Formel 1
12.09.2026
Unfälle prägen drittes 3. Freies Training der Formel 1 in Madrid - Antonelli vorne
Damit verloren die Teams vor dem Qualifying wichtige Trainingszeit.
Die Session auf dem neuen Madrider Stadtkurs begann zunächst ungewöhnlich ruhig. Mehr als fünf Minuten vergingen, ehe Gabriel Bortoletto als erster Fahrer auf die Strecke ging. Zahlreiche Piloten warteten sogar fast eine Viertelstunde.
Kimi Antonelli setzte zunächst die Bestzeit, ehe Charles Leclerc mit 1:33.332 Minuten die Führung übernahm. Hinter den beiden lagen zu diesem Zeitpunkt Lando Norris und Lewis Hamilton.
Hamilton war anschließend auf einer schnellen Runde unterwegs und lag nach den Zwischenzeiten auf Bestzeitkurs. In der letzten Kurve bremste der Ferrari-Pilot jedoch zu spät, blockierte die Räder und schlug in die Streckenbegrenzung ein. Dabei wurde unter anderem der Frontflügel beschädigt.
Die anschließenden Arbeiten an der Streckenbegrenzung dauerten lange. Die Rennleitung fror die Uhr schließlich bei 15:38 Minuten Restzeit ein, sodass nach der Wiederaufnahme noch eine kurze Schlussphase möglich war.
Der Unfall zeigte gleichzeitig die geringe Fehlertoleranz des neuen Kurses. An zahlreichen Stellen befinden sich die Streckenbegrenzungen unmittelbar neben der Fahrbahn. Das könnte im Qualifying und besonders im Rennen mit 22 Fahrzeugen noch eine wichtige Rolle spielen.
Hinzu kommt die hohe Reifenbelastung. Nach Angaben mehrerer Teams werden vor allem die Hinterreifen stark beansprucht. Eine Schlüsselstelle ist die rund 550 Meter lange Steilkurve 12. Dort wurden bei Bottas Querbeschleunigungen von bis zu 5,4 g angezeigt. Gerade über längere Runs könnte die Temperaturentwicklung der Hinterreifen zum Faktor werden.
Nach der langen Unterbrechung wurde es entsprechend hektisch. Fast alle Fahrer gingen auf Soft-Reifen noch einmal auf die Strecke, um ihre Qualifying-Simulationen zu absolvieren. Max Verstappen kam erst in dieser Phase zu einer aussagekräftigen schnellen Runde, nachdem seine vorherigen Versuche unterbrochen worden waren.
Auch Arvid Lindblad konnte noch ins Geschehen eingreifen. Sein Racing Bull war nach dem Unfall vom Freitag lange repariert worden.
Kurz vor dem Ende folgte der zweite größere Zwischenfall. Oliver Bearman verlor seinen Haas in Kurve 10 und schlug in die Streckenbegrenzung ein. Bearman meldete, dass er in Ordnung sei, das Auto wurde jedoch erheblich beschädigt.
Erneut wurde die rote Flagge gezeigt. Da die Trainingszeit praktisch abgelaufen war, wurde FP3 nicht mehr aufgenommen. Für Haas begann damit ein Wettlauf gegen die Zeit, um Bearmans Auto für das Qualifying wieder einsatzbereit zu bekommen.
Die Generalprobe für das Qualifying brachte damit nur begrenzte Erkenntnisse. Vor allem die engen Streckenbegrenzungen, der Verkehr und die Belastung der Hinterreifen dürften im weiteren Verlauf des Wochenendes eine wichtige Rolle spielen.





