Drei Fragen an GKS-Veranstalter Jean-Louis Capliuk
Jean-Louis Capliuk kennt den Motorsport aus unterschiedlichen Perspektiven. Heute steht er als Veranstalter und Fahrercoach hinter der German Karting Series und setzt sich mit deren Light- und Pro-Format für bezahlbaren Kartsport und die Förderung des Nachwuchses ein. Wir trafen ihn zum Kurz-Interview …
Die Saison 2026 ist abgeschlossen: Wie fällt Ihr Fazit aus und welche Entwicklung der German Karting Series hat Sie in diesem Jahr besonders gefreut?
„Wir ziehen ein sehr positives Fazit. Nach dieser langen Saison mit 11 Rennterminen hat sich die German Karting Series 2026 mehr als etabliert und wir haben die Teilnehmerzahlen im Vergleich zu unserer Premierensaison 2025 deutlich gesteigert. Besonders gefreut hat uns, dass sich die GKS auch 2026 weiterentwickelt hat und wir sowohl neue Fahrer als auch viele bekannte Gesichter bei uns begrüßen konnten. Gleichzeitig ist das sportliche Niveau weiter gestiegen.“
Mit der GKS Light und der GKS Pro sprechen Sie unterschiedliche Fahrer und Ambitionen an. Wie hat sich dieses Konzept bewährt und wo sehen Sie noch Potenzial für die beiden Formate?
„Die Trennung in Light und Pro hat sich für uns absolut bewährt. Mit der GKS Light bieten wir einen bezahlbaren und unkomplizierten Einstieg in den Kartsport, während die GKS Pro ambitionierteren Fahrern eine entsprechend professionellere Plattform bietet. Beide Formate wollen wir weiterentwickeln, ohne ihren jeweiligen Charakter zu verlieren. Mit der Tillotson T4-Series Germany und dem Rok Cup Germany haben wir neben den Rotax- und X30-Klassen alle wichtigen Single-Brand-Serien im Programm. Die CIK-Klassen Mini60, OKN und KZ2 fahren ebenfalls bei uns und werden 2027 sicher noch größer werden.“
Der Blick geht bereits auf 2027: Welche Veränderungen oder Neuerungen können die Teilnehmer in der kommenden Saison erwarten?
„Wir sind inzwischen stabil auf dem Markt und arbeiten weiter daran, eine Serie zu werden, die sehr eng im Kontakt zu den Teilnehmern und den Teams steht, um deren Bedürfnisse und Wünsche zu ermöglichen. Dabei werden wir noch mehr dafür tun, der Serie eine familiäre Atmosphäre zu ermöglichen, bei der menschlich faire Entscheidungen getroffen werden, ohne stur nach Paragraphen zu gehen, die aber trotzdem im sportlichen Rahmen sind. Unser Motto ‚Von Kartfahrer für Kartfahrer‘ soll noch mehr Schwerpunkt in unseren Planungen werden und uns damit von anderen Serien abheben bzw. einzigartig machen. Für 2027 arbeiten wir bereits an einigen Veränderungen und neuen Ideen. Dabei fließen auch die Rückmeldungen unserer Teilnehmer und Teams aus dieser Saison ein. Konkrete Details möchten wir noch nicht vorwegnehmen – aber unser Ziel bleibt, die GKS attraktiv, bezahlbar und fahrernah weiterzuentwickeln.“