Vor dem ersten Formel-1-Rennen auf der neuen Strecke standen vor allem die Reifen und deren Verhalten über die Renndistanz im Mittelpunkt. Im Rennen zeigte sich, dass insbesondere die harte Mischung äußerst widerstandsfähig war und nur einen geringen Verschleiß aufwies. Das beeinflusste die strategischen Entscheidungen entscheidend.
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Antonelli nahm das Rennen von Startplatz zwei auf Medium-Reifen auf, während Russell von Position sechs mit der harten Mischung startete. Eine entscheidende Wendung brachte das virtuelle Safety Car in Runde 14. Antonelli konnte zu einem günstigen Zeitpunkt stoppen und auf harte Reifen wechseln. Dadurch übernahm er boxenstoppbereinigt die Führung vor Lando Norris im McLaren.Nachdem Charles Leclerc im Ferrari seinen Boxenstopp absolviert hatte, lag Antonelli auch auf der Strecke an der Spitze. Der Mercedes-Pilot konnte mit seinem Satz harter Reifen bis zum Rennende durchfahren und brachte den Sieg nach Hause.
„Wir wissen, dass wir beim Einsatz des virtuellen Safety Cars ein wenig Glück hatten. Lando hatte an der Spitze alles im Griff“, räumte Antonelli anschließend ein. „Wir konnten genau in dem Moment an die Box fahren, als das virtuelle Safety Car eingesetzt wurde. So konnten wir den vorteilhaften Stopp auf die harten Reifen machen, die boxenstoppbereinigte Führung übernehmen und bis zum Ende durchfahren.“
Antonelli bewertete allerdings auch die grundsätzliche Performance des Mercedes positiv. Nach den Erfolgen auf zwei unterschiedlichen Strecken sieht der Italiener das Team für den weiteren Saisonverlauf gut aufgestellt. Gleichzeitig verwies er darauf, dass in beiden Weltmeisterschaften noch ein langer Weg bevorstehe.
Für Russell verlief die strategische Ausgangslage deutlich ungünstiger. Der Brite wechselte während des virtuellen Safety Cars von Hard auf Medium. Ein Durchfahren bis ins Ziel erwies sich mit der gelb markierten Mischung jedoch als nicht sinnvoll. Deshalb kam Russell in Runde 28 erneut an die Box und erhielt einen frischen Satz harter Reifen.
Mercedes entschied sich damit bewusst für eine andere Strategie als Ferrari mit Leclerc. Einen entscheidenden Positionsgewinn brachte dies Russell allerdings nicht. Er beendete das Rennen auf Rang fünf – genau auf jener Position, auf der er sich bereits beim Einsatz des virtuellen Safety Cars befunden hatte.
„Unabhängig davon, wie wir heute strategisch vorgegangen wären, hätten wir den fünften Platz belegt“, sagte Russell. Das virtuelle Safety Car sei für die Fahrer, die auf Hard gestartet waren, zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt gekommen. Gleichzeitig zeigte er sich mit seiner Pace, insbesondere auf der harten Mischung, zufrieden.
Mit Antonellis Erfolg erreichte Mercedes-Benz als Motorenhersteller seinen 251. Formel-1-Sieg. Damit zog die Marke in dieser Statistik mit Ferrari gleich.
Bildergalerie Großer Preis von Spanien
Auch in den beiden Weltmeisterschaften festigte Mercedes seine Position. In der Konstrukteurswertung beträgt der Vorsprung auf Ferrari nun 145 Punkte. Antonelli führt die Fahrer-Weltmeisterschaft an, Russell folgt mit 81 Punkten Rückstand auf Rang zwei.Für Antonelli war der Erfolg auf dem Madring bereits der achte Grand-Prix-Sieg der Formel-1-Saison 2026. Nach seinem Start von Position zwei setzte er sich beim Debüt der Formel 1 auf der neuen spanischen Strecke durch. Russell komplettierte das Mercedes-Ergebnis mit Platz fünf.





