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McLaren Trophy
01.09.2026

Lena Pichler startet 2027 in McLaren Trophy durch

Für Lena Pichler steht der nächste große Karriereschritt fest: Die erst 15-jährige Österreicherin wird 2027 in der McLaren Trophy an den Start gehen.

Bei ihrem zweiten Test im 620 PS starken McLaren Artura Trophy EVO im italienischen Vallelunga bereitete sich die Nachwuchsfahrerin bereits intensiv auf ihren Einstieg in den GT-Sport vor. Langfristig möchte sich Pichler für weitere Aufgaben innerhalb der McLaren-Strukturen empfehlen.

Auf Einladung von McLaren absolvierte Lena Pichler auf dem Autodromo Vallelunga vor den Toren Roms ihren zweiten Test mit dem McLaren Artura Trophy EVO. Die anspruchsvolle Strecke war für die Österreicherin Neuland. Entsprechend ging es zunächst darum, den Kurs kennenzulernen und anschließend Schritt für Schritt das Potenzial des 620 PS starken Rennwagens auszuschöpfen.

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Unterstützt wurde Pichler dabei von ihrem Coach Patrick Schober, der 2026 selbst in der McLaren Trophy antritt und die 15-Jährige bereits seit längerer Zeit betreut. Schober hatte ihr zuvor unter anderem bei Testfahrten mit einem Porsche GT4 auf dem Slovakiaring wichtige Grundlagen des GT-Fahrens vermittelt.

„Dafür bin ich sehr dankbar. Mit 15 Jahren kann man noch sehr viel lernen – und Patrick kann mir durch seine Erfahrung sehr viel erklären“, sagt Pichler.

In Vallelunga konnte das Coaching unmittelbar auf der Rennstrecke stattfinden. Der McLaren war für den Test mit einem zusätzlichen Beifahrersitz ausgestattet. So konnte Schober zunächst neben Pichler Platz nehmen und während der Fahrt Hinweise zu Linienwahl, Bremspunkten und Kurvengeschwindigkeiten geben.

Anschließend wurden die Plätze getauscht. Schober übernahm das Steuer, während Pichler auf dem Beifahrersitz erleben konnte, welche Möglichkeiten der Artura Trophy EVO bietet.

„Da habe ich erst richtig gemerkt, wie viel das Auto kann. Als ich danach wieder selbst gefahren bin, habe ich mich viel mehr getraut. Das war sehr hilfreich“, erklärte Pichler nach dem Test.

Die Erkenntnisse setzte die Österreicherin anschließend selbst um. Stint für Stint steigerte sie sich, gewann mehr Vertrauen in das Fahrzeug und verschob ihre Bremspunkte. Auch der betreuende Ingenieur zeigte sich nach dem Testtag mit ihren Fortschritten zufrieden.

Eine zusätzliche Herausforderung waren die äußeren Bedingungen. Bei rund 37 Grad Celsius Lufttemperatur wurde der Test auch körperlich zur Belastungsprobe. Auf diese Anforderungen bereitet sich Pichler seit Beginn des Jahres 2026 mit einem kontinuierlichen Fitnessprogramm vor.
 

Von Kart und Formelauto in den McLaren

Lena kam über die Verbindung zu motorSPORTaktiv.at in den Kartsport und wurde von der österreichischen Nachwuchsschule Schritt für Schritt aufgebaut und gefördert. Dort wurden wichtige Grundlagen gelegt, die sie inzwischen bis in das professionelle McLaren-Umfeld geführt haben.

2026 folgte der Wechsel in den Formelsport. Mit Starts in der italienischen Predator-Einsitzer-Serie sammelt Pichler weitere Erfahrung und schafft gleichzeitig wichtige Voraussetzungen für den geplanten Einstieg in den GT-Sport.

Dieser nächste Schritt ist inzwischen beschlossen: 2027 wird Pichler in der McLaren Trophy antreten.

Bis zum Saisonstart stehen weitere Testfahrten und intensive Vorbereitung auf dem Programm. Bei McLaren wird ihre Entwicklung begleitet. Eine wichtige Rolle spielt dabei Mauro Casadei, der Pichlers Fortschritte auf McLaren-Seite verfolgt. Langfristig träumt die Österreicherin davon, sich innerhalb der McLaren-Strukturen weiterzuentwickeln und sich eines Tages für ein professionelles Werksfahrerprogramm zu empfehlen. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg – angesichts ihres Alters hat Pichler jedoch Zeit, diesen Schritt für Schritt zu gehen.
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