Montag, 12. Oktober 2026
MXL täglich aktuell
Motorsport XLDas Motorsport MagazinShopAbo Abonnement
NASCAR Euro Series
22.09.2026

Schadensbegrenzung in Italien: Dominique Schaak bleibt vor EuroNASCAR-Finale im Titelkampf

Der Titelkampf in der NASCAR Euro Series spitzt sich weiter zu. Beim Playoff-Wochenende im italienischen Vallelunga erlebte Dominique Schaak zwei schwierige Rennen, konnte seine Chancen auf einen erfolgreichen Saisonabschluss jedoch wahren.

Der Magdeburger kämpft als einziger deutscher Pilot in den Top 10 der europäischen NASCAR und reist weiterhin mit Chancen in mehreren Wertungen zum großen Saisonfinale nach Zolder.

Bereits das Qualifying am Samstag verlief nicht nach den Vorstellungen des 36-Jährigen. Mit Startplatz 16 unter 24 internationalen Piloten zeigte sich Schaak entsprechend unzufrieden. Im anschließenden ersten Rennen ging es dafür nach vorne.
So funktioniert die NASCAR Euro Series
In einem chaotischen Lauf mit zwei Safety-Car-Phasen, zahlreichen Unterbrechungen des Rennrhythmus und harten Zweikämpfen arbeitete sich der Bremotion-Pilot bis auf Rang 13 nach vorne. Gleichzeitig nahm der Kampf um die Masters Championship eine neue Wendung: Tabellenführer Maxime van Laere musste das Rennen mit einem technischen Defekt vorzeitig beenden. Davon profitierte der Georgier Sandro Tavartkiladze, der die Führung in der Masters-Wertung übernahm.

Anzeige
Für Schaak bedeutete Rang 13 gleichzeitig wichtige Punkte im Chevrolet Camaro vom Frankfurter Team Bremotion. In der Gesamtwertung kämpfte sich der Magdeburger damit zwischenzeitlich zurück in die Top 10 und hielt auch seine Chancen in der Masters Championship am Leben.
 

Geburtstag ohne Geschenk auf der Strecke

Am Rennsonntag gab es für Schaak zumindest abseits der Strecke einen besonderen Grund zum Feiern: Der Magdeburger beging in Vallelunga seinen 36. Geburtstag. Das erhoffte sportliche Geburtstagsgeschenk blieb allerdings aus.

Von Startplatz zwölf ging Schaak deutlich weiter vorne ins zweite Rennen. Trotz guter Rennpace und sehenswerter Zweikämpfe konnte er daraus jedoch kein entsprechendes Ergebnis machen. Im Verlauf des Rennens verlor er zwei Positionen und sah die Zielflagge schließlich auf Rang 14.

Auch für seinen US-amerikanischen Teamkollegen Garrett Lowe verlief das italienische Wochenende mit den Plätzen neun und sechs nicht vollständig nach Wunsch. Dennoch bleibt die Ausgangslage für Bremotion vor dem Saisonfinale spannend: Schaak und Lowe kämpfen weiterhin um entscheidende Positionen in der Gesamtwertung sowie in der Junior-, Masters- und Teamwertung.

Für Schaak geht es beim Finale insbesondere darum, seine Saisonziele noch zu erreichen. In der Masters Championship liegt der Magdeburger vor dem letzten Rennwochenende auf Rang drei, auch in der Teamwertung befindet sich Bremotion in den Top 3. Gleichzeitig bleibt für Schaak das Ziel bestehen, die Saison in den Top 10 der Gesamtwertung abzuschließen.

„Es war ein zähes Wochenende für uns. Wir haben uns schwergetan, die Reifen richtig zum Arbeiten zu bekommen. Unsere Konkurrenz konnte im Meisterschaftskampf zwar Boden gutmachen, die Situation aber auch nicht optimal für sich nutzen. Deshalb ist beim Finale in Zolder weiterhin alles möglich. Wir sind vielleicht nicht die Favoriten, aber wir befinden uns in einer guten Ausgangslage und haben noch vieles selbst in der Hand. Ich liege bei den Masters auf Platz drei, in der Teamwertung sind wir ebenfalls in den Top 3 und auch mein Ziel, die Saison in den Top 10 der Gesamtwertung zu beenden, ist weiterhin erreichbar. Garrett hat ebenfalls noch alle Möglichkeiten. Deshalb kann man Vallelunga unter dem Strich als Schadensbegrenzung betrachten. Jetzt dürfen wir gespannt sein, was der Renngott in Belgien für uns bereithält“, so Schaak abschließend.

In drei Wochen fällt im belgischen Zolder die Entscheidung. Dann geht es für Schaak, Lowe und Bremotion ein letztes Mal in dieser Saison um wichtige Punkte – und um die noch offenen Meisterschaftsentscheidungen.
Anzeige