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Formel 1
04.10.2026

Mercedes erlebt härtestes Qualifying der Saison in Sepang

Nach der Bestzeit von Kimi Antonelli im dritten Freien Training hatte Mercedes für das Qualifying in Sepang auf deutlich mehr gehofft. Doch wenige Stunden später bezeichnete das Team den Samstag selbst als den bislang härtesten der Saison. Immerhin rückt Antonelli durch die Strafe gegen Isack Hadjar auf den dritten Startplatz vor.

Dabei hatte der Tag vielversprechend begonnen. Antonelli setzte im dritten Freien Training die Bestzeit, Teamkollege George Russell belegte Rang vier. Im Qualifying konnte Mercedes diese Performance allerdings nicht mehr abrufen.

Zusätzlichen Druck machte sich Antonelli in Q2 selbst. Seine zunächst gefahrene Zeit wurde wegen Überschreitens der Streckenbegrenzung gestrichen, weshalb er einen weiteren Satz Soft-Reifen einsetzen musste. Damit stand ihm im entscheidenden Q3 nur noch ein frischer Satz zur Verfügung.

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„Hätten wir einen zweiten Satz Soft-Reifen gehabt, hätten wir meiner Meinung nach um die erste Startreihe kämpfen können“, erklärte Antonelli. Gegen Max Verstappen wäre nach Einschätzung des Mercedes-Piloten allerdings kaum etwas möglich gewesen: „Er schien das ganze Wochenende über das schnellste Auto zu haben.“

Antonelli qualifizierte sich ursprünglich als Vierter, rückt aufgrund der Strafe gegen Hadjar aber auf Startplatz drei vor. Russell kam im Qualifying nicht über Rang acht hinaus und gewinnt ebenfalls einen Platz für die Startaufstellung.

Der Brite sprach anschließend von einem außergewöhnlich schwierigen Samstag. Die große Hitze, der aggressive Asphalt und das niedrige Gripniveau hätten Mercedes stärker zugesetzt als erwartet. Besonders auffällig: Russell verwies darauf, dass die Rundenzeiten in Sepang mehrere Sekunden langsamer seien als beim letzten Formel-1-Auftritt auf dieser Strecke 2017.

Auch Teamchef Toto Wolff fand deutliche Worte: „Das war unser bisher härtester Samstag in dieser Saison.“ Mercedes müsse nun analysieren, weshalb die Konkurrenzfähigkeit zwischen dem dritten Training und dem Qualifying derart zurückgegangen sei.

Für das Rennen könnte sich das Kräfteverhältnis allerdings erneut verschieben. Mercedes erwartet einen sehr hohen Reifenabbau und damit voraussichtlich mehrere Boxenstopps. Antonelli sieht darin eine Chance – zumal auch Regen nicht ausgeschlossen ist.

Entscheidend dürfte sein, ob die Veränderungen am Mercedes die Rennpace verbessert haben. Wolff räumte ein, dass diese bereits vorgenommenen Anpassungen auf einer schnellen Qualifying-Runde keinen Vorteil gebracht hätten. Über längere Stints könnte sich am Sonntag jedoch ein anderes Bild ergeben.
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