Während die Konkurrenz zuletzt näher an Mercedes herangerückt ist, will das Team die zweite Saisonhälfte nutzen, um weiteres Leistungspotenzial aus dem eigenen Paket freizusetzen.
„Wir haben Punkte liegen lassen, während unsere Konkurrenten ihren Performance-Rückstand verringert haben“, blickt Wolff auf die vergangenen Rennen zurück. Der Mercedes-Teamchef erwartet in der zweiten Saisonhälfte einen härteren Wettbewerb: „Wir wissen, dass die zweite Jahreshälfte uns mehr abverlangen wird als die erste.“
Entscheidend wird dabei nicht nur die Weiterentwicklung des Autos sein. Wolff sieht auch die Rennumsetzung als einen wesentlichen Faktor im Kampf um beide Weltmeisterschaften. „Letztlich werden beide Weltmeisterschaften dadurch entschieden, wie gut wir die Rennen umsetzen und wie schnell wir das Auto in den nächsten zwölf Rennen weiterentwickeln können.“
Mercedes verfolgt dabei einen eigenen Entwicklungsrhythmus. „Auch wenn wir bei den Upgrades einen etwas anderen Rhythmus als unsere Konkurrenten haben, verfügen wir noch über ungenutztes Leistungspotenzial und einen klaren Entwicklungsplan, um es zu erschließen“, erklärt Wolff.
Zandvoort als besondere Herausforderung
Der Circuit Zandvoort gehört zu den charakteristischsten Strecken im Formel-1-Kalender. Schnelle Kurven, ausgeprägte Überhöhungen und geringe Auslaufzonen verlangen den Fahrern ebenso viel Präzision wie Mut ab. Seit der Rückkehr der Formel 1 in die Niederlande ist die Strecke zudem für ihre außergewöhnliche Atmosphäre bekannt.Auch Mercedes hat mit Zandvoort noch eine Rechnung offen. „Wir waren schon nah dran, haben dort in der modernen Ära aber noch nie gewonnen“, sagt Wolff. Für das Team bietet sich damit eine besondere Gelegenheit: „Dies ist unsere letzte Chance, das zu ändern, und dieser Herausforderung möchten wir uns gerne stellen.“
Mit zwölf verbleibenden Rennen beginnt damit eine Phase, in der jede Weiterentwicklung und jeder WM-Punkt an Bedeutung gewinnt. Mercedes muss zeigen, dass das vorhandene Entwicklungspotenzial tatsächlich in Performance auf der Strecke umgesetzt werden kann. Zandvoort bildet den Auftakt zu diesem nächsten Abschnitt der Saison – und für Mercedes zugleich die Chance, erstmals seit der Rückkehr des Rennens einen Sieg in den Niederlanden einzufahren.





