Dienstag, 15. September 2026
MXL täglich aktuell
Motorsport XLDas Motorsport MagazinShopAbo Abonnement
GT Summer Series
30.08.2026

Ralf Schumacher vor OP – Sohn David fährt in Spa auf Platz zwei

Während Ralf Schumacher nach einer Schulterverletzung bei der „Jetski Star WM“ in Duisburg vor einer Operation steht, sorgte Sohn David Schumacher auf dem Grand-Prix-Kurs von Spa-Francorchamps für sportliche Schlagzeilen.

Gemeinsam mit Antoine Berberich-Martini fuhr er im 50-minütigen Endurance-Rennen der GT Summer Series mit dem Ford Mustang GT3 des Haupt Racing Teams auf den zweiten Gesamtrang.

Für Familie Schumacher verlief das Wochenende auf höchst unterschiedliche Weise. Ralf Schumacher verletzte sich am Samstagabend bei der von Stefan Raab veranstalteten „Jetski Star WM“ auf der Regattabahn in Duisburg.

Anzeige
Der ehemalige Formel-1-Pilot trat gemeinsam mit Raab im Teamwettbewerb an. Nach einem Sturz verletzte sich Schumacher beim Versuch, den Jetski wieder aufzurichten beziehungsweise wieder auf das Wasserfahrzeug zu gelangen. Dabei kugelte er sich die rechte Schulter aus. Die Schulter wurde noch vor Ort wieder eingerenkt.

Anschließend wurde der 51-Jährige im BG Klinikum Duisburg untersucht. Nach einem ersten Röntgen am Samstagabend folgte am Sonntagmorgen eine MRT-Untersuchung. Dabei stellte sich heraus, dass zusätzlich zur Schulterluxation ein Stück Knochen abgebrochen ist. Schumacher muss deshalb operiert werden. Die Operation an der rechten Schulter soll am Montag in Österreich erfolgen.

Während sich der Vater mit den Folgen seiner Verletzung beschäftigen musste, ging Sohn David am Sonntag rund 250 Kilometer entfernt auf dem Grand-Prix-Kurs von Spa-Francorchamps auf die Strecke.
 

David Schumacher mit starkem ersten Stint

David Schumacher teilte sich beim dritten Rennen der GT Summer Series den Ford Mustang GT3 des Haupt Racing Teams mit Antoine Berberich-Martini. Das Duo war bereits vor dem Wochenende für den Einsatz in Spa vorgesehen und hatte zuvor beim Nürburgring-Wochenende alle drei Rennen gewonnen.

Im 50-minütigen Endurance-Rennen übernahm Schumacher den ersten Teil. Dabei startete er vom zweiten Gesamtrang und kam hinter Alfred Renauer zum Pflichtboxenstopp.

Wie schnell Schumacher unterwegs war, zeigte bereits die dritte Runde. Mit 2:17,063 Minuten fuhr der HRT-Pilot die schnellste Runde des gesamten Rennens.

Nach dem Fahrerwechsel übernahm Antoine Berberich-Martini den Mustang und brachte das Fahrzeug schließlich auf dem zweiten Gesamtrang ins Ziel. In der Klasse GT3 Pro holte man sich den Sieg. Nach 18 Runden fehlten dem HRT-Duo 7,759 Sekunden zum Gesamtsieg. Den Erfolg holten Przemyslaw Bienkowski und Mateusz Lisowski mit dem Mercedes-AMG GT3 Evo des 4F PTT Racing Teams in 47:09,843 Minuten. Schumacher und Berberich-Martini folgten nach 47:17,602 Minuten auf Rang zwei.

Den dritten Platz belegten Hermann Speck und Alfred Renauer im Porsche 911 GT3 R evo von DB Motorsport. Sie hatten im Ziel 16,646 Sekunden Rückstand auf die Sieger.

Damit endete ein außergewöhnliches Wochenende für Vater und Sohn Schumacher: Während Ralf Schumacher nach seinem Unfall vor einer Schulteroperation steht, setzte David Schumacher auf einer der anspruchsvollsten Rennstrecken Europas mit Platz zwei und der schnellsten Rennrunde ein sportliches Ausrufezeichen.
Anzeige