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Kartsport Allgemein
30.03.2026

Neue Beschlüsse der FIA für internationalen Kartsport

Der FIA World Motor Sport Council hat bei seiner ersten Sitzung des Jahres 2026 wichtige Weichen für den internationalen Kartsport gestellt. Das Treffen fand am 26. März per Videokonferenz statt und bildete zugleich den Auftakt der neuen Amtszeit nach der Wiederwahl von FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem. Im Mittelpunkt standen Anpassungen der Arrive-and-Drive-Serie, technische Neuerungen sowie Maßnahmen zur weiteren Öffnung des Sports.

Neue Struktur für Arrive-and-Drive-Formate

Für die 2026 eingeführten Arrive-and-Drive-Meisterschaften wurde ein überarbeitetes Konzept beschlossen. Ziel ist es, den Einstieg zu erleichtern und gleichzeitig die Vergleichbarkeit auf internationaler Ebene zu verbessern. Die Europameisterschaft wird entgegen der ursprünglichen Planung nicht über mehrere Events ausgetragen, sondern als Einzelveranstaltung vom 17. bis 19. Juli im polnischen Słomczyn stattfinden.

Auch in anderen Regionen wird das Format weiter ausgebaut: Die südamerikanische Meisterschaft ist für den 2. bis 4. Oktober 2026 in Imperatriz (Brasilien) vorgesehen – vorbehaltlich der finalen Streckenhomologation. Alle kontinentalen Serien dienen als Qualifikation für den Arrive-and-Drive World Cup am Saisonende. Als einheitlicher Chassislieferant wurde erneut die OTK Group bestätigt, die bereits beim World Cup 2025 in Malaysia im Einsatz war.

Technische Weiterentwicklung am Heckschutz

Neben strukturellen Anpassungen wurden auch technische Änderungen verabschiedet. Im Fokus steht das sogenannte Anti-Launch-System am Heck, das künftig in allen FIA-Karting-Wettbewerben verpflichtend eingesetzt wird. Nach ersten Einsätzen im Jahr 2025 wurde das System für die Saison 2026 weiter optimiert und erhält nun die offizielle Homologation.

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Neu ist unter anderem eine zulässige vertikale Beweglichkeit des Bauteils von bis zu vier Millimetern. Damit reagiert die FIA auf Rückmeldungen aus Teams und Industrie, um zusätzliche Abstimmungsmöglichkeiten am Chassis zu schaffen. Zudem wurde die maximale Bodenfreiheit der betroffenen Klassen von 60 auf 80 Millimeter erhöht, ebenso wie das Mindestgewicht der Komponenten angepasst.

Die Einführung erfolgt stufenweise: Ab dem 1. April 2026 ist das System in allen FIA-Karting-Wettbewerben sowie bei internationalen Veranstaltungen mit CIK-FIA-homologierten Motoren verpflichtend. Ab 2027 gilt die Regelung für den gesamten internationalen Rennkalender.

Neuer Sitz für mehr Inklusion im Kartsport

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema Inklusion. Erstmals wurde ein spezieller Kart-Sitz mit integriertem Überrollbügel zugelassen, der Fahrern mit körperlichen Einschränkungen die Teilnahme erleichtern soll. Der Sitz entspricht den FIA-Richtlinien für Fahrer mit Behinderungen und wurde nach dem Standard 8873-2018 homologiert.

Die Konstruktion basiert auf einer verstärkten Glasfaserstruktur und verfügt über zusätzliche Befestigungspunkte zur sicheren Stabilisierung des Oberkörpers. Entwickelt wurde das System unter anderem von FIA-Kommissionsmitglied Fabio Visentin in Zusammenarbeit mit dem Hersteller Vita Carbon sowie der FIA-Sicherheitsabteilung.
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