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Formel 1
22.07.2026

Hamilton kämpft sich durch ein Wochenende voller Rückschläge

War für Lewis Hamilton in Spa sogar mehr als Platz vier möglich? Diese Frage beschäftigt Ferrari auch Tage nach dem Grand Prix von Belgien. Nach einer Kollision, einer Zeitstrafe, einem beschädigten Auto und einer Panne beim Boxenstopp betrieb der siebenfache Weltmeister zwar eindrucksvoll Schadensbegrenzung – dennoch scheint ein Podestplatz durchaus im Bereich des Möglichen gelegen zu haben.

Bei den Trainingssessions am Freitag kam der Ferrar-Pilot auf die Plätze 2 und 4 womit man durchaus zufrieden sein konnte. „Wir hatten ein gutes Arbeitspensum absolviert und viele nützliche Daten gesammelt.“

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Der Samstagmorgen begann dann aber nicht mehr ganz so entspannt auf dem 7 Kilometer langen Kurs in Spa-Francorchamps. Beim 3. Freien Training verlor Hamilton kurz vor Ende das Auto, geriet ins Kiesbett und schlug mit dem SF-26 leicht in die Leitplanke ein. Der Schaden war bis zum Qualifying behoben.

Dann ging es ins Rennen in den Ardennen. Bereits kurz nach dem Start war Hamilton, von Platz fünf kommend, zunächst bis auf den zweiten Platz vorgefahren. Beim Anbremsen der Schikane kam es dann zum Kontakt mit George Russell. Die Rennleitung sprach dem Ferrari-Piloten die Schuld an dem Zwischenfall zu und verhängte eine Fünf-Sekunden-Strafe. „Ich war nicht überrascht, aber ich denke, es war ein Rennunfall. Es war keine Absicht. Er kam von außen und ich war direkt hinter Max. Es ist ja nicht so, dass ich ihm einfach reingefahren wäre“, erklärte der 41-Jährige nach dem Rennen.

Die Berührung blieb zudem nicht ohne Folgen. Hamiltons Ferrari trug leichte Beschädigungen davon, die sich auf das Fahrverhalten auswirkten. „Ich hatte Beschädigungen am Auto und konnte nicht mehr das Tempo gehen, das eigentlich möglich gewesen wäre“, sagte der Brite.

Neben der Zeitstrafe verlor er beim Boxenstopp zusätzlich Zeit, weil die gewünschte Verstellung des Frontflügels aufgrund einer verspäteten Aktion eines Mechanikers, bzw. der zu frühen Startfreigabe für Hamilton nicht durchgeführt werden konnte. Hamilton klagte anschließend über starkes Untersteuern und fehlenden Vorderachsgrip. Dennoch kämpfte er sich eindrucksvoll zurück und überholte in Runde 40 Oscar Piastri auf der Kemmel-Geraden, um sich Rang vier zu sichern. Ohne die Zeitstrafe und die Probleme beim Boxenstopp wäre somit vielleicht ein Podestplatz möglich gewesen.

Ferrari-Teamchef Fred Vasseur gab anschließend zu Protokoll, dass es beim Boxenstopp zu einer "fehlerhaften Prozedur" kam. Aber der Mechaniker wohlauf sei.
Zusätzlich stellte er sich wegen der Strafe hinter seinen Fahrer: „Aus meiner Sicht ist die Strafe definitiv zu hart ausgefallen.“ Gleichzeitig lobte Vasseur die Leistung der Mannschaft, die mit Charles Leclerc als Zweitem und Hamilton als Viertem insgesamt 30 Punkte aus Spa mitnahm.

Trotz aller Widrigkeiten fiel Hamiltons Bilanz positiv aus. „Wenn man sieht, was an diesem Wochenende alles passiert ist, dann können wir mit dem Ergebnis zufrieden sein“, erklärte er. Mit Rang vier hatte sich der Ferrari-Pilot angesichts der Umstände abgefunden – mehr war an diesem Tag nicht möglich.

Mit diesem positiven Trend reist Ferrari nun zum Großen Preis von Ungarn. Auf dem Hungaroring steht am kommenden Wochenende das letzte Rennen vor der Sommerpause auf dem Programm.
 
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