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Formel 1
28.06.2026

Russell siegt vor Verstappen am Red Bull Ring

George Russell hat beim Großen Preis von Österreich auf dem Red Bull Ring einen souveränen Sieg gefeiert. Der Mercedes-Pilot setzte sich bei Asphalttemperaturen von rund 60 Grad gegen Max Verstappen durch und führte die Silberpfeile gemeinsam mit Kimi Antonelli zu einem starken Doppelpodium. Hinter dem Spitzentrio komplettierten Oscar Piastri und Lewis Hamilton die Top Fünf.

Schon der Start hatte es in sich. Russell behauptete seine Pole Position, während sich dahinter sofort ein packender Schlagabtausch entwickelte. Die beiden Ferrari-Piloten Lewis Hamilton und Charles Leclerc kämpften zunächst sogar gegeneinander, ehe Max Verstappen und Kimi Antonelli immer mehr Druck aufbauten.

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Antonelli überzeugte bereits in den ersten Runden mit mehreren mutigen Angriffen und arbeitete sich früh an Leclerc vorbei. Allerdings verpasste er auch dreimal die ideale Linie,

Neben den Positionskämpfen sorgten vor allem technische Probleme für Aufsehen. Bereits in der Anfangsphase musste Valtteri Bottas nach einem Bremsenbrand aufgeben. Kurz darauf meldeten Liam Lawson und Sergio Pérez unabhängig voneinander Rauchentwicklung aus ihren Autos. Lawson funkte sogar „I'm on fire“. Doch Lawson wurde später Neunter. Später rollte Carlos Sainz mit einem technischen Defekt auf der Start-Ziel-Geraden aus. Der Williams-Pilot schlug nicht ein, sein Auto blieb jedoch stehen und löste eine von zwei Virtual-Safety-Car-Phase des Rennens aus. Bei der zweiten musste ein Streckenposten lediglich kurz ein "Poller" von der Strecke holen, den Albon umgefahren hatte.

Auch strategisch entwickelte sich der Grand Prix zu einem spannenden Duell. Ferrari eröffnete mit frühen Boxenstopps von Hamilton und Leclerc die Taktikspiele, während Mercedes Russell zunächst länger draußen ließ und damit den Undercut erfolgreich abwehrte. Verstappen setzte mit mehreren schnellsten Rennrunden immer wieder Akzente und verkürzte den Rückstand auf Russell kontinuierlich. Bemerkenswert war dabei auch, dass die Bestzeit im Rennen mehrfach den Besitzer wechselte. Gleich mehrere Fahrer – darunter Russell, Hamilton, Verstappen, Hadjar, Leclerc, Piastri und später Antonelli – führten zwischenzeitlich die Zeitenliste an und unterstrichen damit die unterschiedlichen Reifenstrategien der Teams.

Ein weiterer Wendepunkt folgte in der zweiten Rennhälfte. Verstappen meldete per Funk „My tires are dead“, worauf Red Bull sofort reagierte und den Weltmeister auf harte Reifen an die Box holte. Der perfekt ausgeführte Reifenwechsel brachte Verstappen zurück in den Kampf um den Sieg, doch Russell behielt die Ruhe und kontrollierte das Rennen trotz des anhaltenden Drucks.

Eindrucksvoll präsentierte sich auch Kimi Antonelli. Der Mercedes-Junior hielt sich über weite Strecken in der Spitzengruppe, führte das Rennen zwischenzeitlich aufgrund der unterschiedlichen Strategien an und fuhr schließlich einem verdienten Podestplatz entgegen. In den Schlussrunden verkürzte der Italiener den Abstand auf Verstappen sogar noch einmal, doch der Red-Bull-Pilot verteidigte Rang zwei. "Noch zwei, drei Runden dann wäre es vielleicht spannend geworden", so Antonelli.

Enttäuschend verlief das Rennen dagegen für Charles Leclerc. Der Ferrari-Pilot gehörte in der ersten Rennhälfte noch zu den Podiumskandidaten, verlor nach einer leichten Berührung mit Oscar Piastri jedoch zunehmend an Tempo und fiel bis auf Rang acht zurück. Dagegen überzeugte Isack Hadjar mit einer starken Vorstellung und mischte in der hinteren Spitzengruppe mit.

Im Mittelfeld verpasste Audi die Punkteränge knapp. Gabriel Bortoleto und Nico Hülkenberg hielten sich zwar lange in Schlagdistanz zu den Top Ten, letztlich reichte es jedoch nicht für Zählbares mit Platz 11 und 12.

Nach 71 Runden durfte George Russell schließlich einen kontrollierten und verdienten Sieg feiern. Mercedes bestätigte mit dem Doppelpodium eindrucksvoll seine aufsteigende Form, während Red Bull trotz der starken Aufholjagd von Verstappen den Sieg verpasste.

Der Grand Prix von Österreich bot damit eine gelungene Mischung aus packenden Zweikämpfen, unterschiedlichen Strategien, technischen Dramen und konstant hohem Renntempo bis in die Schlussphase.

GP Österreich
1. George Russell (Mercedes)
2. Max Verstappen (Red Bull Racing)
3. Andrea Kimi Antonelli (Mercedes)
4. Oscar Piastri (McLaren)
5. Lewis Hamilton (Ferrari)
6. Isack Hadjar (Red Bull Racing)
7. Lando Norris (McLaren)
8. Charles Leclerc (Ferrari)
9. Liam Lawson (Racing Bulls)
10. Arvid Lindblad (Racing Bulls)
11. Gabriel Bortoleto (Audi)
12. Nico Hülkenberg (Audi)
13. Pierre Gasly (Alpine)
14. Oliver Bearman (Haas)
15. Franco Colapinto (Alpine)
16. Esteban Ocon (Haas)
17. Alexander Albon (Williams)
18. Fernando Alonso (Aston Martin)

Ausfälle:
Lance Stroll (Aston Martin)
Carlos Sainz (Williams)
Sergio Pérez (Cadillac)
Valtteri Bottas (Cadillac)
 
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