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Formel 1
09.06.2026

Franco Colapinto erlebt frustrierendes Monaco-Wochenende

Nach zuletzt starken Auftritten und einer positiven Entwicklung bei Alpine erlebte Franco Colapinto beim Monaco Grand Prix 2026 eines seiner schwierigsten Rennwochenenden der Saison.

Von den ersten Trainingssitzungen an kämpfte der Argentinier mit seinem Fahrzeug und konnte nie das Vertrauen aufbauen, das auf dem engen Stadtkurs von Monte Carlo entscheidend ist.

Bereits im Qualifying lief es für Colapinto nicht nach Plan. Alpine fand keine optimale Abstimmung, wodurch der Argentinier mit einer ungünstigen Ausgangsposition in das Rennen gehen musste. Damit waren die Möglichkeiten auf dem traditionell überholfeindlichen Stadtkurs von Beginn an stark eingeschränkt.

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„Nach einigen guten Ergebnissen und einem guten Gefühl im Auto bei den vergangenen Rennen hat hier einfach nichts richtig zusammengepasst“, bilanzierte Colapinto nach dem Grand Prix. „Ich hatte große Probleme mit der Balance des Autos und dem Vertrauen beim Anbremsen. Durch die vielen Blockierer konnte ich nie wirklich Selbstvertrauen aufbauen.“

Im Rennen hoffte Alpine zunächst auf strategische Möglichkeiten. Allerdings verlor Colapinto während der Boxenstopp-Phase Positionen an Konkurrenten, die den Undercut erfolgreich nutzen konnten. Die anschließenden Safety-Car-Phasen und die rote Flagge machten weitere taktische Optionen zunichte.

„Wir sind zur Rennmitte an die Box gekommen und haben dabei einige Positionen an Fahrer verloren, die früher gestoppt und den Undercut genutzt haben“, erklärte der Alpine-Pilot. „Durch das Safety Car und die rote Flagge haben wir anschließend sämtliche Streckenposition verloren, wodurch das Rennen praktisch neutralisiert wurde.“

Zusätzliche Schwierigkeiten entstanden durch eine Strafe wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung in der Boxengasse, von der in Monaco mehrere Teams betroffen waren. Nach dem stehenden Neustart wurde das Rennen für Colapinto endgültig zum Chaos. Im dichten Verkehr kam es zu mehreren Zwischenfällen.

„Nach dem stehenden Neustart wurde es sehr chaotisch. Einer der Aston Martin hat mich weit nach außen gedrängt, wodurch mein Frontflügel beschädigt wurde“, berichtete Colapinto. „Gleichzeitig mussten wir alle einem langsam fahrenden Williams ausweichen, der nach der Haarnadel auf der Ideallinie unterwegs war. Dabei habe ich Carlos Sainz berührt – dafür möchte ich mich bei ihm entschuldigen.“

Während Teamkollege Pierre Gasly zumindest auf der Strecke ein starkes Rennen zeigte und auf Platz 3 lag (bevor er seine Strafe bekam - Bericht hier), blieb Colapinto das gesamte Wochenende über hinter den eigenen Erwartungen zurück. Entsprechend deutlich fiel sein Fazit aus.

„Insgesamt war es ein langes und frustrierendes Rennen sowie ein enttäuschendes Wochenende. Jetzt müssen wir hart arbeiten, um in wenigen Tagen in Barcelona stärker zurückzukommen.“

Für den Argentinier gilt es nun, Monaco schnell abzuhaken. Bereits beim kommenden Grand Prix an diesem Wochenende in Barcelona bietet sich die nächste Gelegenheit, den positiven Trend der vergangenen Wochen wieder aufzunehmen und wichtige WM-Punkte einzufahren.

Statistik:
Franco Colapinto (Alpine)
FP1: 15.
FP2: 15.
FP3: 19.
Qualifying: 14.
Rennen: 14.
WM-Stand nach Monaco: 12. Platz – 15 Punkte
 
 
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