Mit der Pole-Position für das zweite Rennen unterstrich der LMP3-Pilot seine starke Form. Ein fünfter Platz im Samstagsrennen sowie ein Ausfall am Sonntag nach einem Aufhängungsschaden verhinderten jedoch eine entsprechend große Punkteausbeute.
Bereits während der Testfahrten am Donnerstag und in den freien Trainings am Freitag präsentierte sich Pommer in Topform. Mit seinem LMP3-Prototypen bewegte er sich konstant im Spitzenfeld, belegte regelmäßig einen Platz unter den ersten Drei und markierte mehrfach die Bestzeit.
Den Höhepunkt des Wochenendes bildete das Qualifying für das zweite Rennen. Pommer setzte sich mit mehreren Zehntelsekunden Vorsprung an die Spitze und sicherte sich souverän die Pole-Position für den Sonntagslauf.
Dabei waren die Streckenbedingungen alles andere als einfach. Während im ersten Sektor viel Grip vorhanden war, erschwerte vor allem Kies im Mittelsektor die Suche nach der Ideallinie.
„Ich war mit meiner Runde nicht einmal zu 100 Prozent zufrieden und hätte vielleicht noch etwas herausholen können. Trotzdem konnten wir die Pole mit einem deutlichen Vorsprung erreichen. Unter diesen schwierigen Bedingungen war das eine wirklich starke Runde“, erklärt Pommer.
Platz fünf im ersten Rennen
Im ersten Lauf nahm Pommers Teamkollege das Rennen von Startplatz fünf auf. Nach dem Fahrerwechsel übernahm Pommer den Prototypen auf Rang sechs. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich bereits eine größere Lücke zur Spitzengruppe gebildet.
Trotz gebrauchter Reifen verkürzte er den Rückstand kontinuierlich, schloss zu zwei Konkurrenten auf, setzte ein erfolgreiches Überholmanöver und brachte das Fahrzeug schließlich auf Platz fünf ins Ziel.
„Die Fahrzeuge vor mir waren bei meinem Einstieg schon mehrere Sekunden entfernt. Mit den gebrauchten Reifen war es schwierig, noch einmal voll anzugreifen. Trotzdem konnten wir Boden gutmachen und eine Position gewinnen. Das Ergebnis war nicht perfekt, aber unter diesen Voraussetzungen war kaum mehr möglich“, bilanziert Pommer.
Aufhängungsschaden beendet mögliche Podiumsfahrt
Von der Pole-Position gestartet, kämpfte Pommer am Sonntag unmittelbar nach dem Start um die Führung. Ein Konkurrent auf der Außenseite erwischte ebenfalls einen hervorragenden Start, woraufhin Pommer die Innenbahn für die erste Kurve verteidigte.Beim Anbremsen blockierte kurzzeitig das Vorderrad. Pommer verpasste den Scheitelpunkt knapp und berührte das neben ihm fahrende Fahrzeug leicht mit der Felge. Zunächst schien der Kontakt ohne größere Folgen geblieben zu sein. Lediglich ein leicht schief stehendes Lenkrad deutete auf eine Beschädigung hin.
Trotz des beeinträchtigten Fahrverhaltens behauptete sich Pommer auf Rang zwei und blieb auf Podiumskurs. Wenige Runden später brach jedoch infolge des Kontakts die Aufhängung, wodurch das Rennen vorzeitig beendet war.
„Der Kontakt war aus meiner Sicht nicht besonders hart. Das Lenkrad stand danach etwas schief und das Auto war nicht mehr bei 100 Prozent, aber wir lagen weiterhin auf dem zweiten Platz. Deshalb bin ich überzeugt, dass ein Podium möglich gewesen wäre“, sagt Pommer.
Den Zwischenfall bewertet der erfahrene LMP3-Pilot als klassischen Rennunfall.
„Natürlich kann man im Nachhinein sagen, dass ich etwas vorsichtiger hätte sein können. Bei einem kleinen Starterfeld lohnt es sich nicht unbedingt, gleich in der ersten Kurve zu viel zu riskieren. Einen großen Fehler habe ich darin aber nicht gesehen. Wir waren nebeneinander, es kam zu einer leichten Berührung und leider hatte diese für uns schwerwiegende Folgen.“
Zuversicht vor Monza
Auch wenn die Ergebnisse das vorhandene Potenzial nicht vollständig widerspiegeln, nimmt Pommer viele positive Erkenntnisse vom Nürburgring mit. Die Pole-Position und die konstant starke Geschwindigkeit in den Trainings bestätigten, dass Fahrzeug und Fahrer zu den schnellsten im Feld gehören.„Die Pace stimmt und das Auto funktioniert wirklich gut. Jetzt muss an einem Wochenende nur einmal alles zusammenpassen. Das nötige Quäntchen Glück hat uns zuletzt gefehlt. In Monza wollen wir wieder angreifen und unsere Geschwindigkeit endlich in die entsprechenden Ergebnisse umsetzen.“





