Formel 1
07.06.2026
Turbulentes Rennen mit Mercedes als Sieger und Drama um Leclerc
Aber der Reihe nach...
Andrea Kimi Antonelli hat den Großen Preis von Monaco gewonnen. Der Mercedes-Pilot kontrollierte das Rennen über die gesamte Länge der 78 Runden und ließ sich auch von mehreren Safety-Car-Phasen, einer Roten Flagge und einem stehenden Neustart in der Schlussphase nicht aus der Ruhe bringen. Hinter ihm belegte Lewis Hamilton im Ferrari den zweiten Platz.
Bereits am Start setzte sich Antonelli an die Spitze und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Der Italiener dominierte das Rennen derart, dass er zwischenzeitlich sogar mehrere Spitzenfahrer überrundete. Mit einer schnellsten Runde von 1:13,481 Min. unterstrich der 18-Jährige seine starke Vorstellung zusätzlich.
Für Max Verstappen war das Rennen dagegen früh beendet. Der Red-Bull-Pilot konnte nicht korrekt starten und rollte nur langsam voraus. Danach musste er sein Fahrzeug kurze Zeit später mit einem technischen Defekt abstellen.
Auch Ferrari erlebte einen wechselhaften Nachmittag. Während Hamilton lange Zeit Rang zwei behauptete, endete das Heimrennen von Charles Leclerc vorzeitig. Der Monegasse verlor nach eigenen Angaben aufgrund eines technischen Problems 12 Runden vor Ende die Kontrolle über sein Fahrzeug und schlug in die Streckenbegrenzung ein. Ein Fahrfehler oder der später entdeckte Asphaltschaden seien laut Leclerc nicht die Ursache gewesen. Was für ein Drama für den Monegassen, der am Freitag noch so eine starke Vorstellung hinlegte. Ein vermeintlich sicherer Platz drei wurde keine Realität.
Für zusätzliche Dramatik sorgte eine Rote Flagge rund zehn Runden vor Rennende. Nachdem die FIA an der Unfallstelle von Leclerc einen beschädigten Asphaltbelag festgestellt hatte, wurde das Rennen unterbrochen. Nach der Reparatur erfolgte die Fortsetzung mit einem stehenden Neustart, den Antonelli erneut souverän für sich entschied.
Hinter den beiden Spitzenreitern entwickelte sich ein spannender Kampf um die weiteren Podiumsplätze. Pierre Gasly überquerte die Ziellinie zunächst auf Rang drei, trug jedoch eine Zehn-Sekunden-Strafe mit sich. Gleichzeitig stand Isack Hadjar weiterhin unter Beobachtung der Rennleitung. Das endgültige Klassement hinter Antonelli und Hamilton war deshalb unmittelbar nach Rennende noch nicht vollständig geklärt. Erst in den nächsten Minuten wurde alles nach und nach aufgeklärt. Das gehörte mit zur Dramatik des Rennens.
Eine starke Vorstellung zeigte Racing Bulls. Liam Lawson und Arvid Lindblad lagen in den Punkterängen und gehörten zu den positiven Überraschungen des Wochenendes.
Für Audi verlief das Rennen zunächst schwierig. Nico Hülkenberg kämpfte lange außerhalb der Top 10, profitierte in der hektischen Schlussphase jedoch von mehreren Zwischenfällen und lag kurz vor Rennende auf dem neunten Platz. Nach dem Rennen bekam er eine 10-Sekunden-Strafe wegen einer Kollision mit Sainz und rutschte auf Rang 14 ab. Ärgerlich! Teamkollege Gabriel Bortoleto hatte bereits vor dem Start technische Probleme und musste aus der Boxengasse ins Rennen gehen. Er landete nachträglich sogar noch vor Hülkenberg auf P12.
Für Diskussionen sorgten darüber hinaus zahlreiche Strafen. Mehrere Fahrer wurden wegen Überschreitungen des Tempolimits in der Boxengasse belangt. George Russell erhielt später sogar eine Drive-Through-Penalty, nachdem seine ursprüngliche Zeitstrafe nicht als ordnungsgemäß abgesessen gewertet wurde.
Am Ende blieb jedoch vor allem eine Erkenntnis: Andrea Kimi Antonelli lieferte in Monaco eine nahezu fehlerfreie Vorstellung ab. Der Italiener gewann sowohl den Start als auch den Neustart nach der Roten Flagge und feierte einen der bedeutendsten Siege seiner bisherigen Formel-1-Karriere.
Großer Preis von Monaco 2026 – Rennen
1. Andrea Kimi Antonelli (Mercedes) – 1:46:38,000 Std.
2. Lewis Hamilton (Ferrari) – +6,271 Sek.
3. Isack Hadjar (Red Bull) – +23,394 Sek.
4. Oscar Piastri (McLaren) – +24,261 Sek.
5. Liam Lawson (Racing Bulls) – +26,553 Sek.
6. Arvid Lindblad (Racing Bulls) – +29,010 Sek.
7. Pierre Gasly (Alpine) – +30,369 Sek.
8. Alexander Albon (Williams) – +33,413 Sek.
9. Esteban Ocon (Haas) – +37,140 Sek.
10. Sergio Perez (Cadillac) – +39,153 Sek.
11. Fernando Alonso (Aston Martin) – +41,899 Sek.
12. Gabriel Bortoleto (Audi) – +42,748 Sek.
13. George Russell (Mercedes) – +43,353 Sek.
14. Nico Hülkenberg (Audi) – +44,102 Sek.
15. Franco Colapinto (Alpine) – +48,964 Sek.
16. Carlos Sainz (Williams) – 70 Runden
Ausfälle
Charles Leclerc (Ferrari) – 64 Runden
Lance Stroll (Aston Martin) – 56 Runden
Lando Norris (McLaren) – 43 Runden
Oliver Bearman (Haas) – 27 Runden
Valtteri Bottas (Cadillac) – 15 Runden
Max Verstappen (Red Bull) – 0 Runden







