Rennen 1: Geburtstags-Sieg für Arndt nach packendem Duell
Das erste Qualifying am Samstagmorgen fand bei strahlendem Sonnenschein, aber sehr niedrigen Asphalt-Temperaturen statt. Vor allem die nicht angetriebene Hinterachse der Fronttriebler war nur schwer auf Temperatur zu bringen. Luca Wieninger (Max Kruse Racing) fand dennoch das beste Rezept und entriss Leon Arndt (FAV Performance) in letzter Sekunde die Pole Position. Meisterschaftsleader Bradley Liebenberg (Georg Motorsport e.V.) musste nach einer Strafe statt von Rang fünf nur von Startplatz 20 ins Rennen gehen.Nach einem sauberen Start entwickelte sich schnell ein intensiver Kampf um die Führung. Arndt setzte Wieninger zunehmend unter Druck und ging nach fünf Runden vorbei. Dahinter arbeitete sich Julian Konrad (Konrad Motorsport) mit starken Manövern nach vorne, während Cedric Piro (team piro sports) und Franco Fahrbach (Max Kruse Racing) ebenfalls in den mehrköpfigen Kampf an der Spitze eingriffen.
Vier Minuten vor Schluss schlug Gabriel Kraus (a-workx Motorsport by KATANA Tools) eingangs der Start-Ziel-Geraden heftig in die Streckenbegrenzung ein. Kraus blieb dank des starken Sicherheitskonzeptes des VW Polo GTI Cup unverletzt, konnte aber das Wochenende aufgrund des Fahrzeugschadens nicht fortsetzen.
Nach Full Course Yellow und anschließender Safety-Car-Phase wurde das Rennen neutralisiert beendet. Arndt feierte ausgerechnet an seinem 20. Geburtstag den Sieg vor Wieninger und Konrad. Franco Fahrbach wurde Vierter vor Piro. Liebenberg betrieb von Startplatz 20 eine starke Schadensbegrenzung und arbeitete sich bis auf Rang sieben vor. Tyler Robinson (Team TumaMotorsport) wurde als Achte beste Dame, Robert Rausch (Gravity Racing) holte mit Platz zehn sein erstes Top-Ten-Ergebnis.
Leon Arndt: „Das war ein mega Rennen. Ich konnte die Lücke bei Luca nutzen und wir sind über mehrere Kurven Seite an Seite gefahren. Es war hart, aber immer super fair. Genau solche Zweikämpfe machen richtig Spaß.“
Rennen 2: Wieninger gewinnt hauchdünn vor Arndt
Bei deutlich wärmeren Bedingungen purzelten am Samstagabend im zweiten Qualifying die Rundenzeiten. Franco Fahrbach (Max Kruse Racing) sicherte sich eine klare Pole Position vor seinem Teamkollegen Luca Wieninger (Max Kruse Racing). Bradley Liebenberg (Georg Motorsport e.V.) folgte auf Rang drei.Am Sonntagmorgen wurden wegen der kühlen Bedingungen bei rund 13 Grad zwei Einführungsrunden gefahren, um die Reifen auf Temperatur zu bringen. Trotzdem sorgte der geringe Grip unmittelbar nach dem Start für zahlreiche Fehler und Ausritte. Polesetter Franco Fahrbach verpasste den Bremspunkt und musste durchs Gras. Auch Liebenberg und Julian Konrad (Konrad Motorsport) kamen sich in der ersten Runde in die Quere und verloren viele Positionen. Kurz darauf fiel Franco Fahrbach nach einem weiteren Fehler auf Rang drei hinter Wieninger und Leon Arndt (FAV Performance) zurück.
Nachdem Marlon Di Salvo (CV Performance X JP Motorsport) nach einem Kontakt mit Mike Müller (TOPCAR sport) im Kiesbett strandete, folgten Full Course Yellow und Safety Car. Beim Restart blieb Wieninger vorne. Dahinter setzte sich Müller nach einem harten Zweikampf gegen Franco Fahrbach auf Rang drei durch. Franco Fahrbach verlor nach seinem Ausritt zunehmend Motorleistung, weil Gras den Kühler zugesetzt hatte und die Motortemperatur anstieg. Während Wieninger und Arndt an der Spitze bis zum Schluss um den Sieg kämpften, starteten Liebenberg und Konrad aus dem Hinterfeld eine starke Aufholjagd.
Wieninger fuhr schließlich mit nur 0,472 Sekunden Vorsprung vor Arndt über die Ziellinie. Müller komplettierte das Podium ebenfalls knapp vor Liebenberg, Carlos Fahrbach (Max Kruse Racing) wurde Fünfter und Konrad Sechster. Rafael Kraus (a-workx Motorsport by KATANA Tools) und Hannes Kraus (a-workx Motorsport by KATANA Tools) folgten auf den Plätzen sieben und acht. Franco Fahrbach rettete auf Rang neun wichtige Meisterschaftspunkte, Robinson wurde als Zehnte erneut beste Dame.
Luca Wieninger: „Das war wahrscheinlich mein bislang coolstes Rennen im Polo Cup. Bei den kalten Temperaturen sind am Anfang alle etwas gerutscht. Danach konnte ich mich wieder nach vorne kämpfen und den Sieg holen. Ich hatte richtig Spaß im Auto.“
Rennen 3: Packende Duelle und harte Zweikämpfe
Für das Finale des Wochenendes setzte Bradley Liebenberg (Georg Motorsport e.V.) im dritten Qualifying die Bestzeit. Neben ihm startete Marlon Di Salvo (CV Performance X JP Motorsport) aus der ersten Reihe, gefolgt von Franco Fahrbach (Max Kruse Racing) und Luca Wieninger (Max Kruse Racing). Nur 0,259 Sekunden trennten die ersten vier Piloten.Bei warmen und sonnigen Bedingungen ging es vom Start weg sehr turbulent zu. Mehrere Titelkandidaten verloren bereits in der ersten Runde viel Boden. Beim Versuch, einen Angriff von Franco Fahrbach abzuwehren, verlor Bradley Liebenberg das Auto und beide Fahrer mussten durch das Kiesbett ausweichen. Beide Meisterschaftsanwärter fielen bis ans Ende des Feldes zurück. Ähnlich erging es Leon Arndt (FAV Performance) nach einem Zwischenfall mit Wieninger.
Profiteur war zunächst Di Salvo, der nach der turbulenten Anfangsphase vor Wieninger und Mike Müller (TOPCAR sport) führte. Der erst 15-Jährige Di Salvo zeigte dabei eine bemerkenswert abgeklärte Vorstellung. Nach zwei Ausfällen zuvor behauptete er sich diesmal dauerhaft in der Spitzengruppe.
Wieninger übernahm schließlich die Führung, konnte sich Stück für Stück absetzen und am Ende als Erster über die Ziellinie fahren. Müller setzte sich nach langem Kampf gegen Di Salvo auf Rang zwei durch. Dahinter hielt der 15-Jährige dem Druck stand und sicherte sich als Dritter seinen Podestplatz. Cedric Piro (team piro sports) wurde Vierter, Tyler Robinson (Team TumaMotorsport) krönte ein bärenstarkes Rennen mit Rang fünf vor Julian Konrad (Konrad Motorsport). Liebenberg und Franco Fahrbach begrenzten den Schaden mit den Plätzen sieben und acht.
Allerdings steht dieses Ergebnis noch unter Vorbehalt, denn wegen verschiedener Vorkommnisse während des Starts und des Rennens wurden mehrere Untersuchungen eingeleitet und die Vorgänge sind aktuell beim DMSB in Klärung.
Am 24. und 25. Oktober stehen auf dem Hockenheimring die letzten beiden Wertungsläufe der Premierensaison des Polo Cup Germany auf dem Programm. Nach dem Lausitzring-Wochenende mit engen Duellen, mehreren Aufholjagden und wechselnden Rennsituationen fällt die Entscheidung über den ersten Meistertitel des Cups erst beim finalen Auftritt des Jahres.





