GT4 European Series
21.09.2026
Schwieriges Zandvoort-Wochenende – Förderer und Fuchs bleiben im GT4-Titelrennen
Enrico Förderer und Cedric Fuchs mussten mit dem Mercedes-AMG GT4 zwei schwierige Rennen überstehen, reisen aber weiterhin mit intakten Titelchancen zum Saisonfinale nach Portimão.
Dabei standen die Vorzeichen an der niederländischen Nordseeküste ohnehin nicht optimal. Förderer und Fuchs waren zuvor noch nie auf dem anspruchsvollen Circuit Zandvoort angetreten und mussten sich die Strecke zunächst erarbeiten. Gleichzeitig tat sich der Mercedes-AMG GT4 mit der aktuellen Balance of Performance auf dem schnellen und flüssigen Kurs schwer. Bereits im Qualifying zeigte sich, dass es für das Duo schwierig werden würde, im mit 36 Fahrzeugen stark besetzten Feld ganz vorne mitzumischen.
Im ersten Rennen kämpften sich Förderer und Fuchs auf den zehnten Platz und nahmen zumindest noch einen wichtigen Meisterschaftspunkt mit. Die bis dahin komfortable Führung im Silver Cup schmolz jedoch deutlich zusammen. Charlie Hart und McKenzy Cresswell nutzten ihre Chance und gewannen das Rennen im McLaren.
Auch am Sonntag blieb es für die Mannschaft schwierig. Förderer und Fuchs arbeiteten sich im Rennen nach vorne, konnten das Potenzial der Spitze aber nicht mitgehen. Ein zu kurzer Boxenstopp kostete zwar weitere Zeit, machte sich im Gesamtergebnis aber nicht bemerkbar, da man nach hinten genügend Abstand hatte. Am Ende stand Rang neun. Hart und Cresswell feierten dagegen ihren zweiten Sieg des Wochenendes und übernahmen damit erstmals in dieser Saison die Tabellenführung.
„Natürlich hatten wir uns für Zandvoort mehr vorgenommen. Aber unter diesen Voraussetzungen haben Enrico, Cedric und das gesamte Team das Beste aus den Möglichkeiten gemacht. Wir haben bis zum Schluss gekämpft und wichtige Punkte mitgenommen. Jetzt schauen wir nach vorne. Beim Finale werden die Karten noch einmal neu gemischt und wir werden alles daransetzen, unsere Chance zu nutzen“, fasste Teamchef Thomas Angerer das Wochenende zusammen.
Er unterstrich aber auch noch einmal: „Vor der Saison hatte uns niemand auf dem Zettel. Und wir selbst hätten wahrscheinlich unterschrieben, wenn man uns gesagt hätte, dass wir am Ende unter die ersten Fünf in diesem unwahrscheinlich dichten Feld der europäischen Top-Fahrer kommen. Und trotzdem ist noch alles offen.“





