Die weltweit größte Veranstaltung im Freizeit-Kartsport kehrte nach 12-jähriger Abwesenheit nach Le Mans zurück. Anlässlich dieses Comebacks übernahm der Endurance Cup das 24-Stunden-Rennformat – eine Neuheit für die SWS. Für die Kategorien „Junior“ und „Kids“ gab es einen eigenen Veranstaltungstag auf der historischen Alain-Prost-Strecke, während die übrigen Kategorien auf der modernen „Le Mans International Karting Circuit“-Anlage antraten.
420 Fahrer aus 47 Nationen, die fast 150 Kartbahnen aus der ganzen Welt vertraten, versammelten sich in einer einzigartigen, motorsportlich geschichtsträchtigen Umgebung. Insgesamt stellte Sodikart für diesen Anlass 130 brandneue Karts zur Verfügung. Das Organisationsteam wurde während der gesamten Veranstaltung von rund fünfzig engagierten Mitarbeitern unterstützt; Apex Timing übernahm die Zeitnahme, während WFR die Rennleitung und die Live-Videoübertragung verantwortete.
Die Modelle Sodi Sport 390cc (Sprint Cup), LR6 200cc (Junioren) und RT10 390cc (Endurance-Klasse) sorgten bei den Teilnehmern für Begeisterung und Fahrspaß. Dank hochwertiger Ausrüstung und eines bestens organisierten Technik-Teams gab es keine größeren Probleme, die den Betrieb der 130 eingesetzten Karts hätten beeinträchtigen können. Das ständige Streben nach Chancengleichheit bei den Karts wurde durch eine präzise Abstimmung und hocheffiziente Wartung untermauert, um den Herausforderungen des Rennbetriebs gerecht zu werden.
Sprint Cup – Sodi Sport 390cc – 105 Fahrer
Die Entscheidung für Honda-390cc-Motoren in Kombination mit Sodi-Sport-Chassis erwies sich auf der internationalen Rennstrecke von Le Mans für die 105 Teilnehmer als goldrichtig. Ein spannender Zweikampf entwickelte sich zwischen zwei Belgiern und zwei Spaniern. Horion van Waes (Worldkarts Kortrijk), im Vorjahr noch Zweitplatzierter, gewann diesmal sowohl das A-Finale als auch die Gesamtwertung vor seinem Landsmann Jules Vanhulle (Worldkarts Kortrijk). Diego Perez Lara (ES – Circuito Henakart) verpasste die Titelverteidigung nur knapp: Nach einem zweiten Platz im Finale – mit einem Rückstand von lediglich 35 Tausendstelsekunden auf van Waes – belegte er in der Gesamtwertung den dritten Platz vor Alejandro Florido (ES – Karting Sevilla) und Matteo Agassis (CH – Karting de Vuiteboeuf). Women’s Cup – Sodi Sport 390cc – 35 FahrerinnenSandra Gomez (ES – Karting Club Los Santos) belegte im Finale den zweiten Platz hinter Karla Fadet (FRA – Kart 56), verteidigte jedoch die Führung in der Gesamtwertung vor der Französin. Alise Stolcermane (LT – Rullitis) sicherte sich sowohl im Rennen als auch in der Gesamtwertung den dritten Platz vor Sofiia Tsymbal (UA – Ingul Kart) und Yulia Shpychak (UKR – Ingul Kart). Die Ukraine platzierte erneut drei ihrer Vertreterinnen in den Top 10.
Master Cup – Sodi Sport 390cc – 35 Fahrer
Kenny Robles (FRA – Brignoles Karting Loisir) dominierte das Teilnehmerfeld und setzte sich an die Spitze der Gesamtwertung, auch wenn er den Sieg im Finale um eine Zehntelsekunde gegen Olivier Laurençon (CH – MK Circuit) verpasste. Laurent Carirer (FR – PMS Passion Karting) belegte den dritten Platz; die Top 5 wurden durch Virgile Monamy (FR – Circuit Berdery) und Geoffroy Galichet (FR – Ardennes Karting) komplettiert.Kids Cup – Sodi LR6 200cc – 30 Fahrer
Livio Innocenti (FR – Karting Audincourt) gewann die Gesamtwertung vor Matisse-Aïta Raguet-Cheng (FR – RKO – Karting Angerville), der sich im Finale vom achten auf den ersten Platz vorgekämpft hatte. Samuel Edelt (DE – Experience Factory Eupen) sicherte sich den dritten Platz, nachdem er im Finale bis auf Rang zwei vorgefahren war. Sam Nygren (SE – Gokartcentralen Kung) belegte den vierten Platz vor Jack Thompson (GB – Brentwood Karting).Junior Cup – Sodi LR6 200cc – 30 Fahrer
Christopher Giustizieri (IT – AFFI Kart Indoor) gewann schließlich die Gesamtwertung, nachdem Louis Huter (CH – Karting de Vuiteboeuf) der Sieg im Finale durch eine Zeitstrafe aberkannt worden war. Tymofii Kushniruk (UA – Need for Speed) sicherte sich sowohl im Rennen als auch in der Gesamtwertung den dritten Platz vor Juraj Mikos (SK – Motokàry Max 60) und Tobias Schwieren (DE – Cool Runners Kart).Endurance Cup – RT10 390cc – 48 Teams
Das SKOF H-Team sicherte sich im Qualifying die Pole-Position vor RED Racing und Justini-RT. Der Startschuss für das 24-Stunden-Rennen fiel durch Dorian Boccolacci, einen offiziellen Porsche-GT3-Piloten. Eiriz Pro (CH – Karting Payerne) dominierte die erste Rennhälfte, bevor das Team mit einer Strafe belegt wurde. PF Racing (DE – Cool Runners Kart) holte sich schließlich – wie schon 2024 – den Sieg nach 1.102 Runden und mit einem Vorsprung von 18 Sekunden auf das Joker Team (FR – RKC – Karting Paris). Neo GKOC (ESP – Kartcenter Campillos) belegte mit 24 Sekunden Rückstand den dritten Platz, während RED Racing (IT – Lignano Circuit) mit 56 Sekunden Rückstand Vierter wurde; ASK Performance 360 (FR – RKC – Karting Paris) folgte ihnen dicht auf den Fersen mit einem Rückstand von nur 0,088 Sekunden. Acht Teams beendeten das 24-Stunden-Rennen in derselben Runde. Das traditionelle Feuerwerk fand 12 Stunden nach dem Start statt. Ein Frauenteam, Puissance Féline (FR – Karting Audincourt), nahm in diesem Jahr am Endurance-Rennen teil.Streckenwertung
Kartings.LV Indoor K (LT) führte die Streckenwertung mit 1.075 Punkten an. Brentwood Karting (GB) folgte auf dem zweiten Platz mit 989 Punkten, gefolgt von RKO – Karting Angerville (FR) auf dem dritten Platz mit 929 Punkten. Auf dem vierten Platz landete Karting Sevilla (ESP) mit 820 Punkten, Fünfter wurde Cool Runners Kart (DE) mit 786 Punkten.Besondere Preise
Während der Veranstaltung wurden zahlreiche Preise im Rahmen einer Verlosung vergeben. Bei der Siegerehrung erhielten die Gewinner sowie das gesamte Podium des Sprint Cups eine Einladung zu F4-Trainingseinheiten, die von R-ace GP organisiert wurden. Die Sieger der Kategorien „Kids“ und „Junior“ wurden mit einem Testtag beim Sodi Racing Team belohnt. Zudem wurden Gutscheine für den Itaka Shop im Wert von 750 ,– Euro (1. Platz), 500,– Euro (2. Platz) und 250,– Euro (3. Platz) vergeben.Dem Siegerteam des Endurance Cups wurde ein Startplatz in der Proto Funyo Challenge mit R-ace GP angeboten, dem zweitplatzierten Team die Teilnahme an einem 12-Stunden-Rennen und dem drittplatzierten Team die Teilnahme an einem 6-Stunden-Rennen. Die drei besten Teams erhielten Itaka-Shop-Gutscheine sowie Tickets für den Besuch einer ELMS-Veranstaltung.
Außerdem wurden mehrere Helmüberzüge von Mak Design verlost. Abschlussabend mit „24-Stunden-Atmosphäre“
Der „Welcome“-Bereich oberhalb der Boxengasse an der Rennstrecke von Le Mans empfing 650 Gäste zu einem außergewöhnlichen Abschlussabend. Auf dem Programm standen ein Cocktail-Empfang mit DJ auf der Terrasse, die einen fantastischen Blick auf die Startlinie des 24-Stunden-Rennens bot. Nach der Ehrung der Champions gab das SWS-Team das neue Format für die Finals 2027 bekannt: Im kommenden Jahr wird es statt zwei gleich vier separate Finals geben – durch die Verdoppelung der Veranstaltungen erhöht sich auch die Anzahl der Startplätze für die Finalisten.
Das Endurance-Finale in Italien auf der Strecke von Pomposa wird in zwei Kategorien ausgetragen: einem 24-Stunden- und einem 12-Stunden-Rennen.
Der Austragungsort für den Sprint Cup wird in Kürze bekannt gegeben; das Finale soll noch mehr Teilnehmer an den Start bringen. Das Finale der Elektro-Kategorie findet in Finnland auf der Strecke des VM Karting Centers statt. Schließlich wird Septfontaine in Frankreich seine zentrale Lage in Europa nutzen, um das erste Finale der Kategorie R-Sprint auszurichten – einer Klasse für leistungsstarke Karts mit Rotax-Zweitaktmotoren.





