GT World Challenge
03.06.2026
Pech für TGI Team by Grasser in Monza
Nach vielversprechenden Trainings hielt das Rennen für Mirko Bortolotti, Maximilian Paul und Franck Perera jedoch nicht das erhoffte Resultat bereit. Nach einer turbulenten Startphase waren die drei Lamborghini Factory Driver auf dem Weg in die Top 10. Aufgrund mehrerer unverschuldeter Zwischenfälle mussten sie das Rennen jedoch kurz nach der Halbzeit vorzeitig beenden.
Auf dem 5,793 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitskurs von Monza herrschten an allen drei Tagen optimale Bedingungen mit Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen. Das TGI Team by GRT setzte den Aufwärtstrend mit dem Lamborghini Temerario GT3 im hochkarätig besetzten Endurance Cup am Freitag zunächst fort. Im zweiten Freien Training markierte Mirko Bortolotti die drittschnellste Rundenzeit im Feld der insgesamt 57 GT3-Fahrzeuge. Der Italiener lag dabei nur 0,098 Sekunden über der Bestzeit. Im dreiteiligen Qualifying am Samstagmorgen konnten er und seine Teamkollegen daran jedoch nicht anknüpfen und belegten den 17. Platz im Pro Cup.
Das Rennen über eine Distanz von drei Stunden wurde am Sonntagnachmittag um 16:00 Uhr MESZ gestartet. Startfahrer Franck Perera war bereits in der ersten Schikane als Unbeteiligter in eine Massenkarambolage mehrerer Fahrzeuge verwickelt. Zwar konnte er dem Unfall zunächst ausweichen, wurde dabei jedoch getroffen, wodurch der Lamborghini erste Beschädigungen erlitt. Die infolge des Zwischenfalls notwendige Neutralisierung nutzte das TGI Team by GRT für einen frühen Boxenstopp nach nur 15 Minuten. Perera fiel dadurch von Rang fünf auf Position 36 zurück.
Kurz vor Ablauf der ersten Rennstunde kam es in der ersten Schikane zu einem weiteren Kontakt. Ein Konkurrent fuhr Perera ins Heck und schob ihn auf das vorausfahrende Fahrzeug. Bis zum nächsten Fahrerwechsel arbeitete sich der Franzose dennoch bis auf Platz elf nach vorne. Nachdem Maximilian Paul das Cockpit übernommen hatte, erwiesen sich die Beschädigungen jedoch als zu schwerwiegend. Der Dresdener musste den Lamborghini nach 41 Runden und etwas mehr als anderthalb Stunden Rennzeit an der Box abstellen.
Für das von Lamborghini Squadra Corse unterstützte TGI Team by GRT steht das nächste Rennwochenende vom 19. bis 21. Juni in der DTM an. Die prestigeträchtige Meisterschaft gastiert zur dritten Station des diesjährigen Kalenders auf dem Lausitzring. Im GT World Challenge Europe Powered by AWS Endurance Cup folgt nur eine Woche später das Saisonhighlight mit den CrowdStrike 24 Hours of Spa-Francorchamps.
Mirko Bortolotti:
„Nach einem vielversprechenden Auftakt war es für uns ein schwieriges Wochenende. Am Sonntag hatten wir mehr Probleme als erwartet, die wir vor dem nächsten Rennen genau analysieren und verstehen müssen. Es ist wirklich schade, dass wir das Auto nach einer Berührung abstellen mussten, denn dadurch konnte ich im Rennen keine einzige Runde fahren.“
Franck Perera:
„Das war wirklich sehr unglücklich, denn wir hätten hier unsere ersten Punkte holen können. Trotz des ganzen Chaos ist mir ein sehr guter Start gelungen und wir hatten die Chance auf ein starkes Ergebnis. Das Rennen war ziemlich turbulent, und es ist schade, dass wir die Zielflagge nicht gesehen haben. Positiv ist jedoch, dass das Team erneut große Fortschritte gemacht hat. Ich bin mir sicher, dass wir in Spa stärker zurückkommen werden. Ich freue mich schon darauf.“
Maximilian Paul:
„Ich hatte in Monza ein besseres Gefühl als noch eine Woche zuvor bei der DTM in Zandvoort. Wir sind mit dem Auto definitiv auf dem richtigen Weg. Jedes Wochenende fühlt sich wie ein weiterer Schritt nach vorne an, und ich freue mich jedes Mal, diese Entwicklung zu sehen. Trotz des Ausfalls haben wir allen Grund, positiv zu bleiben. Bis zur DTM auf dem Lausitzring werden wir weiter hart arbeiten, um noch mehr aus unserem Paket herauszuholen.“
Gottfried Grasser, Teamchef:
„In den Trainings haben wir eine gute Balance gefunden, und der dritte Platz war sehr positiv. Damit sahen wir die Formkurve der vergangenen Wochen bestätigt. Am Renntag konnten wir das jedoch nicht umsetzen. Das Qualifying ist mit dem Auto nach wie vor eine Herausforderung. Uns fehlen noch Erfahrungswerte, um die Reifen konstant ins optimale Arbeitsfenster zu bringen. In einer so engen Meisterschaft macht sich das sofort bemerkbar. Das Rennen verlief turbulent, und wir waren bereits nach wenigen Metern als Unbeteiligte von der Startkollision betroffen. Als Franck später noch einmal von einem anderen Fahrzeug getroffen wurde, führte das letztlich zum Ausfall. Es ist für uns kein einfacher Saisonstart, aber wir sind optimistisch, dass die Ergebnisse bald kommen werden.“





