Montag, 12. Oktober 2026
MXL täglich aktuell
Motorsport XLDas Motorsport MagazinShopAbo Abonnement
Intercontinental GT Challenge
18.09.2026

Stefan Wendl: „Nicht alles auf den Punkt gebracht“

Mercedes-AMG Motorsport hat beim vorletzten Saisonlauf der Intercontinental GT Challenge in Suzuka eine schwierige Ausgangslage noch in ein Top-5-Ergebnis verwandelt.

Das Mercedes-AMG Team Craft-Bamboo Racing belegte beim Suzuka 1000km nach einer Aufholjagd vom Ende des Feldes den fünften Gesamtrang. Für Stefan Wendl, Leiter Customer Racing bei Mercedes-AMG Motorsport, blieb dennoch die Erkenntnis, dass für ein Podium mehr möglich gewesen wäre.

„Wir haben beim Suzuka 1000km leider nicht alles auf den Punkt gebracht. Das wäre jedoch nötig gewesen, um aufs Podium zu kommen. Von hinten startend konnten wir mit unserer Strategie und Pace Platz fünf erreichen“, erklärte Wendl nach dem Rennen. Gleichzeitig richtete er den Blick bereits auf die entscheidende Saisonphase: „Ich bedanke mich bei unseren Teams, die an diesem Wochenende unter herausfordernden Bedingungen hart gearbeitet haben. Der volle Fokus liegt jetzt auf dem Saisonfinale in Indianapolis und unserem Ziel, die Meisterschaft nach Affalterbach zu holen.“

Anzeige
Dabei hatte das Wochenende für das Mercedes-AMG Team Craft-Bamboo Racing zunächst vielversprechend begonnen. Maxime Martin, Kakunoshin Ohta und Luca Stolz erzielten im Qualifying mit dem Mercedes-AMG GT3 #77 die beste Durchschnittszeit. Bei der anschließenden technischen Kontrolle wurde jedoch ein Untergewicht festgestellt. Sämtliche Qualifying-Zeiten wurden gestrichen, wodurch das Trio das Rennen lediglich von Startplatz 28 aufnehmen musste.

Im Rennen zeigte die Mannschaft eine starke Aufholjagd. Mit konstant schnellen Rundenzeiten arbeiteten sich Martin, Ohta und Stolz kontinuierlich durch das Feld. Bereits zur Rennhalbzeit lag der Mercedes-AMG GT3 auf Rang fünf. Da größere Zwischenfälle und damit verbundene strategische Möglichkeiten ausblieben, war eine weitere Verbesserung schwierig. Stolz brachte den fünften Platz nach sechseinhalb Stunden und 183 Runden ins Ziel. Insgesamt machte das Fahrzeug 23 Positionen gut.

Der zweite Craft-Bamboo-Mercedes mit der Startnummer 28 erreichte nach einem längeren Reparaturstopp den 25. Gesamtrang und Platz sechs in der Pro-Am-Klasse. Für 75 Express war das Rennen dagegen vorzeitig beendet. Kenny Habul geriet nach dem ersten Boxenstopp in der schnellen 130R-Kurve auf den verschmutzten Teil der Strecke, touchierte die Mauer und musste den Mercedes-AMG GT3 #75 abstellen.

Trotz des verpassten Podiums reist Mercedes-AMG mit Titelchancen zum Saisonfinale. Maro Engel führt die Fahrerwertung der Intercontinental GT Challenge mit 68 Punkten an. Luca Stolz folgt mit 61 Zählern auf Rang zwei, Maxime Martin liegt mit 60 Punkten auf Platz drei. Die Entscheidung fällt beim Indianapolis 8 Hour am 10. Oktober 2026.

Für Wendl ist die Marschrichtung damit eindeutig: Nach dem schwierigen Wochenende in Suzuka soll beim Finale in den USA die gesamte Performance abgerufen werden, um die IGTC-Meisterschaft für Mercedes-AMG zu sichern.
Anzeige