Die Gentlemen Kart Challenge (GKC 100) hat sich mit ihren Youngtimer-100ccm-Karts der 90er und Nullerjahre fest in der deutschen Kartsport-Landschaft etabliert. Im Rahmen des Rennwochenendes in Oschersleben sprachen wir mit Initiator Patrick Labusch ...
Die GKC 100 geht 2026 bereits in ihre zehnte Saison. Was macht für dich den besonderen Reiz der Serie aus und warum funktioniert das Konzept mit den klassischen 100-ccm-Karts auch heute noch so gut?
„Der Reiz liegt für mich ganz klar in der Einfachheit und gleichzeitig in der Faszination dieser Karts. Ein direkt angetriebener 100-ccm-Motor, wenig Technik drumherum und dafür viel Gefühl beim Fahren und Abstimmen – genau das begeistert unsere Teilnehmer. Dazu kommt die besondere Atmosphäre im Fahrerlager. Viele kennen diese Ära noch aus ihrer aktiven Zeit, andere entdecken sie heute erst. Wir verbinden damit historischen Kartsport mit echtem Wettbewerb.“
Was unterscheidet das Fahren und Schrauben an diesen Karts am stärksten vom heutigen modernen Kartsport?
„Man muss sich intensiver mit dem Kart beschäftigen. Vergaser, Übersetzung und Chassisabstimmung spielen eine große Rolle, und auch als Fahrer muss man sehr sauber arbeiten. Durch den Direktantrieb gibt es keine Kupplung und keinen Anlasser – das Kart ist dadurch sehr ursprünglich. Gleichzeitig sind die 100er leicht, laut und drehfreudig. Genau dieses unmittelbare Fahrerlebnis ist etwas, das viele bei modernen Konzepten vermissen.“
Wo soll die Reise mit der GKC 100 in den kommenden Jahren hingehen – wollt ihr die Serie weiter vergrößern oder steht für euch gerade der familiäre Charakter im Vordergrund?
„Natürlich freuen wir uns über neue Fahrer und möchten die GKC 100 weiterentwickeln. Aber Wachstum um jeden Preis ist nicht unser Ziel. Wichtig ist uns, dass der familiäre Charakter erhalten bleibt und die Teilnehmer bezahlbaren, unkomplizierten Motorsport erleben können. Wenn wir gleichzeitig noch mehr Menschen für die 100-ccm-Ära begeistern und vielleicht auch jüngere Fahrer dafür gewinnen können, wäre das für uns der richtige Weg.“