ROTAX MAX Challenge
10.03.2026
Sebastian Koch fährt mit Willensstärke und Ruhe aufs Podium
Bei dem hochkarätig besetzten Rennen mit 67 Fahrern aus 20 Nationen ging es für den Youngster des belgischen DAEMS Racing Teams vor allem darum, sich weiter in der internationalen Spitze zu etablieren. Nach seinem dominanten Sieg beim RMC Germany Wintercup in Kerpen vor zwei Wochen sollte der Italien-Ausflug zur Standortbestimmung werden.
Und der Plan ging auf. Mit einer disziplinierten und geduldigen Leistung qualifizierte sich Koch im Qualifying für Startplatz 15 – eine solide Basis für die folgenden Läufe. In den Heats zeigte er seine Stärke: Von Startplatz 7 kämpfte er sich auf Rang 5 nach vorne, im zweiten Lauf von P8 auf P4.
Nur im dritten Vorlauf passierte ihm ein kleiner Patzer: Zu forsch im Überholmanöver, kassierte er eine Drei-Sekunden-Strafe, die ihn im Klassement zurückwarf. Am Ende stand Platz 9 für das Finale zu Buche. Doch der Fehler nagte an ihm. „Der Stachel der Strafe sass tief“, so Sebastian. Wiedergutmachung war angesagt.
Was dann folgte, war eine Demonstration seines eisernen Willens. Schon in der ersten Runde des Finals packte Koch eine furiose Aufholjagd aus und katapultierte sich mit sechs überholten Kontrahenten auf den dritten Rang. Diese Position verteidigte er fortan mit einer stoischen Ruhe. Er ließ sich nichts mehr nehmen und fuhr sein Podest souverän nach Hause.
Hinter dem siegreichen Schweizer Tino Sidler und dem Österreicher Luca Schlegl komplettierte Koch somit ein rein deutschsprachiges Podium – ein seltener Anblick auf internationalem Niveau. Für den Meerbuscher ist der dritte Platz in Italien aber mehr als nur eine Trophäe: Es ist der Beweis, dass er mit seiner Mischung aus Disziplin, Kampfgeist und mentaler Stärke bereit ist für die ganz große Bühne. Bestens gerüstet geht er nun in das Rennen zur RMC Euro Trophy, das bereits am kommenden Wochenende an gleicher Stelle stattfindet.





