Bei warmen Bedingungen und Streckentemperaturen von knapp 50 Grad präsentierte sich der Mercedes von Beginn an konkurrenzfähig. Russell arbeitete im ersten Training zunächst mit dem harten Reifen, bevor er auf die weiche Mischung wechselte. Mit 1:45.387 Minuten setzte sich der Brite an die Spitze der Zeitenliste und lag rund vier Zehntelsekunden vor Max Verstappen im Red Bull.
Russell absolvierte insgesamt 24 Runden und konnte sein vorgesehenes Programm ohne größere Schwierigkeiten abarbeiten.
Mercedes auch im zweiten Training vorne
Auch im zweiten Training bestätigte Mercedes seine gute Form. Russell begann die Session auf der Medium-Mischung und wechselte für seine schnelle Runde anschließend auf Soft.Mit 1:43.347 Minuten setzte er erneut die Bestzeit. Antonelli komplettierte mit 1:43.899 Minuten die Mercedes-Doppelführung und lag 0,552 Sekunden hinter seinem Teamkollegen.
Baku – zwischen Altstadt und Vollgas
Für Antonelli verlief der Freitag allerdings deutlich schwieriger als für Russell. Der Italiener verlor aufgrund technischer Probleme wertvolle Trainingszeit. Mehr zu Antonellis Problemen und seiner Aufholjagd auf Platz zwei gibt es hier im separaten Bericht.Russell konzentrierte sich im weiteren Verlauf auf Longruns mit der Medium-Mischung und sammelte damit wichtige Daten für den Grand Prix. Insgesamt kam er im zweiten Training auf 23 Runden.
„Der erste Tag hier in Baku verlief positiv. Das Auto fühlte sich über eine einzelne Runde hinweg konkurrenzfähig an, und unsere Rennpace scheint auf einem Niveau mit McLaren und Red Bull zu liegen“, erklärte Russell.
Trotz seiner beiden Bestzeiten erwartet der Mercedes-Pilot für das Qualifying ein wesentlich engeres Kräfteverhältnis. Die Abstände dürften sich seiner Einschätzung nach deutlich reduzieren.
Shovlin warnt vor falschem Bild
Auch Mercedes selbst will die Freitagsergebnisse nicht überbewerten. Trackside Engineering Director Andrew Shovlin sprach von einem soliden Tag, verwies jedoch darauf, dass mehrere Konkurrenten bei ihren schnellen Runden auf den weichen Reifen Zeit liegen gelassen hätten.Die Geschichte der Formel 1: Über 75 Jahre Königsklasse des Motorsports
„Wir gehen nicht davon aus, dass die Abstände in den heutigen Zeitenlisten das tatsächliche Wettbewerbsbild widerspiegeln“, erklärte Shovlin.Positiv bewertet Mercedes vor allem, dass Russells Auto über beide Trainings hinweg zuverlässig funktionierte. Neben seinen beiden Bestzeiten konnte der Brite auch das geplante Longrun-Programm absolvieren.
Nach zwei Trainingsbestzeiten von Russell und der Doppelführung im zweiten Training geht Mercedes mit einer starken Ausgangslage in den weiteren Verlauf des Baku-Wochenendes. Wie aussagekräftig die Freitagsergebnisse tatsächlich sind, dürfte sich jedoch erst im Qualifying zeigen.





