Die Stewards verhängten gegen den McLaren-Piloten nach dem Qualifying in Monza eine Rückversetzung um drei Positionen. Grund ist eine Behinderung von Liam Lawson während des zweiten Qualifying-Abschnitts.
Sportlich hatte Piastri den Samstag zunächst auf dem dritten Rang abgeschlossen. Der Australier qualifizierte sich hinter dem überraschenden Pole-Setter Pierre Gasly und George Russell für die zweite Startreihe. Wenig später musste sich Piastri jedoch wegen einer Szene aus Q2 bei den Rennkommissaren verantworten.
Der Zwischenfall ereignete sich, als Piastri die Boxengasse verlassen hatte und Max Verstappen sowie Liam Lawson auf schnellen Runden herankamen. McLaren hatte seinen Fahrer über die beiden herannahenden Red-Bull informiert. Piastri erklärte bei den Stewards allerdings, dass ihm nicht bewusst gewesen sei, dass sich Verstappen und Lawson bereits auf schnellen Runden befanden.
Erst unmittelbar vor der ersten Schikane erkannte Piastri die Situation. Der McLaren-Pilot verlangsamte deutlich und hielt sich rechts, sodass Verstappen passieren konnte. Lawson folgte jedoch dicht hinter seinem Teamkollegen. Für Piastri gab es zu diesem Zeitpunkt keine Möglichkeit mehr, auch den Neuseeländer ungehindert vorbeizulassen.
Lawson wurde dadurch in Kurve zwei behindert und konnte seine entscheidende schnelle Runde nicht wie vorgesehen absolvieren.
Stewards verhängen Drei-Plätze-Strafe
Die Rennkommissare hörten Piastri und Lawson sowie Vertreter der beiden Teams an. Zusätzlich wurden unter anderem Videoaufnahmen, Telemetriedaten, Timing-Daten, Funkverkehr und die Onboard-Aufnahmen ausgewertet.Dabei akzeptierten die Stewards, dass Piastri in dem Moment, als er die Situation vollständig erkannt hatte, praktisch keine andere Möglichkeit mehr blieb. Dennoch wurde die Behinderung Lawsons als unbeabsichtigt, aber unnötig eingestuft.
Die Konsequenz ist die dafür vorgesehene Rückversetzung um drei Startplätze.





