Antonelli behauptete am Start zunächst die Führung, obwohl Max Verstappen und Charles Leclerc Druck machten. Bereits in der Anfangsphase sorgte eine Kollision zwischen Lewis Hamilton und George Russell für Aufregung. Russell schied aus, während Hamilton später eine umstrittene Fünf-Sekunden-Strafe für die Szene erhielt.
Leclerc übernahm zwischenzeitlich die Führung und profitierte später von einem perfekt getimten Boxenstopp während eines Virtual Safety Cars. Antonelli blieb jedoch stets in Schlagdistanz und zeigte die stärkere Rennpace. Runde um Runde verkürzte der Mercedes-Pilot den Rückstand, ehe er in der 34. Runde auf der Geraden mühelos an Leclerc vorbeizog und die Führung übernahm. In den Schlussrunden kontrollierte Antonelli das Geschehen und brachte den Sieg souverän ins Ziel.
Für Hamilton verlief das Rennen deutlich komplizierter. Neben der Zeitstrafe verlor er beim Boxenstopp zusätzlich Zeit, weil die gewünschte Verstellung des Frontflügels aufgrund einer verspäteten Aktion eines Mechanikers, bzw. der zu frühen Startfreigabe für Hamilton nicht durchgeführt werden konnte. Teamchef Vasseur sprach später von einer "fehlerhaften Prozedur". Hamilton klagte anschließend über starkes Untersteuern und fehlenden Vorderachsgrip. Dennoch kämpfte er sich eindrucksvoll zurück und überholte in Runde 40 Oscar Piastri auf der Kemmel-Geraden, um sich Rang vier zu sichern. Ohne die Zeitstrafe und die Probleme beim Boxenstopp wäre sogar ein Podestplatz möglich gewesen.
Max Verstappen fuhr ein kontrolliertes Rennen und sicherte sich als Dritter einen weiteren Podestplatz. Hinter ihm komplettierten Piastri, Hadjar und Norris (der mit 1.48,809 die schnellste Rennrunde fuhr) die weiteren Spitzenplätze. Norris verlor durch einen missglückten Boxenstopp mit 7,8 Sekunden Standzeit wertvolle Zeit und fiel zurück, zeigte mit der schnellsten Rennrunde aber nochmals seine Pace. Für Audi überzeugte Gabriel Bortoleto mit Rang acht, während Teamkollege Nico Hülkenberg als 13. außerhalb der Punkte blieb.
Das Rennen zeigte, dass die Spitzengruppe enger zusammengerückt ist. Mercedes verfügt weiterhin über die höchste Rennpace, doch Ferrari hat deutlich aufgeholt. Auch Red Bull und McLaren bewegen sich inzwischen auf einem ähnlichen Leistungsniveau in Spa-Francorchamps (Infos zur Traditionsrennstrecke). Die Voraussetzungen für einen spannenden weiteren Saisonverlauf sind damit gegeben.
Kimi Antonelli meinte nach dem Rennen;: "Es ist schön wieder ganz oben zu stehen, Es war ein hartes Rennen - ein schwieriger Sieg. Charles war sehr stark."
Charles Leclerc: "Wir hatten etwas Glück mit dem Virtual Safety Car. Aber es war definitiv ein Schritt nach vorne."
Max Verstappen: "Ich habe alles gegeben, was ich konnte. Bein Virtual Safety Car hatten wir Pech,"
Mercedes-Teamchef Toto Wolff: "Den Sieg hat sich Kimi verdient. Er war das gesamte Wochenende über dominant."
GP Belgien
| 1 | Kimi Antonelli | Mercedes |
| 2 | Charles Leclerc | Ferrari |
| 3 | Max Verstappen | Red Bull Racing |
| 4 | Lewis Hamilton | Ferrari |
| 5 | Oscar Piastri | McLaren |
| 6 | Isack Hadjar | Red Bull Racing |
| 7 | Lando Norris | McLaren |
| 8 | Gabriel Bortoleto | Audi |
| 9 | Arvid Lindblad | Racing Bulls |
| 10 | Franco Colapinto | Alpine |
| 11 | Pierre Gasly | Alpine |
| 12 | Liam Lawson | Racing Bulls |
| 13 | Nico Hülkenberg | Audi |
| 14 | Oliver Bearman | Haas |
| 15 | Alexander Albon | Williams |
| 16 | Carlos Sainz | Williams |
| 17 | Esteban Ocon | Haas |
| 18 | Valtteri Bottas | Cadillac |
| 19 | Fernando Alonso | Aston Martin |
| 20 | Lance Stroll (Ausfall) | Aston Martin |
| 21 | Sergio Pérez (Ausfall) | Cadillac |
| 22 | George Russell (Ausfall) | Mercedes |





