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Formel 1
06.06.2026

Was für eine Show beim F1-Qualifying! Mercedes wieder vorne

Es war ein überaus spannendes Qualifying zum Großen Preis von Monaco. Am Ende konnte sich Kimi Antonelli durchsetzen und verwies Verstappen auf Platz zwei. Platz drei für Lewis Hamilton vor seinem Teamkollegen Charles Leclerc.

Hier die einzelnen Sessions Q1, Q2 und Q3.
 

Q1: Leclerc gibt den Ton an – Sainz mit letzter Runde noch in Q2

Der erste Qualifying-Abschnitt zum Monaco Grand Prix 2026 bot bereits reichlich Dramatik. Charles Leclerc präsentierte sich vor heimischem Publikum in starker Form und bestimmte über weite Strecken das Geschehen an der Spitze. Hinter dem Ferrari-Piloten wechselten die Positionen mehrfach, während sich die Strecke mit zunehmendem Grip und leichter werdenden Fahrzeugen kontinuierlich verbesserte.

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Für eine Unterbrechung sorgte Gabriel Bortoleto gut zwei Minuten vor dem Ende von Q1. Der Audi-Pilot touchierte die Leitplanke nur leicht, dennoch entschied sich die Rennleitung für eine rote Flagge. Nach einer rund fünfminütigen Unterbrechung blieb dem Feld lediglich ein letzter Versuch, um den Einzug in Q2 perfekt zu machen.

In der Schlussphase stand insbesondere Oliver Bearman unter Druck. Der Haas-Pilot hatte bereits im dritten Freien Training einen Unfall erlitten und lag zwischenzeitlich nur auf Rang 18. Trotz eines frischen Reifensatzes gelang dem Briten keine entscheidende Verbesserung. Deutlich besser lief es für Carlos Sainz: Der Williams-Pilot rettete sich mit einer starken Schlussrunde noch in den zweiten Qualifying-Abschnitt und verdrängte Esteban Ocon auf den letzten Metern aus den sicheren Plätzen.


Q2: Was für eine Show von Verstappen!

Max Verstappen setzte im zweiten Qualifying-Abschnitt ein deutliches Ausrufezeichen. Der Red-Bull-Pilot fuhr 25 Sekunden vor dem Ende mit 1:12,499 Minuten die Bestzeit und schob sich damit noch an die Spitze des Klassements.

Zunächst hatte Kimi Antonelli das Geschehen bestimmt. Der Mercedes-Pilot setzte sich zwischenzeitlich mit einer Runde von 1:12,778 Minuten an die Spitze und bestätigte damit seine starke Form vom gesamten Wochenende. Auch Charles Leclerc präsentierte sich erneut in Schlagdistanz zur Spitze. 

Deutlich schwieriger verlief Q2 für George Russell. Während Teamkollege Antonelli um die Bestzeiten kämpfte, kam Russell nicht über die hinteren Positionen der Top Ten hinaus und war damit der schwächste Fahrer der vier Spitzenteams Mercedes, Ferrari, McLaren und Red Bull.

Enttäuschend verlief das Qualifying vor allem für Audi. Gabriel Bortoleto konnte nach seinem Unfall in Q1 gar nicht erst am zweiten Qualifying-Abschnitt teilnehmen und stand damit bereits vorzeitig als Ausgeschiedener fest. Nico Hülkenberg hielt sich zwischenzeitlich in Reichweite der Top Ten, wurde in der Schlussphase jedoch noch verdrängt und belegte lediglich Rang 13. Angesichts der Bedeutung der Startposition in Monaco fiel das Ergebnis für das Team deutlich hinter den Erwartungen zurück.
 

Q3: Unglaubliche Spannung - Verstappen vorne doch dann kontert Antonelli

Kimi Antonelli hat sich in einem dramatischen Qualifying die Pole-Position gesichert. Der Mercedes-Pilot setzte sich in den letzten Sekunden der Session mit einer Bestzeit von 1:12,051 Minuten durch und verdrängte Max Verstappen noch um 0,043 Sekunden von der Spitzenposition.

Das Finale von Q3 entwickelte sich zu einem wahren Krimi. Mehrfach wechselte die Führung in den letzten Minuten. Zunächst setzte sich Lewis Hamilton an die Spitze, ehe Andrea Kimi Antonelli mit einer starken Runde konterte. Kurz darauf übernahm Charles Leclerc vor heimischem Publikum die vorläufige Pole-Position und ließ die Fans in Monte Carlo vom ersten Startplatz träumen.

Als die Uhr bereits gegen null lief, schien die Entscheidung zugunsten von Max Verstappen gefallen. Der Red-Bull-Pilot setzte mit 1:12,094 Minuten eine herausragende Bestzeit und verdrängte Leclerc von der Spitze. Wenig später sorgten gelbe Flaggen für zusätzliche Verwirrung und den Eindruck, dass keine Verbesserungen mehr möglich seien.

Doch Antonelli hatte seine letzte Runde noch nicht beendet. Der Italiener behielt auf den entscheidenden Metern die Nerven und zauberte eine 1:12,051 Minuten in den Asphalt. Damit entriss er Verstappen die Pole-Position buchstäblich in letzter Sekunde und sorgte für Jubel in der Mercedes-Box.

Hinter Antonelli und Verstappen qualifizierte sich Lewis Hamilton mit einem Rückstand von 0,185 Sekunden auf Rang drei. Charles Leclerc musste sich nach zwischenzeitlicher Führung mit Platz vier begnügen. Eine starke Vorstellung zeigte auch Isack Hadjar, der den zweiten Red Bull auf Rang fünf stellte.

George Russell komplettierte als Sechster ein starkes Mercedes-Ergebnis. Dahinter folgten Oscar Piastri und Lando Norris für McLaren auf den Positionen sieben und acht. Pierre Gasly erreichte Rang neun, während Liam Lawson die Top Ten komplettierte.

Auf einem Kurs, auf dem die Startposition von besonderer Bedeutung ist, verschaffte sich Antonelli damit eine hervorragende Ausgangslage für das Rennen. Vor allem die Art und Weise, wie die Pole-Position zustande kam, wird jedoch in Erinnerung bleiben: 43 Tausendstelsekunden entschieden am Ende über die Bestzeit eines der spannendsten Monaco-Qualifyings der vergangenen Jahre.

Monaco Grand Prix 2026 – Qualifying
1. Andrea Kimi Antonelli (Mercedes) – 1:12,051 Min.
2. Max Verstappen (Red Bull) – +0,043 Sek.
3. Lewis Hamilton (Ferrari) – +0,228 Sek.
4. Charles Leclerc (Ferrari) – +0,300 Sek.
5. Isack Hadjar (Red Bull) – +0,383 Sek.
6. George Russell (Mercedes) – +0,394 Sek.
7. Oscar Piastri (McLaren) – +0,573 Sek.
8. Lando Norris (McLaren) – +0,714 Sek.
9. Pierre Gasly (Alpine) – +1,175 Sek.
10. Liam Lawson (Racing Bulls) – +1,361 Sek.
11. Alexander Albon (Williams) – 1:13,787 Min.
12. Carlos Sainz (Williams) – +0,028 Sek.
13. Nico Hülkenberg (Audi) – +0,115 Sek.
14. Franco Colapinto (Alpine) – +0,208 Sek.
15. Arvid Lindblad (Racing Bulls) – +0,461 Sek.
16. Gabriel Bortoleto (Audi) – keine Zeit
17. Esteban Ocon (Haas) – 1:14,722 Min.
18. Sergio Perez (Cadillac) – +0,025 Sek.
19. Oliver Bearman (Haas) – +0,092 Sek.
20. Valtteri Bottas (Cadillac) – +0,561 Sek.
21. Fernando Alonso (Aston Martin) – +0,627 Sek.
22. Lance Stroll (Aston Martin) – +1,339 Sek.
 
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