Porsche Carrera Cup
04.05.2026
Janne Stiak fährt neuen Porsche-Streckenrekord
„Im fünften Meisterschaftslauf wollte ich unbedingt den Sieg. Die Ausgangslage war perfekt und ich war hochmotiviert. Direkt nach nur wenigen Metern wurde ich am Heck getroffen, gedreht und musste das Feld von hinten aufrollen. Das war wirklich bitter“, beschrieb der Pilot von ACI Motorsports seine Gefühlslage. Das zweite Rennen am Sonntag wurde aufgrund einer Unwetterwarnung abgesagt, sodass ihm eine weitere Chance verwehrt blieb.
Mit hoher Motivation reiste Stiak in den US-Bundesstaat Florida. Seinen Speed bestätigte er im Qualifying, in dem er sich die Pole-Position sicherte und in 1:55,721 Minuten einen neuen Streckenrekord in Miami aufstellte. „Ich bin glücklich für das Team und für mich. Wir haben nach Sebring und Long Beach sehr hart gearbeitet, weil die Ergebnisse dort nicht unseren Vorstellungen entsprachen. Im Qualifying passte endlich alles zusammen“, sagte der Niedersachse stolz nach seiner Leistung im Zeittraining.
Dass Freud und Leid oft nahe beieinander liegen, erlebte der Norddeutsche dann im Rennen. Zwar erwischte er einen starken Start in den 40-minütigen Lauf, wurde jedoch bereits in der ersten Kurve von einem Konkurrenten gedreht und fiel bis auf die 16. Position zurück. In der Folge lieferte Stiak eine beeindruckende Aufholjagd durch das Feld. Mit zahlreichen konsequenten Überholmanövern kämpfte er sich nach vorne und erreichte schließlich Rang sechs. Kurz vor Rennende kam es jedoch zu einer weiteren entscheidenden Szene: In einem intensiven Zweikampf geriet er mit einem anderem Fahrzeug aneinander, wobei sein Konkurrent dabei in die Mauer rutschte. Für die Aktion erhielt Stiak nachträglich eine Strafe, die ihn im Klassement auf den zehnten Platz zurückwarf.
Die Chance auf Wiedergutmachung am Sonntag blieb aus: Wegen angekündigter Unwetter änderte der Veranstalter den Zeitplan des F1 Grand Prix von Miami, sodass das sechste Saisonrennen des Carrera Cups nicht stattfinden konnte. Besonders bitter: Stiak hätte das Rennen von Startplatz zwei aufgenommen und damit erneut beste Chancen auf ein Topresultat besessen. „Ich muss bei diesem Event die positiven Dinge betrachten. Das Team hat mir ein großartig abgestimmtes Auto vorbereitet und damit konnte ich mein Potenzial abrufen. Über den Streckenrekord freue ich mich ganz besonders. Die Aufholjagd zeigt zudem, was möglich ist. Natürlich ist es ärgerlich, dass das Ergebnis am Ende nicht das widerspiegelt, aber genau daran will ich jetzt anknüpfen“, analysierte der Youngster kämpferisch. Die nächste Gelegenheit sich zu beweisen, erhält der Porsche-Pilot vom 25. bis 27. Juni auf der im Bundesstaat New York liegenden Rennstrecke von Watkins Glen im Rahmen der IMSA WeatherTech SportsCar Championship.





