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Formel 1
10.09.2026

Formel-1-Premiere in Madrid: „Monumental“ wird zur besonderen Herausforderung

Mit dem Madring betritt die Formel 1 am kommenden Wochenende Neuland. Erstmals wird auf dem neuen Kurs in der spanischen Hauptstadt ein Grand Prix ausgetragen. Die 5,416 Kilometer lange Strecke kombiniert einen Stadtkurs zwischen den Gebäuden des Messegeländes mit einem permanenten Abschnitt und umfasst insgesamt 22 Kurven.

Im Mittelpunkt steht dabei die „Monumental“. Die rund 550 Meter lange Steilkurve weist eine Überhöhung von bis zu 24 Prozent auf und soll für die höchste vertikale Reifenbelastung der gesamten Saison sorgen. Insgesamt zählt der Madring nach Berechnungen von Pirelli zu den fünf Strecken im Kalender, die den Reifen die meiste Energie abverlangen. Die auftretenden Seitenkräfte liegen auf einem ähnlichen Niveau wie in Barcelona und Silverstone.

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Auch der restliche Streckenverlauf bietet unterschiedliche Anforderungen. Zwischen Start und der ersten Kurve liegen lediglich rund 200 Meter. Auf einen schnellen ersten Sektor folgen mehrere mittelschnelle und langsame Passagen. Im letzten Streckenabschnitt warten zudem mehrere 90-Grad-Kurven, die Pirelli mit den Verhältnissen in Baku vergleicht.

Für die Premiere bringt Pirelli mit C2, C3 und C4 die mittlere Auswahl der fünf verfügbaren Trockenreifen nach Madrid. Der C2 wird als Hard, der C3 als Medium und der C4 als Soft eingesetzt. Die Wahl basiert ausschließlich auf Simulationen und den Daten des neuen Kurses, da bislang keine Formel-1-Testfahrten auf der Strecke stattgefunden haben.
Madrid-Premiere: Sieben Besonderheiten des neuen Madring
Eine weitere Unbekannte ist der neue Asphalt. Die Oberfläche ist sehr glatt und bietet zunächst vergleichsweise wenig Grip. Um Staub und ölige Rückstände des neuen Belags zu entfernen, wurde die Strecke mit Hochdruck-Wasserstrahlen behandelt. Mit zunehmendem Fahrbetrieb dürfte sich der Grip während des Wochenendes entsprechend verändern.

Ungewöhnlich für einen Stadtkurs sind auch die Höhenunterschiede. Der höchste Punkt befindet sich an Kurve 7 auf rund 700 Metern über dem Meeresspiegel. Von Kurve 6 geht es mit bis zu acht Prozent Steigung bergauf. Zwischen dem tiefsten Punkt an Kurve 2 und Kurve 7 liegen 26 Höhenmeter.

Entsprechend wichtig wird das erste Freie Training am Freitag. Erst dann erhalten Teams und Fahrer reale Daten über Gripniveau, Reifenverschleiß und Degradation. Sollte insbesondere der Verschleiß der weicheren Mischungen höher ausfallen als erwartet, könnten zusätzliche Sätze der harten C2-Reifen für das Rennen am Sonntag zurückgehalten werden. Damit dürfte die Reifenstrategie bei der Formel-1-Premiere auf dem Madring zu einem entscheidenden Faktor werden.
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