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ROTAX MAX Challenge
12.07.2026

Halbzeit in der RMC Germany: Spannung garantiert für die zweite Saisonhälfte

Drei Veranstaltungen liegen hinter der Rotax MAX Challenge Germany 2026 – und schon jetzt lässt sich festhalten: Die 26. Saison der größten deutschen Single-Brand-Kartrennserie hält, was sie versprochen hat. Rekordstarterfelder, packende Rennen, wechselnde Sieger und zahlreiche Titelkandidaten sorgen dafür, dass in allen fünf Klassen noch alles offen ist. Nach den Rennwochenenden in Wackersdorf, Kerpen und Mülsen biegt die Meisterschaft nun in ihre entscheidende Phase ein.
Foto-Rückblick: Bildergalerie RMC Germany in Wackersdorf
 
Bereits der Saisonauftakt im Prokart Raceland Wackersdorf setzte neue Maßstäbe. Gemeinsam mit der Rotax MAX Challenge Austria und der RMC SSC entstand eines der größten Rotax-Events der vergangenen Jahre. Mehr als 240 Fahrerinnen und Fahrer sorgten für volle Starterfelder und unterstrichen eindrucksvoll die Attraktivität der Serie. Auch wenn die Teilnehmerzahlen bei den anschließenden Veranstaltungen in Kerpen und Mülsen wieder auf das übliche Niveau von rund 120 bis 130 Startern zurückgingen, blieb das sportliche Niveau durchweg hoch. Kaum eine Klasse entwickelte frühzeitig einen klaren Favoriten – stattdessen wechselten sich unterschiedliche Sieger ab und zahlreiche Titelanwärter empfahlen sich für den Meisterschaftskampf.
Foto-Rückblick: Bildergalerie RMC Germany in Kerpen
Besonders auffällig ist die enorme Leistungsdichte. Ob Mini, Junior, Senior oder DD2 – oftmals entschieden nur wenige Hundertstel über Pole-Positionen oder Rennsiege. Mehrere Finalrennen wurden erst in den letzten Kurven oder sogar auf der Ziellinie entschieden. Gleichzeitig sorgten wechselnde Witterungsbedingungen und unterschiedliche Reifenstrategien dafür, dass sich selbst vermeintliche Favoriten keine Fehler erlauben durften. Gerade diese Mischung macht den besonderen Reiz der diesjährigen Saison aus.

In der Mini-Klasse entwickelte sich Tim Hansler (Kraft Motorsport) zu einem der konstantesten Piloten des Feldes. Der Kraft-Motorsport-Fahrer überzeugte nicht nur mit Rennsiegen, sondern sammelte auch dann wichtige Punkte, wenn nicht alles nach Plan verlief. Seine starken Auftritte in Kerpen und Mülsen verschafften ihm die Halbzeitführung. Dennoch bleibt die Konkurrenz dicht dahinter. Fahrer wie Julius Grabow (Kraft Motorsport), Kilian Kommer (RMW Motorsport) oder Tristan Abeels (Daems Racing) haben bereits bewiesen, dass sie jederzeit um Siege kämpfen können und Hansler bis zum Finale unter Druck setzen werden.
Foto-Rückblick: Bildergalerie RMC Germany in Mülsen
Auch bei den Junioren präsentiert sich die Meisterschaft ausgesprochen ausgeglichen. Julian Dümmer (Kraft Motorsport) etablierte sich früh als einer der schnellsten Fahrer des Feldes und überzeugte insbesondere durch seine Konstanz. Gleichzeitig meldeten sich mit Gustav Christensen (RS Competition), Carlos Nees (Nees Racing), Erik Radtke (Kraft Motorsport) und weiteren Nachwuchstalenten immer wieder neue Siegkandidaten zu Wort. Das spektakuläre Fotofinish in Mülsen verdeutlichte eindrucksvoll, wie eng die Leistungsdichte in dieser Kategorie inzwischen geworden ist.

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Bei den Senioren wechselte das Momentum mehrfach. Während Andrea Remy (Kraft Motorsport) und Sebastian Koch (Daems Racing) zu den konstantesten Punktesammlern gehörten, sorgten unterschiedliche Rennverläufe, technische Probleme und wechselnde Bedingungen immer wieder für Überraschungen. Gerade diese Unberechenbarkeit dürfte die zweite Saisonhälfte besonders spannend machen, denn mehrere Fahrer befinden sich weiterhin in Schlagdistanz zur Tabellenspitze, die aktuell Tom Reger (Kraft Motorsport) sein Eigen nennen darf.

Nicht minder spannend geht es in den beiden DD2-Klassen zu. Bennet Demmler (FM Racing) konnte sich in der Schaltkart-Kategorie eine ausgezeichnete Ausgangsposition erarbeiten, musste sich seine Erfolge jedoch gegen starke Konkurrenz hart erkämpfen. Auch in der DD2 Masters zeigt sich ein ähnliches Bild. Marcel Schirmer (FM Racing) behauptete sich bislang mit großer Konstanz an der Spitze, doch die erfahrenen Konkurrenten lauern nur auf kleine Fehler des Tabellenführers.

Auffällig ist zudem die hohe Qualität der Teams. Mannschaften wie Kraft Motorsport, FM Racing, Daems Racing, RS Competition, RMW Motorsport oder Nees Racing prägen das Geschehen an der Spitze und sorgen dafür, dass sich die Fahrer auf technisch höchstem Niveau messen können. Gleichzeitig rücken immer wieder neue Talente in den Fokus, die sich mit starken Einzelleistungen für höhere Aufgaben empfehlen.

Mit drei von fünf Veranstaltungen absolviert befindet sich die Meisterschaft nun genau an der Halbzeitmarke. Die bisherigen Rennen haben gezeigt, dass Konstanz mindestens genauso wichtig ist wie einzelne Siege. Wer den Titel gewinnen möchte, muss an jedem Wochenende punkten und sich auch von Rückschlägen nicht aus der Ruhe bringen lassen.

Die Entscheidung fällt nun in Liedolsheim und beim Saisonfinale in Oschersleben. Beide Strecken stellen Fahrer und Teams noch einmal vor ganz eigene Herausforderungen und bieten reichlich Gelegenheit für Positionswechsel in der Gesamtwertung. Angesichts der bisherigen Saisonverläufe spricht vieles dafür, dass die Titelentscheidungen erst beim letzten Rennen fallen werden.

Die erste Saisonhälfte hat eindrucksvoll bewiesen, warum die Rotax MAX Challenge Germany weiterhin zu den wichtigsten Nachwuchs- und Breitensportserien im deutschen Kartsport zählt. Hohe Leistungsdichte, starke Starterfelder und spannende Rennen bilden beste Voraussetzungen für eine zweite Saisonhälfte, in der jeder Punkt über Meistertitel und Tickets für die Rotax MAX Challenge Grand Finals entscheiden kann.
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