01 – Ein Hybridkurs
Der Madring ist als moderner Hybridkurs konzipiert. Permanente Streckenabschnitte werden mit temporär genutzten Passagen auf öffentlichen Straßen kombiniert. Das Konzept ähnelt damit beispielsweise dem Miami International Autodrome. Teile der Infrastruktur sollen auch außerhalb des Grand-Prix-Wochenendes genutzt werden können.
02 – 22 Kurven und harte Bremszonen
Auf einer Länge von rund 5,4 Kilometern warten 22 Kurven auf die Fahrer. Die erwartete Qualifying-Rundenzeit liegt bei etwa 1:32 Minuten. Schnelle Passagen wechseln sich mit technisch anspruchsvollen Abschnitten ab. Mehrere harte Bremszonen sollen Überholmöglichkeiten schaffen und damit für zusätzliche Action sorgen.
03 – Stadtkurs mit Tunnelpassagen
Der Madring verbindet bestehende Straßen mit eigens für die Formel 1 errichteten Streckenabschnitten. Damit entsteht eine Mischung aus klassischem Stadtkurs und moderner Rennanlage. Zu den Besonderheiten gehören zwei kurze Tunnelpassagen unter einer erhöht verlaufenden Autobahn.
04 – Großes Zuschauer- und Eventkonzept
Die Veranstalter setzen auf eine Zuschauerkapazität im sechsstelligen Bereich. Neben Tribünen entstehen große Event- und Hospitality-Flächen rund um die Strecke. Das Konzept soll den Grand Prix stärker zu einem mehrtägigen Festival machen.
05 – Direkt am Messegelände IFEMA
Die Strecke befindet sich rund um das Messegelände IFEMA im Madrider Stadtteil Barajas, etwa 16 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Ein großer Vorteil ist die Verkehrsanbindung. Der Flughafen Adolfo Suárez Madrid-Barajas befindet sich in unmittelbarer Nähe, zudem ist das Gelände mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Auch das Santiago Bernabéu und das Metropolitano-Stadion liegen vergleichsweise nah.
06 – „La Monumental“ als Wahrzeichen
Das spektakulärste Streckenelement soll „La Monumental“ werden. Die rund 550 Meter lange, halbkreisförmige Steilkurve weist eine Überhöhung von bis zu 24 Prozent auf. Die Fahrer befinden sich mehrere Sekunden in der überhöhten Passage und überwinden dabei einen erheblichen Höhenunterschied.
07 – Erste Bewährungsprobe mit der FIA Formel 3
Noch vor dem ersten Formel-1-Rennen erlebte der Madring seine erste große sportliche Bewährungsprobe. Am 25. und 26. August 2026 absolvierte die FIA Formel 3 mit 30 Fahrern und zehn Teams einen zweitägigen offiziellen Test auf der neuen Strecke.
Dabei ging es nicht nur um die Arbeit der Teams und Fahrer. Gleichzeitig konnten die Organisatoren Streckensysteme, die Arbeit der Marshalls, die Abläufe in der Boxengasse und die Sicherheitsmaßnahmen unter realen Bedingungen überprüfen.
Der Test machte deutlich, dass der neue Kurs eine Herausforderung darstellt. Mehrere Zwischenfälle und Rote Flaggen sorgten für Unterbrechungen, auch beschädigte Fahrzeuge waren zu beklagen. Der anspruchsvolle Charakter des Madring wurde damit bereits vor der Formel-1-Premiere sichtbar.
Außergewöhnlich ist auch die Boxenanlage. Die Garagen werden in das Umfeld der IFEMA-Messehallen integriert. Teile des Fahrerlagers und der Hospitality-Bereiche können dadurch innerhalb bestehender Gebäude untergebracht werden.
Wussten Sie schon?
• Die Formel 1 kehrt 2026 nach 45 Jahren in den Großraum Madrid zurück. Zuletzt wurde 1981 im nahe gelegenen Jarama ein Formel-1-Grand-Prix ausgetragen.• Der Madring ist die erste komplett neue Austragungsstätte im Formel-1-Kalender seit Las Vegas 2023.
• Der Kurs ist rund 5,4 Kilometer lang und verfügt über 22 Kurven.
• „La Monumental“ mit bis zu 24 Prozent Überhöhung soll zum optischen Markenzeichen der Strecke werden.
• Mit dem Grand Prix 2026 beginnt die langfristige Vereinbarung zwischen der Formel 1 und Madrid.





