Bereits am Samstag hatte Garage 59 für eine Premiere gesorgt. Tom Fleming und Louis Prette gewannen im McLaren 720S GT3 EVO das erste Rennen. Damit gelang erstmals einem Fahrzeug aus dem Gold Cup ein Gesamtsieg in einem Sprint-Cup-Lauf. Fleming übernahm bereits beim Start die Führung und übergab den McLaren später an Prette, der den Erfolg ins Ziel brachte.
Am Sonntag schlug Emil Frey Racing zurück. Konsta Lappalainen führte zunächst im Ferrari vor Teamkollege Ben Green. Eine Full-Course-Yellow-Phase brachte die Entscheidung: Beim Wechsel auf Grün reagierte Green schneller und zog an Lappalainen vorbei. Anschließend übergab er den Ferrari an Thierry Vermeulen, der den Sieg vor heimischem Publikum perfekt machte. Vermeulen ist damit der erste niederländische Fahrer seit 2014, der einen GT-World-Challenge-Lauf in Zandvoort im Gesamtklassement gewinnen konnte.
Bastian Buus und Ricardo Feller belegten im Lionspeed-Porsche den zweiten Platz und reisen als Tabellenführer zum Sprint-Cup-Finale nach Barcelona. Die Entscheidung bleibt völlig offen: Acht Fahrerpaarungen können beim Saisonfinale noch den Sprint-Cup-Titel gewinnen.
Im Gold Cup antworteten Tommaso Mosca und Matias Zagazeta im zweiten Rennen auf den Samstagserfolg von Garage 59. Das AF-Corse-Duo gewann seine Klasse im Ferrari 296 GT3 EVO, während Fleming/Prette nach einer Strafe wegen einer Kollision zurückfielen. Mosca und Zagazeta reisen damit mit einem Punktepolster zum Finale.
Die Geschichte der GT World Challenge – Wie der GT-Motorsport entstand
Bereits entschieden ist der Silver Cup. Matisse Lismont und Ignacio Montenegro hatten mit ihrem Sieg am Samstag im Team-WRT-BMW bereits den kombinierten Klassentitel sichergestellt. Am Sonntag genügte ihnen Rang zwei hinter Oliver Söderström und Arthur Dorison, um auch den Sprint-Cup-Titel zu gewinnen. Das Comtoyou-Racing-Duo feierte im Aston Martin seinen ersten Klassensieg der Saison.Im Bronze Cup dominierten Peter Dempsey und Eddie Cheever das Wochenende. Das Duo gewann mit dem Ziggo Sport Tempesta Racing Porsche beide Läufe und geht als Tabellenführer in das entscheidende Rennen in Barcelona.
Auch beim Pit Stop Challenge war Team WRT erfolgreich. Die Crew des #46 BMW mit Adria Gracia und Evan Guillot erzielte im zweiten Rennen eine Zeit von 48,2 Sekunden von der Boxeneinfahrt bis zur Boxenausfahrt.
Zandvoort – Dünen, Steilkurven und Nordseewind
Neben der GT World Challenge standen in Zandvoort jeweils zwei Rennen der GT2 European Series, GT4 European Series und des Porsche Carrera Cup France auf dem Programm. Insgesamt wurden den Zuschauern mehr als sieben Stunden GT-Rennsport geboten.Das Wochenende war zugleich der letzte offizielle Einsatz von Erik Weijers am Circuit Zandvoort. Der Chief Sporting Officer verabschiedet sich nach 32 Jahren Tätigkeit an der niederländischen Rennstrecke in den Ruhestand. Weijers war unter anderem ursprünglicher Promoter der Dutch GT Championship, aus der später die heutige GT4 European Series hervorging.





