Formel 1
24.06.2026
Fakten zum Red Bull Ring
Die 4,326 Kilometer lange Strecke in Spielberg liegt 660 Meter über dem Meeresspiegel und ist geprägt von starken Höhenunterschieden, harten Bremszonen und schnellen Beschleunigungsphasen. Pirelli bringt mit den Mischungen C3, C4 und C5 die weichsten Reifen der aktuellen Palette an den Start.
Der Reifenverschleiß wird in Österreich vor allem durch hohe Temperaturen verursacht. Das griffige und vergleichsweise raue Asphaltband erzeugt viel Wärme in den Reifen, während die zahlreichen Traktionszonen insbesondere die Hinterreifen stark beanspruchen. Gleichzeitig fordert das starke Gefälle beim Anbremsen die Vorderachse.
Ein weiterer Faktor ist die Höhenlage. Die dünnere Luft reduziert den Abtrieb der Fahrzeuge, was zu mehr Reifenschlupf führen kann. Zudem könnten die leistungsstarken aktuellen Antriebseinheiten beim Bergab-Bremsen leichter blockierende Räder verursachen.
Der Red Bull Ring zeichnet sich durch ein auf den ersten Blick simples Layout aus, das jedoch in der Praxis anspruchsvoll ist. Die kurze Rundenlänge führt zu geringen Zeitabständen im Feld, wodurch jede Unsauberkeit unmittelbare Konsequenzen hat. Zwischen dem höchsten und tiefsten Punkt der Strecke liegen 63 Höhenmeter, was den Kurs zu einer der anspruchsvollsten Berg-und-Tal-Bahnen der Formel 1 macht.
Während im Vorjahr die Mehrheit des Feldes auf eine Zwei-Stopp-Strategie setzte, könnte die höhere Konstanz der aktuellen Reifengeneration 2026 einen Trend hin zu Einstopp-Rennen begünstigen. Allerdings könnten hohe Temperaturen sowie die für die steirische Bergregion typischen Wetterumschwünge die Strategie beeinflussen.
Der Österreich-GP wird 2026 zum 39. Mal ausgetragen. Rekordsieger ist Max Verstappen mit vier Erfolgen. Bei den Konstrukteuren führt McLaren die Statistik mit sieben Siegen an, vor Ferrari und Mercedes mit jeweils sechs Erfolgen.
Red Bull Ring (Österreich)
Formel 1 seit: 2014
Länge: 4,318 km
Kurven: 10 Kurven
Richtung: im Uhrzeigersinn
Rekordrunde (Rennen): 1:05,619 Min. Carlos Sainz (2020)
Die Anlage wurde ursprünglich als Österreichring bekannt und 1969 als ochgeschwindigkeitskurs eröffnet. Er gehörte zu einer der gefährlichsten Strecken der F1. Nach umfangreichen Umbauten entstand Ende der 1990er-Jahre der A1-Ring, bevor die Strecke nach der Übernahme durch Red Bull modernisiert und 2011 als Red Bull Ring wiedereröffnet wurde. Seit 2014 gehört der Kurs wieder fest zum Formel-1-Kalender.
Historie:
1964: Zeltweg Flugplatzkurs (1 Rennen)
1970–1987: Österreichring (18 Rennen in Folge)
1997–2003: A1-Ring (7 Rennen)
2014–heute: Red Bull Ring (laufend)





