Formel 1
26.09.2026
Colapinto nach Restart-Crash bestraft – Norris fordert sogar Rennsperre
Der Alpine-Pilot wurde für die Kollision in der ersten Kurve verantwortlich gemacht und muss beim nächsten Grand Prix fünf Startplätze zurück. Für zusätzliche Diskussionen sorgte Lando Norris, der nach seinem Ausfall sogar eine Rennsperre für Colapinto ins Gespräch brachte.
Der Unfall ereignete sich in Runde 36 unmittelbar nach dem Restart. Colapinto attackierte auf der Anfahrt zu Kurve 1 seinen Alpine-Teamkollegen Pierre Gasly, setzte den Bremspunkt jedoch deutlich zu spät. Der Argentinier konnte seinen Wagen nicht mehr kontrolliert durch die Kurve bringen und traf Gasly. Dieser wurde anschließend in den McLaren von Norris geschoben. Für alle drei Fahrer war das Rennen beendet.
Die Rennkommissare sahen die Verantwortung eindeutig bei Colapinto. Ursprünglich wurde gegen ihn eine Zeitstrafe von zehn Sekunden wegen des Verursachens einer Kollision ausgesprochen. Da Colapinto das Rennen jedoch nicht beendete und die Strafe damit nicht mehr absitzen konnte, wurde sie in eine Rückversetzung um fünf Startplätze beim nächsten Grand Prix in Malaysia umgewandelt.
Colapinto selbst übernahm nach dem Rennen die Verantwortung und bezeichnete sein Manöver als großen Fehler. Auch innerhalb des Alpine-Teams fiel die Reaktion deutlich aus. Flavio Briatore zeigte sich vor allem deshalb verärgert, weil sich zu diesem Zeitpunkt beide Alpine in aussichtsreicher Position auf WM-Punkte befanden.
„Solche Zwischenfälle dürfen nicht passieren, besonders wenn beide Autos in den Punkterängen liegen“, erklärte Briatore. Colapinto habe „viel zu spät gebremst“, insbesondere angesichts der Situation unmittelbar nach einem Safety-Car-Restart. Briatore kündigte zudem an, den Vorfall intern aufzuarbeiten und über mögliche weitere Konsequenzen nachzudenken.
Besonders deutlich äußerte sich Norris. Der McLaren-Pilot hielt die ausgesprochene Strafe für ein derartiges Manöver offenbar nicht für ausreichend und forderte ein härteres Vorgehen der FIA. Bei solchen Aktionen müsse der Verband seiner Ansicht nach darüber nachdenken, Fahrer für ein Rennen zu sperren. Norris verwies dabei auch auf die erheblichen Schäden und Kosten, die durch vermeidbare Kollisionen entstehen.
Mit dieser Forderung stand der McLaren-Pilot allerdings nicht uneingeschränkt da. George Russell hielt eine Rennsperre für zu hart. Auch Max Verstappen und Isack Hadjar vertraten eine weniger drastische Position.





