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Formel 1
25.03.2026

Ist Audi bereit für den nächsten Schritt?

Das Audi-Revolut-Formel-1-Team reist am kommenden Wochenende (27. bis 29. März 2026) zum dritten Saisonlauf ins japanische Suzuka – eine der fahrerisch anspruchsvollsten Strecken im Kalender. Nach den eher negativen Meldungen der vergangenen Tage soll der Fokus bei Neueinsteiger Audi nun wieder klar auf das Sportliche gerichtet werden.

Mit Mattia Binotto hat ein neuer Projektleiter das Kommando übernommen, während der frühere Teamchef Jonathan Wheatley nach England zurückkehrt und dort zeitnah neue Aufgaben übernehmen dürfte. Ob seine Zukunft bei Aston Martin F1 Team oder in einem anderen Projekt liegt, bleibt offen.

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Der Saisonstart verlief für Audi dabei keineswegs enttäuschend. Vielmehr deuteten sich strukturelle Spannungen an, die das Team langfristig gebremst hätten. Solche Konstellationen werden häufig erst im operativen Alltag sichtbar. Die nun gezogenen Konsequenzen schaffen jedoch Raum für einen klaren Neustart.

Entsprechend richtet Binotto den Blick nach vorn: Ziel ist es, das vorhandene Potenzial im eng umkämpften Mittelfeld konsequent in Resultate und Punkte umzusetzen. Dabei mahnt er zur Effizienz: „Die Abstände werden kleiner, da alle Teams die neuen Autos zunehmend verstehen. Wir haben gute Ansätze gesehen, wissen aber auch, wo wir uns verbessern müssen – sowohl bei der Performance als auch in der Umsetzung.“

Ein zentraler Punkt bleibt die Zuverlässigkeit. Der erfahrene Formel-1-Ingenieur stellt klar: „Ein Schwerpunkt lag zuletzt darauf, die Zuverlässigkeitsprobleme zu analysieren und abzustellen.“ Damit geht es nun darum, die Erkenntnisse aus Australien und China in Suzuka umzusetzen – auf einer Strecke, die Präzision und Konstanz verlangt.

Auch für Nico Hülkenberg ist Suzuka eine besondere Herausforderung: „Die Strecke ist extrem anspruchsvoll, aber auch sehr belohnend, wenn man alles trifft.“ Der Saisonstart sei „durchwachsen – wir hatten gute Momente, aber auch verpasste Chancen. Jetzt geht es darum, ein sauberes Wochenende abzuliefern.“

Gabriel Bortoleto sieht das ähnlich: „Das Team hat intensiv daran gearbeitet, die Probleme aus China nicht zu wiederholen. Die Basis stimmt – jetzt müssen wir das Maximum herausholen.“

Jetzt wird sich zeigen, ob Audi den Personalwechsel vergessen lassen kann und sich Team und Fahrer als Einheit präsentieren, die einen Schritt nach vorne machen können.
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