Heats als auch nach den Prefinalrennen auf Position zehn, die er im Finale bestätigte. Sebastian Koch (Daems Racing Team) überzeugte zunächst mit Qualifying-Rang sechs. Über Platz 16 nach den Heats und den Prefinalrennen ging es für ihn im Finale auf Position 20. Die Meisterschaft beendeten Lee und Koch ebenfalls auf den Rängen zehn und 20.

Kimi Mey (Kraft Motorsport) steigerte sich bei den Junioren im entscheidenden Rennen deutlich. Auf Platz 23 im Qualifying folgten Rang 34 nach den Heats und Position 32 nach den Prefinalrennen. Im Finale machte er 14 Plätze gut und wurde 18.; in der Meisterschaft belegte er Rang 17. Mini-Pilot Tim Hansler (Kraft Motorsport) arbeitete sich von Qualifying-Platz 25 auf Rang 18 nach den Heats vor und hielt diese Position auch im Ranking nach dem Prefinale. Das Finale beendete er als 27. Roman Jager ergänzte das deutsche Aufgebot mit dem zweiten Platz bei den E20 Masters.
Anzeige