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Formel 1
27.07.2026

Hamilton verliert durch Strafen und Fehler wertvolle WM-Punkte

Lewis Hamilton gehörte in den vergangenen Wochen zu den konstant stärksten Fahrern im Feld. Ferrari hat mit den jüngsten Weiterentwicklungen den Anschluss an Mercedes und McLaren gefunden, doch ausgerechnet in der entscheidenden Phase der Saison kosteten den siebenmaligen Weltmeister mehrere Strafen und unglückliche Entscheidungen wertvolle Punkte.

Beim Grand Prix von Belgien fuhr Hamilton als Vierter ins Ziel. Zwar erhielt Ferrari nach einem Unsafe Release eine Geldstrafe, sportlich blieb Hamilton jedoch ohne Konsequenzen. Die Punkteausbeute blieb somit unverändert.

Hier eine Bildergalerie zu Ferrari beim Grand Prix von Ungarn

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Deutlich gravierender verlief das Ungarn-Wochenende. Im Qualifying sicherte sich Hamilton zunächst Startplatz zwei, wurde anschließend aber wegen einer Behinderung von Oscar Piastri um drei Plätze nach hinten versetzt und musste das Rennen nur von Rang fünf aufnehmen.

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Trotzdem kämpfte sich der Ferrari-Pilot im Rennen wieder bis in die Spitzengruppe vor und lag lange auf Podiumskurs. Dann folgten zwei weitere Rückschläge: Ferrari holte ihn während der Virtual-Safety-Car-Phase zum Boxenstopp, eine Entscheidung, die Hamilton nach dem Rennen selbst kritisierte.  „Ich bin ganz sicher der Meinung, dass wir den Stopp nicht hätten machen sollen. Die Anweisung kam buchstäblich kurz vor der Einfahrt in die Boxengasse und ich konnte es nicht hinterfragen.“

Und zu allem Übel kam dann noch die Fünf-Sekunden-Strafe hinzu. Der 41-Jährige war anstatt 80 km/h mit 80,1 km/h unterwegs. Und eine Toleranzgrenze gibt es nicht. Somit fiel der Brite von Platz vier hinter seinen Teamkollegen Charles Leclerc. Die Differenz betrug am Ende der 70 Runden nur 0,7 Sekunden. Anstatt also auf dem Podium zu stehen wurde Hamilton Fünfter.
 

Wie viele Punkte gingen verloren?

Unter der Annahme, dass Hamilton ohne die Strafen (Startplatz plus Boxengasse) und die daraus entstandenen Nachteile seine Positionen gehalten hätte, ergibt sich folgende Annahme: Anstatt zehn Punkte für Platz fünf wären 15 Punkte für Platz drei möglich gewesen,

Allein durch die Strafen in Ungarn verlor Hamilton damit mindestens fünf WM-Punkte. Hinzu kommt der Nachteil durch die Startplatzstrafe, die seinen Rennverlauf erschwerte und einen Kampf um den Sieg praktisch unmöglich machte. Der tatsächliche Verlust könnte daher sogar höher gewesen sein, lässt sich aber nicht exakt beziffern.


Auswirkungen auf die Weltmeisterschaft

Nach dem Grand Prix von Ungarn liegt Hamilton mit 169 Punkten auf Rang zwei der Fahrerwertung. WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli kommt auf 219 Punkte. Der Rückstand beträgt damit 50 Zähler.

Hätte Hamilton in Ungarn die zusätzlichen fünf Punkte eingefahren, stünde er bei 174 Punkten. Sein Rückstand würde sich auf 45 Punkte reduzieren.

Das zeigt: Die Strafen allein entscheiden die Weltmeisterschaft zwar nicht, sie haben Hamilton aber in einer Phase getroffen, in der jeder einzelne Punkt im Titelkampf von großer Bedeutung ist. Ferrari besitzt inzwischen ein konkurrenzfähiges Auto – nun müssen Team und Fahrer die Fehlerquote deutlich reduzieren, um Antonelli in der zweiten Saisonhälfte noch ernsthaft unter Druck setzen zu können.

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